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Chronische Schmerzen - Ein gesunder Lebensstil hilft den Betroffenen, mit der quälenden Situation besser umgehen zu können

Chronische Schmerzerkrankungen nehmen auch im Main-Tauber-Kreis zu

4740 AOK-Versicherte waren im Jahr 2020 wegen chronischer Schmerzen im Main-Tauber-Kreis in Behandlung. Die Erkrankten fühlen sich in ihrem Alltag stark bis sehr stark beeinträchtigt.

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aok
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Main-Tauber-Kreis. Gut jeder Dritte in Baden-Württemberg hat chronische Schmerzen. Elf Prozent leiden so gut wie immer darunter. Das ist das Ergebnis einer von der AOK Baden-Württemberg in Auftrag gegebenen Forsa-Befragung. 45 Prozent der Betroffenen fühlen sich dadurch im Alltag stark oder sehr stark beeinträchtigt.

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4740 Versicherte behandelt

Die Erhebung wird auch von Daten aus dem Main-Tauber-Kreis bestätigt: Hier wurden im Jahr 2020 insgesamt 4740 AOK-Versicherte wegen dieser Beschwerden stationär oder ambulant behandelt.

Etwa ein Drittel aller Menschen leidet unter chronischen Schmerzen. Sieben Prozent der AOK-Versicherten sind deshalb regelmäßig in ärztlicher Behandlung. © AOK

Landesweit waren im vergangenen Jahr 319 395 AOK-Versicherte Schmerzpatienten beim Arzt. Fünf Jahre zuvor, 2016, waren es noch 218 891.

Die Zahl der Betroffenen in Baden-Württemberg stieg von 2016 bis 2020 um jährlich zehn Prozent. Im Main-Tauber-Kreis wurden 2016 noch 3254 AOK-Versicherte deshalb therapiert. Bis 2020 ist hier eine jährliche Erhöhung von 9,9 Prozent zu verzeichnen.

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Im Alltag beeinträchtigt

„Chronische Schmerzen können für die Patientinnen und Patienten sehr belastend sein und zu dem Gefühl führen, der Familie oder den Anforderungen im Beruf nicht mehr gerecht zu werden“, erklärt Dr. Gudula Kirtschig, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. Nahezu jeder zweite Befragte, der daran leidet, fühlt sich dadurch im Alltag stark bis sehr stark beeinträchtigt.

„Chronische Schmerzen behindern oft auch Freizeitaktivitäten, wie Freunde zu treffen oder Hobbys nachzugehen. Betroffene fühlen sich von ihre Erkrankung zeitweise überwältigt und ziehen sich zurück“, so Dr. Gudula Kirtschig. Dies bestätigen laut Forsa 63 Prozent der Patienten, außerdem nehmen 57 Prozent negative Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden wahr, 53 Prozent auf den Schlaf und 51 Prozent auf die generelle Gesundheit.

Eine Möglichkeit, mit dieser quälenden Situation leben zu können, ist ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung. Die Hälfte der Befragten (53 Prozent) gibt an, sich als Maßnahme gegen die Schmerzen viel zu bewegen oder spezielle Übungen zu machen; 38 Prozent ernähren sich möglichst gesund.

Dr. Kirtschig: „Es empfiehlt sich, körperlich aktiv zu bleiben und sich regelmäßig zu bewegen. Durch Bewegung werden körpereigene Stoffe freigesetzt, die eine schmerzlindernde Wirkung haben. Außerdem regt Bewegung die Durchblutung und den Stoffwechsel an und sorgt dafür, dass Knochen und Knorpel ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.“

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Mit einer neuen Kampagne gegen Schmerzen möchte die AOK Baden-Württemberg Patienten begleiten. Weitere Informationen gibt es unter aok.de/bw/leib-und-seele im Internet. aok

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