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Leserbrief - Zur Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ aus Bronnbach

„Bronnbach ein Ort für reine Hochkultur?“

Von 
Leserbrief-Schreiber: Andreas Gravius
Lesedauer: 

Ich bin als Bronnbacher Einwohner und auch als Unternehmer erfreut über die hohe Anzahl an positivem Feedback, welches uns in den letzten Wochen erreicht hat.

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Ein Kloster ist ein Ort der Ruhe und Besinnung. Bronnbach ist seit 1803 kein Kloster mehr(!), sondern ein kultureller Ort des Kreises.

So vielfältig die Kultur heute ist, so unterschiedlich sind offensichtlich auch deren Befürworter und Gegner.

Die Art und Weise, in der der aktuelle und der ehemalige Landrat angegriffen werden, befremdet mich sehr – haben sich doch beide in den letzten Jahrzehnten vorbildlich für das Kloster engagiert und es zu einer touristischen Perle des Taubertals gemacht. Über 40 000 Besucher schätzen jedes Jahr diesen Ort, Tendenz steigend. Bronnbach steht für mich für ein friedliches und tolerantes Miteinander für Jung und Alt und einen Ort, an dem auch den Nachfolgegenerationen „ihre“ Kultur erlaubt sein muss.

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Über das Niveau lässt sich sicher streiten, aber soll Bronnbach ein Ort für reine Hochkultur und Klassik sein? Welt- und Kulturoffen sieht heute anders aus.

Die vergangene „DSDS“-Aufzeichnung 2016 im Kloster Eberbach (in der Kirche!) hat auch dort gezeigt, dass nach Abschluss der Dreharbeiten die Besucherzahlen um rund 30 Prozent angestiegen sind.

Auch das Kulturgut Bronnbach muss finanziert werden, der Kostendruck im Kreis ist permanent zu spüren. Die Fernsehaufnahmen waren eine elegante Möglichkeit, den Steuerzahler und die Kreiskasse erheblich zu entlasten. Die Tourismusverbände geben viel Geld für Werbung aus. Derartiges Marketing –wie nun an einem Samstag zur Primetime –, ist unbezahlbar für die gesamte Region. Nur nebenbei sei erwähnt, dass die Aufzeichnung inmitten der Corona-Krise auch Arbeitsplätze in Bronnbach gesichert hat. Wir haben über 20 Mitarbeiter, die ebenfalls sehr dankbar sind.

2021 wird das Jahr für Urlaub in Deutschland, ich freue mich mit allen Gastgebern der Region auf eine tolle Restsaison nach fast einem Jahr Verdienstausfall und halte es mit Schiller: Leben und leben lassen.

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