Konzertabend in der Alten Füllerei - Fred Prokosch und die Egerlandmusikanten sorgten für beste Stimmung beim begeisterten Publikum Böhmische Blasmusik der Extraklasse geboten

Von 
Uwe Büttner
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Fred Prokosch und die Egerlandmusikanten begeisterten das Publikum in der Alten Füllerei in Distelhausen.

© Uwe Büttner

Seit über 20 Jahren sind Fred Prokosch und die Egerlandmusikanten mit den wunderschönen Klängen der böhmischen Blasmusik ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Taubertal.

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Distelhausen. Mit viel Liebe zum Detail erarbeiten die Musiker jährlich wechselnde Konzertprogramme und präsentieren ihrer großen Fangemeinde in der Region perfekte gespielte böhmische Blasmusik.

Bereits zum achten Mal spielten Fred Prokosch und die Egerlandmusikanten traditionell am Abend vor dem Tag der Deutschen Einheit für die Freunde der Böhmischen Blasmusik in der Alten Füllerei in Distelhausen auf - zuletzt 2014. Vor dem Feiertag waren wieder zahlreiche Konzertbesucher aus nah und fern zu dem Konzert gekommen. In gemütlicher Runde lauschten sie gemeinsam den alten und neuen Melodien aus dem Egerland.

Ehrengast stellte Buch vor

Ehrengast des Abends war Karl Graf zu Castell-Rüdenhausen, ein Kenner und Freund der böhmischen Blasmusik. Durch das Programm, das mit dem Graf Mercy-Marsch aus der Feder von Nick Loris, einem Musiker von Gerd Hutter, begann, führte der Musikkenner und Musiker Thomas Landwehr von der Distelhäuser Brauerei. Der noch ganz junge Marsch, der einem kaiserlichen Feldmarschall gewidmet ist, ist erst in diesem Jahr am 21. März erschienen.

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1956 war die Geburtsstunde der Musikkarriere von Ernst Mosch, als er mit zwölf aus Böhmen stammenden Blasmusikern seine ersten fünf Titel aufnahm, die schließlich am 21. April 1956 ausgestrahlt wurden. Eine Legende war geboren. Fred Prokosch und seine Musikanten spielten an diesem Abend zur Freude der Zuhörer viele seiner Lieder, darunter "Böhmischer Wind" (1967) und "Musikantentraum" (1977), um nur zwei zu nennen.

Eine schöne Polka an diesem Abend war das Stück "Kleines Grammophon" das harmonisch von dem Ehepaar Claudia und Klaus gesungen wurde. Beide begeisterten mit ihrem Gesang genauso wie Mathias Wallny mit seinem ausgezeichneten Trompetensolo. Besonders beeindruckend und imposant war auch der Marsch "Salve Imperator" aus der Feder von Julius Fucik. Natürlich durften an diesem Abend auch altbekannte Weisen wie "Egerland Heimatland" und "Grablonzer Perlen" nicht fehlen.

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Der zweite Teil des Abends begann ebenfalls mit einem Stück von Ernst Mosch, dem "Böhmischen Leckerbissen". Ehrengast Karl Graf zu Castell-Rüdenhausen begleitete als Journalist viele Jahre Ernst Mosch auf seinen Konzerten.

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Daraus entstand schließlich eine Freundschaft. Nach Distelhausen hatte er sein Buch "... und ewig swingt die Blasmusik - Ernst Mosch und seine musikalischen Erben" mitgebracht.

Das 2014 erschienene Werk mit vielen Fotografien und Zeitdokumenten erzählt die Geschichte von den Musikgrößen Ernst Mosch und seinem musikalischen Nachfolger Ernst Hutter.

Fred Prokosch und die Egerlandmusikanten boten dem begeisterten Publikum einen schönen und stimmungsvollen Abend mit musikalischen Schmankerln bekannter Vertreter einer weit über die Grenzen Europas hinaus beliebten Musik.

Am 14. Oktober spielen die Musiker in der Brehmbachtalhalle in Königheim als Vorgruppe von Vlado Kumpan und seinen Musikanten.