Wasserversorgung Mittlere Tauber - Megaprojekt nimmt Gestalt an / Auf Förderung durch das Land angewiesen Bereit für den Echtbetrieb

Von 
Fabian Greulich
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Blick in das neu errichtete Wasserwerk in Dittigheim. Seit 12. Dezember befindet sich die Anlage im erweiterten Probebetrieb. Aufbereitetes Wasser wird in die Netze von Distelhausen, Dittigheim und Teile der Kernstadt eingespeist. © Fabian Greulich

Es ist eine der größten Investitionsmaßnahmen, die es in der Region je gab: Die Neuregelung der Wasserversorgung für mehr als 40 000 Einwohner des Kreises ist ein echtes Mammutprojekt.

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Tauberbischofsheim. Seit wenigen Wochen läuft das neu errichtete zentrale Wasserwerk des Zweckverbands Wasserversorgung Mittlere Tauber in Dittigheim im erweiterten Probebetrieb. Seit 12. Dezember wird Trinkwasser in die Netze von Distelhausen, Dittigheim und in Teilbereiche der Kernstadt auf der rechten Tauberseite eingespeist. Das Rohwasser der Brunnengalerie Dittigheim wird nach modernsten Verfahren aufbereitet, kontrolliert und in hygienisch einwandfreiem Zustand an die Bürger abgegeben.

Damit hat man ein wichtiges Etappenziel erreicht. Bis zur endgültigen Fertigstellung des Projekts, an dem neben den Städten Tauberbischofsheim und Lauda-Königshofen auch die Gemeinde Werbach und der Zweckverband Grünbachgruppe mit der Stadt Grünsfeld sowie den Gemeinden Großrinderfeld und Wittighausen beteiligt sind, stehen aber auch noch umfangreiche Baumaßnahmen an.

Der Verband geht davon aus, dass die Kosten durch nicht förderfähige Maßnahmen und weitere Baunebenkosten bis zum Abschluss von 59 auf rund 64 Millionen Euro steigen werden. Die Summe der Förderbeträge beläuft sich, sofern alle Anträge vom Land bewilligt werden, auf rund 36 Millionen Euro.

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Zwischenzeitlich gab es einen Wechsel an der Spitze des Zweckverbands. Überraschend gab Tauberbischofsheims Bürgermeister Wolfgang Vockel seinen Posten als Vorsitzender im Juli ab. Nachfolger wurde Lauda-Königshofens Rathauschef Thomas Maertens.

Größtes Sorgenkind bleibt auch für den neuen Vorsitzenden die finanzielle Unterstützung durch das Land, auf die man angewiesen ist. Für die einzelnen Bauabschnitte müssen immer neue Förderanträge gestellt werden. Hier kam es zuletzt zu einem besorgniserregenden Antragsstau, so dass nur ein Teil der benötigten Summen bewilligt wurde, die Mittel für den Leitungsbau aber nur noch bis höchstens April reichen. Wie Anfang Dezember bekannt wurde, reagierte die Landesregierung darauf in den Verhandlungen zum Nachtragshaushalt und erhöhte die geplanten Mittel von 17 auf 32 Millionen Euro. Davon profitieren soll nicht zuletzt das Projekt im Main-Tauber-Kreis.

Redaktion Leiter der Redaktionen Tauberbischofsheim, Wertheim und Regionales