AdUnit Billboard
Übung macht den Meister

Bei sieben „Einsätzen“ gefordert

24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Tauberbischofsheim

Lesedauer: 
Natürlich durfte auch „richtiges“ Feuer bei der Übung nicht fehlen. © Feuerwehr

Tauberbischofsheim. Den bereits siebten Berufsfeuerwehr-Tag veranstaltete die Jugendfeuerwehr Tauberbischofsheim. Die knapp 25 Jugendlichen der Abteilungen Tauberbischofsheim-Stadt, Dittigheim, Distelhausen und Hochhausen und die knapp 20 Betreuer und Ausbilder waren bei insgesamt sieben „Einsätzen“ in den 24 Stunden gefordert.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Nachdem um 7.30 Uhr – nach einer erfolgten Corona-Testung – der Dienstantritt war, galt es, nach der Fahrzeugeinteilung, die Fahrzeuge zu prüfen und auf Einsatztauglichkeit zu testen. Nach einem gemeinsamen Frühstück schallte um kurz nach 9 Uhr auch das erste Mal der Hausalarm: eine Ölspur wurde im Bereich der Laurentiusbergstraße gemeldet. Rasch konnten die Fahrzeuge mit den Jugendlichen das Feuerwehrgerätehaus verlassen. Vor Ort wurde eine längere Ölspur (natürlich keine echte) mit entsprechendem Bindemittel abgebunden und anschließend die Straße mit Besen gekehrt.

Nahezu parallel gab es einen weiteren Einsatz: ein Mülleimerbrand – ebenfalls im Stadtteil Laurentiusberg gemeldet – galt es zu bewältigen. Das Szenario bestätigte sich vor Ort, sodass die Jugendlichen einen Löschangriff aufbauten und den Brand so schnell löschen konnten.

Zurück im Gerätehaus angekommen fand nun eine praktische Ausbildung zum Thema Hebekissen statt – denn auch bei einer Berufsfeuerwehr gilt: regelmäßiges Üben steht auf der Tagesordnung, um im Ernstfall bestens gerüstet zu sein. Doch auch die Ausbildung war nur von kurzer Dauer, denn erneut unterbrach der Alarmgong: Brandmeldealarm im Matthias-Grünewald-Gymnasium. Schnell besetzten die Jugendlichen die Fahrzeuge und machten sich auf den Weg in den Taubenhausweg. Glücklicherweise stellte sich der Brandmeldealarm als Fehlalarm heraus und der Einsatz konnte somit schnell abgearbeitet werden.

Weiter ging es nun mit einem gemeinsamen Mittagessen, bevor es mit der Ersten-Hilfe-Ausbildung, durchgeführt mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes aus Tauberbischofsheim, weiter ging.

Erneuter Alarm

Um kurz vor 15 Uhr schallte der Alarmgong dann erneut auf: ein Werkstattbrand mit Personen in Gefahr im Bauhof Tauberbischofsheim wurde gemeldet. Vor Ort gab es dann neben dem alarmierten Werkstattbrand eine weitere Überraschung: die Eltern der Jugendlichen wurden nämlich zu dieser Schauübung eingeladen und auch Bürgermeisterin Anette Schmidt, der Leiter der Feuerwehr Stefan Lindtner sowie die beiden Abteilungskommandanten Dominik Götzinger und David Klinger waren vor Ort. Entsprechend groß war die Aufregung – doch die Jugendlichen konnten schnell eine Personensuche in der Werkstatt durchführen sowie einen Löschangriff aufbauen, sodass alle drei Personen gerettet wurden und auch der Brand rasch unter Kontrolle war. Der Beifall von allen Gästen vor Ort zauberte dann allen ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht.

In ihren Grußworten bedankten sich Lindtner, Götzinger, Stadtjugendwart Ralph Kinzie und der Jugendleiter Tobias Jekeli bei allen Beteiligten des BF-Tages – vor allem aber bei den Kids für die bravourös vorgetragene Schauübung. Bürgermeisterin Schmidt lud alle Beteiligten zu einer Abkühlung an die Eisdiele ein, was selbstverständlich gerne angenommen wurde.

Als die Einsatzbereitschaft bei allen Fahrzeugen wiederhergestellt wurde, ging es nun zum gemeinsamen Dienstsport – denn bei der Feuerwehr gilt es, stets fit zu sein. Leider wurde der Dienstsport durch einen Realeinsatz unterbrochen, denn auch während des ganzen Berufsfeuerwehr-Tages galt es natürlich, dass reale Einsätze jederzeit durch die Einsatzabteilung abgedeckt werden müssen.

Nur kurze Freizeit

Nach einer Stärkung durch das Abendessen stand nun Freizeit im Gerätehaus auf dem Programm – doch auch diese Zeit sollte natürlich nur kurz anhalten: nach einer Tragehilfe für den Rettungsdienst und einer Person unter einem Baum, wurde eine unklare Rauchentwicklung in Richtung Königheim gemeldet, welche sich vor Ort als großen Hüttenbrand herausstellte. Durch einen massiven Löschangriff konnte aber auch dieser Brand rasch gelöscht werden – die Firma Boller Bau hat dafür ihr Firmengelände zur Verfügung gestellt.

Zurück im Gerätehaus war es nun Zeit für die Nachtruhe. Dass Einsätze aber auch nachts kommen können zeigte sich um kurz nach 0 Uhr, als das Einsatzstichwort „Personensuche“ im Bereich des Hambergs hieß. Mit Taschenlampen und Unterstützung der Rettungshundestaffel aus Bad Mergentheim, die den Abend als Übung nutzten, konnten die Personen im Wald schnell gefunden werden.

Am nächsten Morgen wurden die Fahrzeuge gereinigt und nach einem gemeinsamen Frühstück endete der siebte 24-Stunden-Berufsfeuerwehr-Tag der Jugendfeuerwehr Tauberbischofsheim.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1