Volksbank Main-Tauber - Juristische Fusion vollzogen / Nach Technischer Fusion am 19. Juni ändert sich etwas für Bestandskunden Banken machen sich gemeinsam auf den Weg

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Die Führungsriege (von links): Dirk Schlenker, Robert Haas, Michael Schneider und Jürgen Fricke. Das Bild entstand vor der Maskenpflicht. © Volksbank Main-Tauber

Tauberbischofsheim. Durch den, auf den ersten Blick relativ prosaischen Akt der Eintragung durch das Registergericht in Mannheim, wurde der von den Vertreterinnen und Vertretern der Volksbank Main-Tauber und der Volksbank Vorbach-Tauber im vergangenen Jahr mit überwältigender Mehrheit freigemachte Weg zur neuen Volksbank Main-Tauber nun auch juristisch Realität.

„Kerngesund“

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Damit trägt die neue, große Genossenschaftsbank der Region ihren Namen in Zukunft mit der seinerzeit schon angestrebten Intention: eine zukunftsfähige Volksbank zu etablieren, deren Geschäftsgebiet sich nahezu mit dem Landkreis gleichen Namens deckt. „Wir freuen uns sehr, dass die seit mehreren Monaten andauernde Phase der Vorbereitung auf die rechtliche Fusion jetzt ein Ende hat“, betont der Vorstandsvorsitzende Michael Schneider. Die neue, gemeinsame Bank, die in Zukunft unter dem Namen Volksbank Main-Tauber eG firmieren werde, gehe aus zwei „kerngesunden“ Banken hervor, die nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden „sehr gut am Markt etabliert“ waren, sich in vielen Bereichen „hervorragend ergänzen“ und darüber hinaus auch viele Gemeinsamkeiten in Aufbau, Strategie und Ausrichtung aufweisen. Dies würde sich positiv für Kunden und Mitglieder auswirken.

Ein wichtiges Ziel sei der Erhalt der Kundennähe. Und dazu gehöre maßgeblich die Filialen, wobei darüber letztlich der Kunde mit seiner Nutzung entscheide. Die gewohnten Ansprechpartner der Kunden blieben auch in Zukunft erhalten.

Bündelung der Kräfte

Von der größeren Einheit versprechen sich die Beteiligten Vorteile für alle Seiten. Jürgen Fricke, bisheriger Vorstandsvorsitzender der Volksbank Vorbach-Tauber und Mitglied des neuen Vorstands: „Im Mittelpunkt stehen die steigenden Kundenanforderungen an eine moderne Bank. Gemeinsam wird es uns leichter fallen, das zu bewahren, was unsere beiden Kreditinstitute schon heute auszeichnet, es mit noch individuelleren Angeboten und Beratungsleistungen weiterzuentwickeln und technische Innovationen zügig umzusetzen.“

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Die vorhandenen Gebäude erlaubten eine dezentrale Struktur und sicherten die örtliche Präsenz, stellt Fricke weiter fest. Die wirtschaftliche Kraft der Bank ermögliche auch langfristig sichere Arbeitsplätze.

Weil Kreditinstitute durch den Gesetzgeber in Deutschland und Europa zudem vor immer neue Herausforderungen gestellt werden „können wir mit dem Zusammenschluss zu einer genossenschaftlichen Regionalbank diese regulatorischen Anforderungen gemeinsam besser bewältigen und durch die Vermeidung von Doppelarbeiten schließlich auch Kosten senken“, betont Dirk Schlenker, Generalbevollmächtigter der neuen Volksbank. Die Fusion biete somit Vorteile für alle Beteiligten.

Vorstand und Aufsichtsrat

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Der neue Vorstand der Volksbank Main-Tauber setzt sich wie folgt zusammen: Neben dem Vorstandsvorsitzenden Michael Schneider und dessen Stellvertreter Robert Haas gehört künftig auch der bisherige Vorstandsvorsitzende der Volksbank Vorbach-Tauber, Jürgen Fricke, dem Gremium an.Dirk Schlenker, bisher Vorstandsmitglied in Vorbach-Tauber, wird Gesamtprokura und Generalvollmacht erteilt. Er soll mit dem Ausscheiden von Robert Haas ab 1. Januar 2022 zum weiteren, ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt werden. Der juristische Sitz der Bank wird in Tauberbischofsheim und Wertheim angesiedelt sein. Der Aufsichtsrat besteht nunmehr aus 18 Mitgliedern. Zwölf aus der bisherigen Volksbank Main-Tauber und sechs aus der bisherigen Volksbank Vorbach-Tauber.

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Für die Bestandskunden ändert sich zunächst wenig. Spürbare Änderungen für die bisherigen Kunden der Volksbank Vorbach-Tauber würden sich erst mit der so genannten „technischen Fusion“ am 19. Juni ergeben, in deren Zuge dann zum Beispiel neue Kontonummern vergeben werden. Diesbezüglich werden die betroffenen Kundinnen und Kunden rechtzeitig im Vorfeld in Kenntnis gesetzt.

Bis zu dieser technischen Zusammenführung der Bank-Systeme erhalten die Kunden der beiden nunmehr fusionierten Banken nur in den bisherigen Filialen das volle Leistungsspektrum. Ihre Bankgeschäfte können sie ab Montag, 21. Juni, dann gleichermaßen an allen Standorten der neuen Volksbank Main-Tauber in vollem Umfang tätigen.