Bildungseinrichtungen im Kreis - MdL Professor Dr. Wolfgang Reinhart blickt mit Sorge auf sinkende Schülerzahlen / Vor allem kleinere Grundschulen im Fokus „Attraktive Schullandschaft wahren und ausbauen“

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pm
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Main-Tauber-Kreis. „Es ist ein großer Erfolg, dass wir auch in einem so ländlich geprägten Raum wie dem Main-Tauber-Kreis sämtliche Schularten bis hin zu einer Hochschule anbieten können“, so der Landtagsabgeordnete für den Main-Tauber-Kreis, Professor Dr. Wolfgang Reinhart, zur aktuellen Situation der Bildungseinrichtungen im Kreis in einer Pressemitteilung.

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Jedoch müsse man die Entwicklungen der jüngeren Zeit und die Prognosen für die künftigen Schülerjahrgänge ernst nehmen, so der Abgeordnete. Sinkende Schülerzahlen seien für alle Schularten eine große Herausforderung. Allen voran dabei die kleineren Grundschulen im Landkreis, die beispielsweise in Uissigheim mit 33 oder Gerlachsheim mit 37 Schülern Grund zur Sorge gäben.

„Es ist jedoch seit vielen Jahren unser erklärtes Ziel in der Bildungspolitik, dass wir auch weiterhin nach dem Motto ,kurze Beine – kurze Wege‘ die wohnortnahe Schulversorgung erhalten wollen“, so Reinhart weiter.

Ein unnötig langer Schulweg mit Bus und Bahn für Grundschüler sei sicher nicht hinnehmbar. Ein weiteres Problem in der Region sei, dass der Main-Tauber-Kreis, was Übergangszahlen zu weiterführenden Schulen angehe, bei Gymnasien mit lediglich knapp 30 Prozent den vorletzten Platz im landesweiten Vergleich belege. Landesweit liege der Durchschnitt bei aktuell 44,2 Prozent.

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Die Gymnasien zwischen Freudenberg und Creglingen seien jedoch mit ihrem Angebot an die Schüler durchaus konkurrenzfähig zu den übrigen Einrichtungen im Land. Auch die Abiturnoten der Schüler zeigten, dass es nicht an fehlender Eignung liege.

Reinhart rief daher die Eltern dazu auf, zukünftig vermehrt auch den Schulbesuch eines Gymnasiums neben den Werkreal-, Real-, und Gemeinschaftsschulen für die Kinder in Betracht zu ziehen. „Natürlich bieten alle Schularten von Werkrealschule, Realschule, Gemeinschaftsschule oder beruflichen Schulen in der Region ideale Bedingungen für ein späteres Berufsleben, wie es die Gymnasien mit ihrer Vorbereitung auf ein späteres Studium an der Universität ebenso tun“, so der Abgeordnete. Auch sei ein späterer Wechsel auf ein Fachgymnasium jederzeit problemlos mit der Mittleren Reife möglich. „Kein Abschluss ohne Anschluss muss auch in Zukunft in der Region optimal gewährleistet sein“, so Reinhart.

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Anlass zur Besorgnis gebe auch, dass aktuell zahlreiche Schulleiterstellen im Landkreis unbesetzt seien. Insgesamt fünf Grundschulen könnten aktuell die Direktorenstelle noch nicht nachbesetzen, teilweise aus Mangel an Bewerbern.

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Dies hänge auch mit der Besoldungssituation für die Schulleitungen zusammen, die sich an der Anzahl der Schüler auf der jeweiligen Schule orientiere. Reinhart werde sich dafür einsetzen, dass die aktuell erst ab einer Schülerzahl von 81 geltenden Stufe A 13 auch für kleinere Schulen ermöglicht werde. Nur so könne langfristig ein attraktiver und verlässlicher Schulbetrieb in der Region ermöglicht werden.

Über die aktuellen Entwicklungen der Bildungspolitik im Land hatte sich der Abgeordnete kürzlich auch in einem persönlichen Gespräch mit der Kultusministerin ausgetauscht. Dabei warb Reinhart nach eigenen Angaben nochmals nachdrücklich für eine gute Ausstattung der Bildungseinrichtungen vor allem im ländlichen Raum. pm