Spechte - Traditionelle Wanderfahrt führte die 50 Teilnehmer in den Harz Anspruchsvolle Strecken führten durch tolle Landschaften

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Tauberbischofsheim. Die Spechte führten ihre traditionelle Wanderfahrt durch, die den Harz zum Ziel hatte. Die Wanderführer Walter und Marlies Frank sowie Bert und Cordula Keller hatten wunderschöne Touren ausgewählt und bestens organisiert. 50 Wanderlustige machten sich auf den Weg.

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Um die Mittagszeit hatte man Blankenburg erreicht und sofort wurde eine zweistündige Wanderung angetreten. Wer einen leichten Spaziergang erwartet hatte, wurde eines besseren belehrt. Landschaftlich überaus reizvoll war die Tour an der sagenumwobenen Teufelsmauer bis zum Helsunger Krug. Über die ausgewaschenen Sandsteinstufen führte der Weg auf und ab, aber die Mühen wurden immer wieder durch herrliche Ausblicke belohnt. Die Spechte waren von der Tour begeistert. Danach wurde im Berghotel Vogelherd in Blankenburg Quartier für vier Tage bezogen.

Am zweiten Tag stand die Tour zum Brocken auf dem Programm. Gutes Wetter begleitete die Spechte den ganzen Tag über, die vom Parkplatz Torfhaus aus auf dem Goetheweg in knapp drei Stunden auf den 1141 Meter hohen Brocken wanderten. Über einen Holzsteg gelangte die Gruppe durch das Große Torfhausmoor. Früher wurde hier Torf abgebaut, heute stehen die wertvollen Moore des Harzes unter strengem Naturschutz. Der Weg führte am Fuße des Quitschenberges zum Eckersprung. Jetzt überquerte man die ehemalige innerdeutsche Grenze. Der Wald lichtete sich, und es wurden zunehmend Heideflächen sichtbar. Das letzte Stück mussten die Wanderer auf der Brockenstraße zurücklegen. Am Ziel angekommen, hatten die Spechte Zeit zur freien Verfügung und zur Mittagsrast. Diese wurde von den ganz Unentwegten auch für den Rundgang auf dem Brocken genutzt

. Danach ging es mit der nostalgischen Harzer Schmalspurbahn abwärts bis "Drei Annen Hohne", wo der Bus die Wandergruppe abholte und nach Wernigerode brachte. Bei einem Rundgang durch die Stadt mit 35 000 Einwohnern waren die Spechte von den wunderschönen Fachwerkhäusern mit den vielen kleinen Geschäften begeistert. Besonders beeindruckend war der Marktplatz mit dem historischen Rathaus und man war sich einig, dass ein weiterer Besuch hier durchaus lohnend sei.

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Am dritten Tag stand die etwa zehn Kilometer lange Wanderung von Treseburg im Bodetal nach Thale auf dem Programm. Das Bodetal wird auch als der "Deutsche Grand Canon" bezeichnet. Es ist allerdings nicht so lang, so tief, so breit und auch nicht so alt wie der echte Grand Canyon in Arizona. Kontinuierlich wird die Schlucht in Richtung Thale tiefer und breiter. Ist sie bei Treseburg etwa 140 Meter tief, sind es am Ausgang aus dem Gebirge bei Thale schon über 280 Meter. Die Bode ist in ihrer Schlucht wild und ungezähmt. Stromschnellen, Strudel und Kessel wechseln sich ab.

Die Spechte genossen die beeindruckenden Ausblicke in die Schlucht. Gestartet bei bestem Wetter wurden sie unterwegs von einem Regen- und Hagelschauer überrascht. Nach Anlegen der Regenkleidung wurde die Tour fortgesetzt und zur Mittagsrast im Gasthaus "Königsruhe" eingekehrt.

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Am Nachmittag machten die Spechte noch einen kurzen Abstecher zur Roßtrappe. Der Sage nach soll es sich hier um den Hufabdruck eines Pferdes handeln, den dieses beim Sprung über den Abgrund im Felsen hinterlassen hat. Einer Theorie zufolge könnte es sich beim Felsabdruck auch um Verwitterungsreste eines germanischen Opferbeckens handeln.

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Am vierten Tag ging es nach Quedlinburg mit einer sehr gut erhaltenen historischen Altstadt mit 1300 Fachwerkhäusern aus acht Jahrhunderten. Die Stadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben . Bei der Stadtführung erfuhren die Spechte viel Interessantes über diese schöne Stadt. Am Nachmittag erfolgte die Rückfahrt in die Heimat. fl