Pandemie-Bekämpfung - Aktive Soldaten und Reservisten der Bundeswehr helfen im Main-Tauber-Kreis im Gesundheitsamt und im Kreisimpfzentrum Amtshilfe über die Landesgrenzen hinaus

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Die Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt des Main-Tauber-Kreises wird auch durch Reservisten der RSU-Kp Odenwald durchgeführt. © Reinhard Hutzler-Kaibel

Main-Tauber-Kreis. Wegen der Corona-Pandemie unterstützten bereits seit Oktober zunächst fünf Soldaten des Logistikbataillons 461 aus Walldürn das Gesundheitsamt im Main-Tauber-Kreis bei der Kontaktpersonennachverfolgung.

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Am Montag, 18. Januar, haben dann Reservisten der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien diese Aufgabe übernommen. Somit sind jetzt im Rahmen der Amtshilfe in Tauberbischofsheim die ersten Reservisten außerhalb der Kreisverbindungskommandos eingesetzt.

Baden-Württemberg ist hiermit bundesweit der Vorreiter bei dem Einsatz von Reservisten in der Kontaktnachverfolgung in Pandemiezeiten.

Weitere 40 Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons 292 aus Donaueschingen unterstützen das Kreisimpfzentrum in Bad Mergentheim.

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Der Amtshilfeantrag hierzu wurde durch den Landkreis mit Unterstützung des Kreisverbindungskommandos (KVK) des Main-Tauber-Kreises bereits im Dezember 2020 gestellt, und über das Landeskommando Baden-Württemberg (LKdo BW) beim Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin zur Entscheidung vorgelegt. Nach Billigung erfolgte die Erkundung vor Ort unter Führung des Landeskommandos Baden-Württemberg Anfang Januar gemeinsam mit dem Truppensteller sowie dem Ersten Landesbeamten Christoph Schauder, dem Kreisbrandmeister Andreas Geyer und weiteren Mitarbeitern des Landrats- und Gesundheitsamtes.

Dabei wurde auch gemeinsam festgelegt, wieviel Kräfte erforderlich und sinnvoll ist, um die verschiedenen Aufgaben im Kreisimpfzentrum übernehmen zu können.

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So unterstützen nun rund 40 Soldatinnen und Soldaten in zwei Schichten in den Bereichen Registratur, Aufnahme und in der Begleitung der zu impfenden Personen durch das Impfzentrum.

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Auch die Bereitstellung der Schutzausrüstung, die Unterbringung der Soldaten und die Verpflegung der eingesetzten Kräfte, jeweils in Verantwortung des Landratsamts, wurde bei dieser Gelegenheit besprochen.

Das Kreisverbindungskommando des Main-Tauber-Kreises, das schon seit Jahren fest mit dem Katastrophenschutz des Landratsamtes verbunden ist, nimmt hier im Auftrag des Landeskommandos Baden-Württemberg die wichtige Rolle als Berater und Vermittler zwischen Bundeswehr und den zivilen Behörden ein.

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Zivil-Militärische Zusammenarbeit auch im Rahmen der Amtshilfe zur Bekämpfung der Corona-Pandemie reibungslos funktioniert. Nach etwa drei Stunden waren alle Fragen erörtert und geklärt, so dass dem Einsatz der Bundeswehr zur Unterstützung im Kreisimpfzentrum Bad Mergentheim nichts mehr im Wege steht.