Gewerbliche Schule Tauberbischofsheim

Alternativen im Mauerwerksbau

Praktische Übungen für Auszubildende der Bautechnik

Von 
gtb
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Neue Lösungen beim Mauerwerksbau probierten Schüler der Gewerblichen Schule Tauberbischofsheim unter Anleitung von Lehrer Heiko Reinhart aus. © Petra Nerpel

Tauberbischofsheim. Im Werkstattunterricht der Auszubildenden der Bautechnik an der Gewerblichen Schule Tauberbischofsheim (GTB) werden nicht nur praktische Lerninhalte wie das Mauern vermittelt, vielmehr sollen auch die theoretischen Inhalte der Ausbildung durch Versuche und Prüfverfahren untermauert werden. Dazu wird zunächst eine Wand aufgebaut, an der im Verlauf des Schuljahrs diverse Versuche durchgeführt werden.

Neue Lösungen kennengelernt

Zunächst aber üben die Schüler unter Verwendung einer Justierhilfe mitsamt eines Rotationslasers die erste Kimmschicht anzulegen. Wenn nun Steine im Dünnbettverfahren mithilfe von Mörtelkelle und Mörtelschlitten verlegt werden, entsteht dabei üblicherweise eine Mörtelfuge, die im fertigen Zustand eine Dicke von zwei bis sechs Millimetern aufweist.

Variante im Dünnbettverfahren

Hier bieten die Hersteller von Baustoffen auch andere Lösungen an. Um diese den Auszubildenden vorzustellen, führte ein Mitarbeiter der Firma Wienerberger an der GTB den Einsatz des „Poroton Dry-Fix-Systems“ vor. Dies ist eine Variante des Dünnbettverfahrens, bei der mit Schaumkleber gemauert wird. Das „Poroton Dry-Fix-System“ wurde von der Firma speziell für Planziegel entwickelt. Es ist auch bei Minusgraden zu verarbeiten, der Kleber härtet schneller aus, vor allem aber sollen die Ergebnisse schöner werden, da beim Verarbeiten keine Mörtelfugen entstehen, was nebenbei auch einen größeren Wärmedurchlasswiderstand bedeutet.

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„Spezielle Anforderungen an den Stein, Aspekte der Ökologie sowie die Technik beim Mauern stießen bei den Auszubildenden auf großes Interesse“, so Bautechnik-Lehrer Heiko Reinhart. Er bewertet die Technologie als eine echte Alternative zum herkömmlichen Mauern. Allerdings wird sie „in unserer Ecke“ noch nicht so häufig eingesetzt, weiß der Schulungsmeister

Trockenform möglich

Eine weitere Möglichkeit der Erstellung eines Mauerwerks ist die Verwendung von so genannten Mörtelpads. Bei diesem Verfahren ist der Dünnbettmörtel in Trockenform in ein Gewebe eingearbeitet und wird als dünne Platte auf die Steine gelegt. Im Anschluss daran wird das Pad bewässert. Nun kann der nächste Stein gesetzt werden.

Diese Technologie wurde interessierten Besuchern der Gewerblichen Schule Tauberbischofsheim bereits am Tag der offenen Tür im Sommer dieses Jahres unter Anleitung von Bautechnik-Lehrer Heiko Reinhart demonstriert. Die für die Schulungen benötigten Materialien wurden der Schule von den Herstellerfirmen zur Verfügung gestellt oder der Gewerblichen Schule zu vergünstigten Konditionen zur Verfügung gestellt. gtb