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FN-Umfrage - Was halten Landräte, Bürgermeister, Unternehmer und der Präsident des Polizeipräsidiums Heilbronn vom Comeback der vier Schweden?

ABBA: „Die Rückkehr von Legenden”

Nach einer kurzen schöpferischen Pause von gerade mal 40 Jahren veröffentlichen ABBA an diesem Freitag ein neues Album. Konzerte mit Avataren sind geplant. Peinlich oder phänomenal?

Von 
Sabine Holroyd
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Björn Ulvaeus, Agnetha Fältskog, Anni-Frid Lyngstad und Benny Andersson, die vier Mitglieder der schwedischen Popgruppe ABBA, haben fünf Wochen lang vor 160 Kameras ihre Lieder gesungen, damit jede Bewegung für ihre Konzerte als „Abbatare“ aufgezeichnet werden konnte. © picture alliance/dpa/Industrial Light and Magic/PA Media /Baillie Walsh

Odenwald-Tauber. Die Nachricht vom Comeback der vier Schweden schlug weltweit ein wie eine Bombe. Immer wieder mal hatten zwar Gerüchte über eine Reunion die Runde gemacht, aber so richtig geglaubt hat das wohl niemand. Und jetzt das: ABBA erfinden sich neu, finden junge Fans durch ihre Präsenz bei Instagram, TikTok & Co., nur die vorab veröffentlichten Songs ihres Albums „Voyage“ klingen (fast) noch so wie früher. Was halten Sie von diesem unerwarteten Comeback?, wollten wir vom Polizeipräsidenten, den beiden Landräten, einem Unternehmer, und vier Bürgermeistern wissen.

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Hans Becker, Präsident des Polizeipräsidiums Heilbronn: „Für meine Generation finde ich dieses Comeback klasse, aber ich frage mich, ob es ihnen auch gelingt, die junge Generation zu begeistern? Ich bin zwar ABBA-Fan, aber meine Frau verehrt die Gruppe noch viel mehr. Sie besitzt alle ihre Alben als Schallplatten. Daher war mein Geburtstagsgeschenk für sie im Jahr 2019 eine Reise nach Stockholm inklusive eines Besuchs des ABBA-Museums.

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Agnetha war meine persönliche Favoritin der Band, und ,Dancing Queen’, ,Waterloo’ sowie ,Take a Chance on me’ sind meine Lieblingslieder von ABBA.“

Christoph Schauder, Landrat des Main-Tauber-Kreises: „Ich finde dieses Comeback klasse, denn ABBA gehören gemeinsam mit den Beatles und den Rolling Stones zu den erfolgreichsten Bands aller Zeiten. Sie haben mit ihren aufwendigen Produktionen die moderne Popmusik mitbegründet. Wir erleben einfach eine Rückkehr von Legenden.

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Das ist besonders bemerkenswert, weil die Mitglieder viele Jahre lang ein Comeback ausgeschlossen hatten. Umso erfreulicher ist es, dass Björn, Benny, Agnetha und Anni-Frid nun wieder gemeinsam ein neues Album aufgenommen haben, auf das ich sehr gespannt bin.

Es tut der Musikbranche gut, wenn solche Superstars wieder Musik machen und sicher für tolle Verkäufe und Downloadzahlen sorgen werden. Seit meinen Jugendtagen höre ich Songs von ABBA. Der einzigartige Sound ihrer Evergreens sorgt bis heute auf jeder Party für Stimmung.

Das ist einfach großartige Musik, die immer bleiben wird.

Die vier Bandmitglieder waren gemeinsam ein unschlagbares Quartett. Während Björn und Benny vor allem für die Kompositionen und Texte verantwortlich waren, trugen Agnetha und Anni-Frid als tolle Leadsängerinnen zum Erfolg bei. Mein absolutes Lieblingslied ist eindeutig ,Waterloo’, das Siegerlied des Grand Prix 1974, mit dem ABBA den internationalen Durchbruch schafften.“

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Dr. Achim Brötel, Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises: „Natürlich bin ich von der Nachricht über dieses Comeback wie wahrscheinlich alle zunächst einmal total überrascht gewesen.

Und ich räume gerne ein: Mein erster Gedanke war, dass den Vieren das Kleingeld ausgegangen ist und sie deshalb jetzt noch ein wenig tingeln. Das geschähe ABBA aber wirklich unrecht. Die können es vielmehr immer noch. Und wie!

ABBA – das war die Musik unserer Jugend. Mir hat ihre Musik schon immer sehr gefallen, auch weil sie so vielseitig ist. Die Gruppe hat damals absolut den Nerv der Zeit getroffen. Bei den Bandmitgliedern habe ich keinen Favoriten, sondern würde frei nach Berti Vogts sagen: ,Die Gruppe ist der Star’. Und es ist ja auch so: Erst alle zusammen waren und sind sie nämlich ABBA.

Ich mag eher die leiseren, dafür aber ungeheuer schönen und melodischen Nummern wie etwa „I Have a Dream“ oder „Thank You for the Music“. Einen absoluten Favoriten habe ich dabei aber nicht. Im Grunde gefällt mir schon immer in der Musik alles, was irgendwie gut gemacht ist.“

Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter bei Lauda: „Ich finde schon, dass diese fröhliche, melodische Musik heute noch Relevanz hat. Dass die Band im nächsten Jahr als virtuelle Avatare auftreten will, finde ich per se interessant und bin gespannt, wie das angenommen werden wird. Ein wenig erinnert mich das an Kraftwerk, die sich schon in den 70er Jahren von Robotern auf der Bühne vertreten ließen.

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Veröffentlicht
Von
sabix
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ABBA waren früher ziemlich genau das Gegenteil von dem, was ich cool fand. Ich war Fan der Neuen Deutschen Welle mit frühen Protagonisten wie Ideal, meiner damaligen Lieblingsband.

Der Schwedenpop war mir viel zu clean, zu seicht und entsprach einfach nicht meinem Lebensgefühl als Teenager. Optisch erfüllte Agnetha ziemlich genau das Klischee der hübschen Schwedin, während Anni-Frid eher eine Art Pippi Langstrumpf war. Und zugegeben: ,Super Trouper’ ist melodisch schon ’ne Wucht.“

Anette Schmidt, Bürgermeisterin von Tauberbischofsheim: „Ich finde dieses Comeback toll, ABBA-Musik ist einfach zeitlos. Ich habe ABBA schon immer gehört und nach wie vor sehr gerne. Der typische ABBA- Sound verbreitet einfach stets positive Stimmung, ich mag ihre Lieder fast alle. Das neue Lied ,I still have faith in you’ finde ich sehr schön.“

Heidrun Beck, Bürgermeisterin von Boxberg: „Auch wenn ich selbst die aktive Zeit von ABBA nicht erlebt habe, finde ich es gut, dass ABBA wieder Musik machen und ein neues Album aufgenommen haben. Spannend ist aber vor allem die Art der geplanten Konzerte. Durch diese virtuellen Konzerte könnten ABBA erneut die gesamte Musikwelt und folgende Generationen prägen.

Auch wenn ich mich nicht als Fan bezeichne, mag ich aber die Art der Musik und trällere die alten Hits gerne mit – am liebsten ,Mamma mia’.“

Benjamin Czernin, Bürgermeister von Ahorn: „Auch wenn ABBA bei meiner Geburt bereits seit über zehn Jahren getrennte Wege gingen, finde ich dieses Comeback gut. Bands wie Take That haben ja vorgemacht, dass das durchaus funktionieren kann. Allerdings gibt es auch einige Negativbeispiele. 40 Jahre sind zudem eine lange Zeit, und der Musikstil hat sich im Laufe der Jahrzehnte doch sehr verändert. Sofern es aber allen Beteiligten Freude bereitet und die Musik auch heute noch den Zeitgeist trifft, finde ich ein Comeback grundsätzlich nicht verkehrt.

Und Filme wie ,Mamma Mia’ und das gleichnamige Musical haben dazu beigetragen, dass meine Generation die Band und die Lieder kennt. Auch ich bin daher mit der Musik von ABBA aufgewachsen und kann nicht zuletzt durch das aus meiner Jugend bekannte Spiel ,Singstar’ das eine oder andere Lied mitsingen. Ich bin überzeugt, dass die Band es jedoch finanziell sicherlich nicht nötig hätte. Diese Rückkehr wurde daher gewiss reichlich überlegt, das Für und Wider abgewogen. Die neuen Songs überzeugen mich persönlich aber nicht. Einen Lieblings-ABBA-Song habe ich tatsächlich nicht. Dafür bin ich dann doch zu wenig Fan. Wenn ich die Songs aber so durchgehe, dann würde ich ,Knowing Me, Knowing You’ als meinen Favoriten bezeichnen.“

Ottmar Dürr, Bürgermeister von Werbach: „Ich finde dieses Comeback nach vier Jahrzehnten richtig toll. Die Höhepunkte in der Karriere von ABBA erinnern mich an meine Zeit bei der Bundeswehr zu Beginn der 80er Jahre. Die Lieder liefen im Radio rauf und runter. Mein Lieblingslied war ,Dancing Queen’, und Agnetha meine Band-Favoritin.“

Redaktion Im Einsatz für die Lokalausgabe Tauberbischofsheim

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