Überfall auf Discounter - Auftakt des Prozesses am Landgericht 30-Jähriger wegen Raubs angeklagt

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Mosbach/Tauberbischofsheim. Prozessauftakt zum Raubüberfall auf einen Tauberbischofsheimer Discounter im Dezember 2019: Die erste Große Strafkammer des Landgerichts Mosbach verhandelt am Montag, 25. Januar, und am Donnerstag, 4. Februar, jeweils ab 9 Uhr den Tatvorwurf des schweren Raubs in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung.

Kassiererin mit Pistole bedroht

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Die Anklage richtet sich gegen vier Männer (zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 25 und 27 Jahren, einen 30-jährigen rumänischen Staatsangehörigen und einen 29-jährigen türkischen Staatsangehörigen). Ihnen liegt zur Last, sie hätten am Abend des 16. Dezember 2019 entsprechend ihrem gemeinsam gefassten Plan einen Supermarkt in Tauberbischofsheim überfallen. Einer der Angeklagten habe der Kassiererin eine Pistole vorgehalten und sie gefesselt, wodurch sie schmerzhafte Hautverletzungen erlitten habe.

Die im Tresor befindlichen Einnahmen in Höhe von rund 57 000 Euro hätten zwei der Angeklagten teilweise unter Zuhilfenahme eines Staubsaugers entnommen. Die Planung und Ausführung des Überfalls sei arbeitsteilig erfolgt, wobei drei Angeklagte am Tatort agiert hätten und der vierte die Tat initiiert und geplant habe. Zwei der Angeklagten hätten den Tatort und die Abläufe im Supermarkt aufgrund eigener beruflicher Tätigkeit gekannt, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

In den genannten Terminen wird zunächst nur gegen den 30-jährigen rumänischen Staatsangehörigen verhandelt. Laut Anklage soll er der Kassiererin die Pistole vorgehalten und sie gefesselt haben sowie bei der Entnahme des Geldes aus dem Tresor mitgewirkt haben.

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Die Verhandlungstermine für die weiteren Angeklagten stehen noch nicht fest. Aus Gründen des Infektionsschutzes ist die Anzahl der Zuschauerplätze im Landgericht reduziert. Zuschauer und Medienvertreter im Saal müssen eine selbst mitgebrachte Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Verhandlung ist öffentlich anberaumt. Ein Ausschluss der Öffentlichkeit gemäß den gesetzlichen Regelungen ist möglich.