Covid-19 - Gesamtzahl der bisher Infizierten steigt auf 3130 / Wert der Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag bei 36,3 / Ein weiterer Todesfall 21 neue Corona-Fälle im Main-Tauber-Kreis bestätigt

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lra/Bild: dpa
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Main-Tauber-Kreis. Insgesamt 21 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion wurden am Donnerstag im Main-Tauber-Kreis bestätigt. „Die betroffenen Personen leben im Gebiet von neun Städten und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in mindestens 14 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. 20 der neu Infizierten befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für die Kontaktpersonen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst“, teilte das Landratsamt mit. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt damit 3130.

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Bei einem weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde die britische Variante des Coronavirus (B.1.1.7) durch nachträgliche Typisierung der Laborprobe festgestellt. Damit wurde nunmehr bei insgesamt 14 Fällen im Landkreis, eine Virusmutation nachgewiesen. Bei allen Fällen wurde durch das Gesundheitsamt die Quarantänezeit auf mindestens 14 Tage verlängert. Dies betrifft auch etwaige Kontaktpersonen und deren Haushaltsangehörige.

Das Gesundheitsamt hat am Donnerstag außerdem einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Dabei handelt es sich um eine Frau im Alter von unter 90 Jahren, die in einem Pflegeheim lebte. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 63 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben, davon 43 im Jahr 2021.

Neun weitere Personen genesen

Mittlerweile sind neun weitere und damit insgesamt 2925 Personen wieder genesen. Derzeit sind 142 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 5, Bad Mergentheim: 9 (+1), Boxberg: 7 (+4), Creglingen: 0, Freudenberg: 16 (+2), Großrinderfeld: 2, Grünsfeld: 0, Igersheim: 56, Königheim: 2, Külsheim: 0, Lauda-Königshofen: 6 (+2), Niederstetten: 6 (+4), Tauberbischofsheim: 3 (+1), Weikersheim: 3 (+1), Werbach: 1 (+1), Wertheim: 26 (+5) und Wittighausen: 0.

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Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag bei 36,3. Eine Woche zuvor, am 11. Februar, hatte er bei 63,4 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (11. bis 17. Februar) je 100 000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat eine Schwerpunktaktion der Gewerbeaufsicht zum Arbeiten im Homeoffice veranlasst, die am 15. Februar gestartet wurde. Anlass dafür sind die Vorgaben der Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes, die seit dem 27. Januar gelten. Der Fokus der Schwerpunktaktion ist auf Beratung und Information gerichtet.

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In den kommenden Wochen gehen die Arbeitsschutzbehörden – so auch die Gewerbeaufsicht im Landratsamt Main-Tauber-Kreis – auf Unternehmen zu, um gezielt bei der Umsetzung der Verordnung zu helfen und zu informieren. Es soll insbesondere aufgezeigt werden, welche Chancen und Möglichkeiten sich bieten, um dem Gesundheitsschutz durch Homeoffice noch besser Rechnung zu tragen. Dabei wird keine Brancheneinteilung vorgenommen und die Behörden entscheiden, welche Unternehmen kontaktiert werden. Sofern Zweifel an der Einhaltung der Corona-Arbeitsschutzverordnung bestehen, erfolgen in einem weiteren Schritt Besichtigungen in den Betrieben.

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Seit dem 27. Januar gilt die Sars-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung, wonach Arbeitgeber ihren Beschäftigten Homeoffice-Angebote machen müssen, wenn dem keine zwingenden betrieblichen Gründe entgegenstehen. Die Rechtsverordnung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales enthält auf Grundlage des Arbeitsschutzgesetzes konkrete Pflichten für die Arbeitgeber, um Homeoffice zu ermöglichen und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu gewähren. Die Verordnung ist bis zum 15. März befristet.

Das Land Baden-Württemberg führt die Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe als zusätzliches Existenzsicherungsprogramm fort. Die Stabilisierungshilfe II kann für einen bis zu dreimonatigen Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 31. März 2021 beantragt werden. Antragsberechtigt sind alle Unternehmen mit Hauptsitz in Baden-Württemberg, die wenigstens 30 Prozent ihres Gesamtumsatzes mit Tätigkeiten im Hotel- und Gaststättengewerbe erzielen. Die Förderung errechnet sich über die Beschäftigtenzahl im Unternehmen und wird bis zur vollen Höhe des Liquiditätsengpasses im beantragten Förderzeitraum gewährt.

Als neue Antragsvoraussetzung in der Stabilisierungshilfe II gilt, dass der Zuschuss aus der Stabilisierungshilfe II mindestens zehn Prozent über dem rechnerischen Zuschuss der Überbrückungshilfe III liegen muss. Anträge können voraussichtlich ab der kommenden Woche bis zum 28. April gestellt werden. Die Industrie- und Handelskammern im Land werden die Anträge annehmen. Die Prüfung sowie die Bewilligung und Auszahlung erfolgt über die L-Bank. lra/Bild: dpa

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