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DGB - Gerechtigkeit ist der Schlüssel zum sozialen Frieden

150 Personen kamen zur Maikundgebung auf den Tauberbischofsheimer Marktplatz

Von 
dgb
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Rund 150 Personen kamen am Sonntag zur Maikundgebung des DGB auf den Tauberbischofsheimer Marktplatz. © dgb

Tauberbischofsheim/Odenwald-Tauber. Martina Vollrath, Vorsitzende des DGB Kreisverbandes Main-Tauber-Kreis, eröffnete die Kundgebung zum 1. Mai zu derrund 150 Teilnehmende gekommen waren. Sie erinnerte an die aktuellen Krisen und das gute Fundament solidarischen Handelns gerade in Krisenzeiten.

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In ihrem Grußwort freute sich Annette Schmidt, die Bürgermeisterin , erneut die Maikundgebung in ihrer Stadt begrüßen zu dürfen. Sie empfinde dies als Ehre.

Jana Umscheid berichtete aus dem Blickwinkel einer jungen Frau darüber, was die letzten beiden Jahre an Verunsicherung brachten und über die Schwierigkeiten von Lieferproblemen und Coronaeinschränkungen. Vor allem auch die Zukunftsfragen im Hinblick auf die in der Folge des Ukrainekrieges steigenden Energiekosten wurden von ihr zur Sprache gebracht: „Energieintensive Betriebe“, so ihr Fazit, „leiden wie die Menschen auch unter diesen steigenden Energiekosten und den damit einhergehenden Unsicherheiten.“

Hauptrednerin der Maikundgebung war Silke Ortwein. © DGB

Ralf Latterner richtete in seinem Redebeitrag seinen Blick auf prekäre Arbeitsbedingungen. Diese zu bekämpfen ist ein wichtiges gewerkschaftliches Ziel. Aus der Perspektive eines aktiven Betriebsrates zählte er Handlungsoptionen und Handlungsnotwendigkeiten auf.

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Silke Ortwein, die DGB Regionsgeschäftsführerin der DGB Region Heilbronn-Franken, hielt in diesem Jahr eine kämpferische und lebendige Mairede. Der Ukrainekrieg, die Pandemie und ihre jeweiligen Folgen bestimmen derzeit vieles, dennoch ging Ortwein auch auf andere wichtige Themen ein: Steuergerechtigkeit, wichtige Zukunftsinvestitionen und eine stärkere Tarifbindung waren genauso Thema, wie die Benachteiligung von Frauen. In diesem Kontext hob sie vor allem die gewerkschaftliche Ablehnung der Anhebung der Minijobgrenze hervor, welche gravierende Folgen vor allem für die in entsprechenden Jobs eingesetzten Frauen habe.

„Eine Arbeitswelt 4.0. benötigt Bildung 4.0 und Ausbildung 4.0“, begann Ortwein die folgenden Ausführungen und kritisierte dabei auch die gesunkene Zahl an Ausbildungsplätzen. Positiv bewertete sie die im Koalitionsvertrag aufgenommene Ausbildungsgarantie.

Beim Thema Gesundheit legte Ortwein im Zusammenhang mit der fortschreitenden Privatisierung des Gesundheitswesens den Finger in die Wunde: „Sozialversicherungsbeiträge sind zur Finanzierung einer guten Versorgung und nicht zur Sicherung privater Renditen gedacht“. Ortwein betonte auch, dass der deutsche Sonderweg einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung ein Irrweg sei: „Besserverdienende und andere Gruppen mit oft geringem Krankheitsrisiko fehlen dem Solidarsystem, während private Versicherungsunternehmen mit diesen Gruppen zugleich Gewinne erzielen“. Ihre Sorge mit Blick auf die gegenwärtige Situation: „Äußere Sicherheit, innere Sicherheit und soziale Sicherheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es braucht alle drei um in Frieden, Freiheit, Würde und Wohlstand zu leben.“

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Von
Sabine Holroyd
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Für Ortwein ist der Ort, an welchem politisches Handeln wirksam und erfahrbar wird, die Kommune. Daher plädierte sie vehement an die Verantwortung von Bund und Land, für eine auskömmliche Finanzierung der Kommunen zu sorgen: „Die Lebensqualität in den Kommunen und ländlichen Räumen hängt nämlich davon ab, ob Kinderbetreuung, Einkaufmöglichkeiten, Ärzte Mobilitätsangebote, Arbeitsplätze und nicht zuletzt bezahlbare Wohnungen vorhanden sind.“ Am Ende warb Ortwein für ein entschiedenes Eintreten gegen Hass und rechtsextreme Tendenzen und machte deutlich, dass der Auftrag sich gegen rechtsextreme Tendenzen zu stellen ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag ist. „Wir alle müssen und uns dafür einsetzen, die Demokratie zu verteidigen“, so Ortwein. Weiter führte sie aus: „Wir müssen Worte wie Solidarität und Respekt im Alltag der Menschen mit Leben füllen.“

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Nach den Reden wurde an den gut besetzten Tischen bei Live-Musik („Breakaway Paradise“) noch über die aktuellen politischen Themen diskutiert, ganz im Sinne des 1. Mai als geschützten Feiertag, über den in der Landesverfassung unter Artikel 2 zu lesen ist: „Der 1. Mai ist gesetzlicher Feiertag. Er gilt dem Bekenntnis zu sozialer Gerechtigkeit, Frieden, Freiheit und Völkerverständigung.“ dgb

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