Arbeitskreis „Soziales Netzwerk“ - Spende von 3333 Euro an Klinge-Vorstand Christoph Klotz übergeben Ziel von 1000 Masken noch übertroffen

Von 
L.M.
Lesedauer: 
Der Arbeitskreis „Soziales Netzwerk“ überreichte eine Spende von über 3000 Euro an den Klinge-Vorstand Christoph Klotz. Das Geld wurde durch den Verkauf von Behelfsmasken eingenommen. © Liane Merkle

Seckach. Mit der Herstellung, Organisation und dem Vertrieb von über 1000 selbst hergestellten Gesichtsmasken wurde das ausgesprochene Ziel „1000 Masken für Seckach“ nicht nur erreicht, sondern übertroffen.

AdUnit urban-intext1

Durch diese beispielhafte Aktion konnte der stolze Spendenbetrag von 3333 Euro an den Klinge-Vorstand Christoph Klotz für das Kinder- und Jugenddorf Klinge übergeben werden. Bürgermeister Thomas Ludwig und Maxi-Monika Thürl als Initiatorin dieser, aus den Reihen der „Zeitbank-Mitglieder“ hervorgegangenen Bürgeraktion, waren vor Ort.

Keinen Profit im Sinn

Die fleißigen Näherinnen hatten bei der Herstellung der Gesichtsmasken nicht den direkten Verkauf und den damit kalkulierbaren Gewinn im Fokus, sondern eher die Verwirklichung des Grundgedanken „Bürger für Bürger“. Das betonte auch Bürgermeister Thomas Ludwig in seiner Laudation auf den Arbeitskreis „Soziales Netzwerk“. „Die Seckacher jammern nicht, sondern nehmen das Zepter selbst in die Hand.“

Da Masken erforderlich, aber eine Zeit lang nicht erhältlich waren, hatte man keinen Preis festgelegt und lieber um eine Spende für einen guten Zweck gebeten. Wie der Chronik von Maxi-Monika Thürl zu entnehmen war, begann die gesamte Aktion mit der Einführung der Maskenpflicht in Österreich und der fast zeitgleichen Maskenherstellung für Vereinsmitglieder durch „Zeitbank-Mitglied“ Helga Donneberg am 4. April dieses Jahres mit 50 selbst genähten Masken.

AdUnit urban-intext2

Durch private Kontakte konnte das benötigte Gummiband beschafft, die Aktion mit Bürgermeister Ludwig abgesprochen und die Seckacher Postfiliale für die Entgegennahme von Material- und Geldspenden gewonnen werden. Nach der Ausweitung des kostenlosen Maskenangebotes für „Zeitbank-Mitglieder“ auf alle Mitarbeiter des Sozialen Netzwerkes schlossen sich weitere Ehrenamtliche der Gesichtsmaskenproduktion an.

Es folgten die Anfertigung eines Plakates mit Hinweis auf die Maskenpflicht und das Maskenangebot, entsprechende Aushänge in den Gemeinden sowie der Kauf von schwarzer Stofffarbe um schwarze Masken herstellen zu können. Darauf folgte die Aufnahme der „Fließband-Produktion“ durch Thürl und Helga Donneberg.

AdUnit urban-intext3

Am 4. Mai lieferte Hildegard Klier ihre letzten 45 Masken in der Poststelle ab woraufhin es bereits am 11. Mai hieß: „Alle 1066 Gesichtsmasken abgesetzt“. Der Spendeneingang in Höhe von 2848 Euro wurden durch entsprechende Zuspenden von Maxi-Monika Thürl und Bürgermeister Ludwig auf 3333 Euro aufgerundet. Das restliche Gummiband wurde der Spendenkammer des Kinder- und Jugenddorfes Klinge zugeführt.

AdUnit urban-intext4

Wie mitgeteilt wurde, kann das Material von den Spendern dort wieder abgeholt oder von Jedermann erworben werden. Dr. Christoph Klotz: „Ich habe größten Respekt vor der Anzahl der Masken, die sie genäht haben, nachdem ich den Aufwand dafür bei meiner Frau und den Klinge-Nähgruppen miterlebt habe.“

Sein besonderer Dank für die schöne Idee galt bei der Spendenübergabe neben der Organisatorin Thürl besonders den fleißigen Näherinnen Helga Donneberg, Hildegard Klier, Ute Schmitt, Natalja Kraus, Edith Bundschuh und Elke Stromer sowie Andrea Wunsch als Mitarbeiterin des „Umschlagplatzes Postagentur“.

Denn die Beschaffung der notwendigen Hygieneartikel und Desinfektionsmittel für 280 Mitarbeiter im Kinderdorf hatte ein unbeschreibliches Loch in Budget gerissen.

Musik gab es auch

Zur besonderen Überraschung hatten der Musiker Thomas Ludwig und seine Frau Helga ihren Beitrag zum wöchentlichen Balkonkonzert des Musikvereins Seckach als Bereicherung und Rahmen der Spendenübergabe für die Anwesenden ins Klinge-Forum verlegt. L.M.