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Große Herausforderung - Tanks waren zwei Tage unterwegs / Kosten konnten um rund 30 Prozent reduziert werden

Umgebaute Gastanks dienen nun als Löschwasserbehälter

Von 
L.M.
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Das Bild zeigt das Entladen und in die Baugrube einheben eines Löschwassertanks. © Liane Merkle

Seckach. Wer Riesentanks – 28,5 Meter lang mit einem Durchmesser von 3,4 Metern und einem Gewicht von je 42 Tonnen – schweben sehen wollte, war am vergangenen Mittwoch im Waidachshof und in der Seckacher Schulstrasse genau richtig und kam vermutlich aus dem Staunen nicht mehr raus. Zumindest Bürgermeister Thomas Ludwig war absolut begeistert von Anlieferung und Einbau der beiden recycelten Löschwasserbehältern. Er erläuterte, der Gemeinderat habe im vergangenen Dezember beschlossen, die Löschwasserversorgung der Gemeinde in zwei Bauabschnitten zu verbessern. Der zweite Bauabschnitt werde diese dann in Großeicholzheim im Zuge des letzten Bauabschnitts der Wasserversorgungskonzeption durch den Bau einer zweiten Einspeisung im Bereich des Grabenwegs sicherstellen.

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Umweltschonendes Recycling

Bei diesem ersten Bauabschnitt setzte man für den Waidachshof und die Schulstrasse in Seckach auf umweltschonendes Recycling und ließ zwei gebrauchte Gastanks aus Stahl mit einem Gesamtvolumen von jeweils 250 Kubikmetern in Löschwassertanks umgebaut.

Die beiden Riesentanks wurden am 30. Juni mit zwei Schwertransporten in den frühen Morgenstunden mit Polizeibegleitung angeliefert. Wie der Bürgermeister weiter ausführte, waren die Tanks zwei Nächte von Salzgitter nach Seckach unterwegs. Für die letzten Kilometer von der Autobahnabfahrt Osterburken über Adelsheim, Oberschefflenz, Klein- und Großeicholzheim bis nach Seckach mussten einige Schilder entfernt werden.

Dies erledigte im Auftrag der Gemeinde Seckach die Straßenmeisterei Mosbach. Für das Abladen der beiden Tanks an ihren jeweiligen Bestimmungsorten war ein Großaufgebot an Fahrzeugen und Personal notwendig gewesen. Beteiligt waren neben einem 450 Tonnen Autokran der Firma Scholpp noch vier Begleit-Lkw mit den 110 Tonnen Ballastgewicht und Zubehör und die beiden rund 40 Meter langen Schwerlasttransporter der Spedition Bolk. Aber auch die Tiefbaufirma HLT Baugesellschaft aus Neckargerach, die im Vorfeld die beiden Baugruben erstellt und nach dem Regen der letzten Tage wieder gereinigt hatte, war beteiligt.

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Um 6 Uhr in der Früh startete der Aufbau des Autokranes im Waidachshof. Am frühen Nachmittag wurde in der Schulstraße mit dem Aufbau begonnen und um 17 Uhr war der zweite Tank in der dafür schon vor einigen Wochen vorbereiteten Baugrube versenkt.

„Was auf dem Bild so leicht schwebend aussieht, benötigte im Vorfeld einer Menge Planung und Koordination“, lobte der Bürgermeister. „Deshalb bedankt sich die Gemeinde bei allen vorgenannten Beteiligten für den reibungslosen Ablauf.“ Abschließend werden die beiden Baugruben wieder verfüllt, der überschüssige Aushub entsorgt und die Formteile für die Wasserentnahme und Belüftung der Löschwasserbehälter in Kürze eingebaut, so dass die beiden Behälter ab August 2021 einsatzbereit sind. Die Gemeinde Seckach rechnet durch den Einsatz der Recyclingtanks neben der Ressourceneinsparung auch mit einer finanziellen Ersparnis von rund 30 Prozent gegenüber dem Bau zweier konventioneller Löschwasserbehälter aus Stahlbeton. L.M.

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