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Jahreshauptversammlung des Vereins ZeitbankPlus - Ehrungen und Neuwahlen standen auf dem Programm

Thomas Ludwig: Nachbarschaftshilfe wird immer wichtiger

Von 
Liane Merkle
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Die zwei langjährigen Mitglieder Iris Bronner und Gerhard Knecht wurden verabschiedet. © Liane Merkle

Seckach. Auf der Terrasse des Dorfgemeinschaftshauses in Zimmern trafen sich die Mitglieder von ZeitbankPlus (ZB) Seckach nach zwei schwierigen Jahren zur Jahreshauptversammlung. Und die Anwesenden waren überrascht, was doch alles in der Pandemiezeit bewältigt worden war.

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Bevor Elfriede Kohler als langjährige Vorsitzende in die Tagesordnung einstieg, gab sie den Mitgliedern und denen, die es noch werden wollen, einen wichtigen Impuls: „Der Angst vor einer Zukunft, die wir befürchten, können wir nur begegnen, durch die Gestaltung einer Zukunft, wie wir sie uns wünschen.“ Vom „Großen Ganzen“ gab sie bekannt, dass durch die Neugründung von zwei ZB-Vereinen im Berichtszeitraum nun in Deutschland 16 ZB-Vereine mit insgesamt fast 600 Mitgliedern wirken.

41 Mitglieder

Der mittlerweile seit zwölf Jahren bestehende Seckacher Verein könne derzeit auf 41 Mitglieder stolz sein. Und obwohl der Stundentausch in den letzten zwei Jahren nur eingeschränkt möglich war, waren doch im Jahr 2020 30 Mitglieder an 174 getauschten Stunden und 2021 immerhin 19 Mitglieder an 107 getauschten Stunden beteiligt. Damit hätten sich die Mitglieder bis Ende 2021 mit insgesamt 1715 Stunden gegenseitig unterstützt.

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Auch sei es im Berichtszeitraum gelungen von 24 geplanten immerhin zwölf Treffen im Freien mit durchschnittlich elf Teilnehmern zu organisieren. Die stellvertretende Vorsitzende und Schriftführerin Iris Bronner ergänzte den Bericht, indem sie die vier Treffen des Vorstands und einige in engster Vorstandschaft mit kreativen Überlegungen, wie man den Kontakt zu den Mitgliedern halten könne, beschrieb. Unter anderem habe man den Mitgliedern kleine Aufmerksamkeiten vorbeigebracht. Bedauerlicherweise musste auch das große Netzwerktreffen in Seckach ausfallen.

Über einen zufriedenstellenden Kassenstand berichtete Schatzmeister Gerhard Knecht, dem die Kassenprüfer Carmen Reichel und Kurt Weber eine tadellose Kassenführung bescheinigten. Entsprechend einstimmig fiel die Entlastung auf Antrag von Bürgermeister Thomas Ludwig seitens der Mitglieder aus. Die Neuwahlen brachten unter Wahlleitung von Bürgermeister Ludwig folgendes einstimmiges Ergebnis: Vorsitzende bleibt Elfriede Kohler, Stellvertreterin ist Irene Palmer, Schriftführerin wird Marianne Ballarin, Kassenwart wird Arthur Palmer, zur Beisitzerin wurde Karin Holzschuh gewählt und Kassenprüfer sind Carmen Reichel und Kurt Weber.

Mit einem Dank an alle, die sich in der Zeitbankplus so aktiv einbringen, leitete Elfriede Kohler zur Verabschiedung von Iris Bronner und Gerhard Knecht über, die nicht mehr zur Wahl gestanden hatten. Iris Bronner sei von Anfang an mit treibende Kraft und Motor gewesen und habe Vereins- und Rechtskenntnisse eingebracht, die ihr selbst in diesen zwölf Jahren harmonischster Zusammenarbeit sehr geholfen hätten. Gerhard Knecht habe das Amt des Kassiers acht Jahre zuverlässigst begleitet und sei auch in pragmatischen Dingen immer der „Mann für alle Fälle gewesen“.

Beide werden auch weiter als Mitglieder aktiv sein, worüber Elfriede Kohler zutiefst erleichtert war. Gerhard Knecht wurde außerdem für seine 10-jährige Mitgliedschaft gewürdigt.

In seinem Grußwort hob der Bürgermeister hervor, dass diese organisierte Nachbarschaftshilfe, die der Verein Zeitbankplus anbiete, in Zukunft immer wichtiger werde und dass sein Slogan, „jeder kann irgendwas“ perfekt und zutreffend sei. Weiter müsse sich niemand schämen, der Hilfe brauche, denn ganz sicher kann sich jeder mit irgendetwas revanchieren. Zweifellos habe die Pandemie tief in die gesellschaftlichen Strukturen eingegriffen, umso erstaunlicher seien die Tauschstundenzahlen, auch als Beleg, dass der Verein und Seckach auf einem guten Weg seien. L.M.

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