„Yellow Rabbits“ - Mitglieder blickten auf schwieriges Jahr zurück / Neuer Übungsraum wird gefunden, wenn die Nachfrage da ist Tänzer gingen zu größeren Clubs

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L.M.
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Großeicholzheim. Die „Yellow Rabbits“ aus Seckach sind durch den Verlust ihres Probenraums im Seckacher Sportheim und dem bereits nach der Ankündigung prompten Austritt von sieben Mitgliedern nicht mehr tanzfähig. Mit dieser traurigen und erschreckenden Nachricht wartete die Präsidentin des seit 24 Jahren bestehenden Clubs im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Gasthaus „Zum Löwen“ auf. Sie ergänzte, dass die Werbeeffekte durch die Teilnahmen am Seckacher Ferienprogramm und an den Straßenfesten im Hinblick auf neue Mitglieder geradezu nutzlos verpufft seien.

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Zusammen mit Bürgermeister Thomas Ludwig hatten sich immerhin neun der derzeit noch verbleibenden zehn Mitglieder zu dieser Versammlung eingefunden.

Wie die Präsidentin weiter ausführte, sei es bis Mai im vergangenen Vereinsjahr noch relativ gut gelaufen, aber von da an steil bergab gegangen. Einige Mitglieder konnten wegen Krankheit nicht zu den Übungsabenden kommen. Und dann sei auch noch mitgeteilt worden, dass das Sportheim verpachtet – und man dadurch keinen Tanzraum mehr haben werde.

Da man keinen adäquaten Ersatz finden und dadurch auch keine Übungsabende abhalten konnte, kündigten einige Tänzer ihre Mitgliedschaft und wandten sich größeren Vereinen zu. Eine Entscheidung, ob man den Club auflösen oder in einen sogenannten „Travel-Club“ mit monatlichen offenen Clubabenden umwandeln sollte, wurde vertagt.

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Helga Mehlhase dankte in ihrem Rechenschaftsbericht den verbliebenen Mitgliedern für ihre Treue zu den „Gelben Hasen“, den Vorstandsmitgliedern für ihre zuverlässige Arbeit und besonders Caller Jörg Mehlhase für sein unermüdliches Engagement. Mit den Vereinen und Gruppierungen sowie mit den Gemeinde- und Ortschaftsgremien mit Bürgermeister Ludwig an der Spitze habe man stets ein harmonisches Miteinander pflegen können.

Auf die Inhalte der Aktivitäten ging Schriftführerin Rosi Altmann ein. Sie erinnerte an den Ausfall des geplanten Ausfluges im September und an die fröhliche Weihnachtsfeier in geselliger Runde.

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Über einen zufriedenstellenden Kassenstand berichtete Hermann Altmann. Maxi-Monika Thürl und Monika Karl bescheinigten eine wie immer korrekte und übersichtliche Buch- und Kassenführung.

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Zur Situation des Clubs meinte Thürl, dass diese Rückwärtsentwicklung ein Spiegel der Gesellschaft und die anfängliche Amerika-Begeisterung nicht mehr so gegeben seien – und wie Helga Mehlhase ergänzte, ein großes Nord-Süd-Gefälle in Sachen Tanzbegeisterung insbesondere bei der Jugend zum Tragen komme. Jörg Mehlhase berichtete in seiner Funktion als Caller, dass er aufgrund der Vorfälle leider nur ein halbes Jahr die Möglichkeit hatte, die Tänzer zu fordern und erläuterte die vom Verband geänderten Positionierungen diverser Tanzfiguren in den verschiedenen Classes.

Die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig. Im Hinblick auf die Entscheidung über den Fortbestand der „Yellow Rabbits“ in Seckach empfahl Bürgermeister Ludwig, den Verein auf jeden Fall am Leben zu erhalten und sich weiterhin zu treffen.

Der Verein habe auch als Werbeträger der Gemeinde in der Vergangenheit regional und vor allem überregional Erstaunliches geleistet. „Wir finden einen Übungs- und Tanzraum für euch, wenn ihr wieder tanzfähig seid.“ L.M.