Seckachtalschule

„Schule mit Biss“ fördert Lesefertigkeiten

Projektteam zeigt großes Engagement. Schrittweite Fortschritte bei den Schülern im Lesen zu erkennen

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Seckach. Seit geraumer Zeit darf sich die Seckachtalschule als „Schule mit Biss“ bezeichnen. „Biss“ ist eine gemeinsame Initiative von Bund und Ländern, um die Sprachförderung, Sprachdiagnostik und die Leseförderung in Kindertageseinrichtungen und Schulen weiter zu verbessern.

Mit der Kick-off-Veranstaltung im Februar 2021 fiel der Startschuss für die „Biss“-Projektschulen in den Regionalstellen Mannheim und Stuttgart. „Biss“ ist unter anderem Teil des Programms „Starke Basis! Deutsch und Mathe besser verstehen“, das vom Kultusministerium Baden-Württemberg und dem Zentrum für Schulqualität ins Leben gerufen wurde.

Die Seckachtalschule bewarb sich nach gemeinsamer Entscheidung in der Gesamtlehrerkonferenz für die Teilnahme und wurde als Projektschule mit zwei weiteren Schulen im Neckar-Odenwald-Kreis ausgewählt und zugelassen.

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mrz
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Seitdem verfolgt die Grundschule im Rahmen der landesweiten Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz das Ziel, die Basiskompetenz des Lesens ihrer Schüler zu stärken.

Im Mittelpunkt steht für alle Klassenlehrer seitdem die Förderung der Lesefertigkeiten (Lesetechnik und Leseflüssigkeit) sowie der Lesefähigkeiten (Leseverstehen, Lesestrategien).

„Auf Basis eines einheitlichen und systematischen Lesecurriculums, das maßgeschneidert auf die zahlreichen Möglichkeiten an der Seckachtalschule ausgearbeitet wurde, setzen wir als ’Biss’-Grundschule Schritt für Schritt vorgegebene Meilensteine und lernförderliche Elemente im Leseunterricht um“, so Rektorin Hampe.

Hierfür erforderte es großes Engagement durch das Projektteam, das sowohl an zahlreichen wissenschaftlich begleiteten Online-Fortbildungsmaßnahmen teilnahm, als auch umfangreiche Materialien sichtete und auswählte. Nicht nur Lehrmittel für den Einsatz im Unterricht, sondern auch zur Erhebung der Lesekompetenzstufen bei den Schülern wurden angeschafft. Regelmäßige Lesediagnosen geben den Lehrkräften Daniela Weber, Ralf Kurasch, Petra Veith und Sigrid Bischoff Rückmeldung über den Lesekompetenzstand ihrer Schüler. Sie dienen der Orientierung sowie der begleitenden Zielsetzung bei jedem einzelnen Kind und werden nicht bewertet. Fest verankerte Lesebänder im Stundenplan, unterschiedliche Vielleseverfahren und der Einsatz von verbindlichen Lesestrategien, aber auch kleine Impulse mit viel Wirkung im Alltag, unterstützen den schulischen Fortgang.

Schon jetzt ist die Schule stolz darauf, schrittweisen Fortschritt bei den Schülern im Lesen zu erkennen. Die Motivation im Zugang zu Büchern ist gestiegen und das Lesen bereitet mehr Schülern Freude. In allen Klassen freuen sich die Kinder auf fest verankerte Lesezeiten, in denen auch in Lesetandems geübt wird. Die erlernten Methoden helfen auch im Umgang mit den aus der Ukraine geflüchteten Kindern. Die schuleigene Bibliothek, betreut und organisiert von Jugendbegleiterin Annette Mackert, der Besuch von Vorlesepaten erst kürzlich in der Adventszeit durch Bürgermeister Ludwig und Hannelore Brand, Aktionen der Stiftung Lesen „Ich schenk dir eine Geschichte“, Aktionen durch die Bürgerstiftung Mosbach unter anderem mit dem Besuch des Lesebärs, aber auch die Veranstaltung von Lesenächten in den einzelnen Klassenstufen runden die Lesekonzeption an der Seckachtalschule ab.

Für die regelmäßige Ausstattung der Bücherei sorgt der Förderverein der Seckachtalschule. Im Schuljahr 2022/23 nehmen nun insgesamt 406 Grundschulen in Baden-Württemberg teil, die in zwölf Verbünden organisiert sind, wissenschaftlich durch das „Biss“-Transfer-Forschungsnetzwerk begleitet und unterstützt werden.

„Zukünftig soll die Leseförderung und die Erhebung der Lesekompetenz auch digital erfolgen“, so Claudia Hampe. Auf dem Gebiet der Digitalisierung entwickelt sich in Zusammenarbeit mit dem Schulträger und dem Kreismedienzentrum Buchen nach der Freigabe des entwickelten Medienentwicklungsplans zudem Einiges.

Man ist großer Hoffnung, dass der Zeitplan der Installation der bereits erfolgten Teillieferung der Medienausstattung bis März 2023 abgeschlossen ist und die praktische Umsetzung mit 56 iPads, großen Bildschirmen, Apple-TVs, neuen Computern in WLAN-Umgebung dann starten kann. Ein sechsstelliger Betrag wird dafür in die Seckachtalschule investiert.

Die Lehrkräfte befinden sich diesbezüglich auf kollegiumsinterner Fortbildung beim Calleo Institut, einem Fortbildungsinstitut für Schulleiter und Lehrkräfte. „Für die 56 iPads fehlten uns noch die entsprechenden Hüllen“, erklärt Claudia Hampe. Hier unterstütze kurzer Hand die Firma Baumgart aus Seckach. Werner Baumgart, Chef der gleichnamigen Firma, zögerte nicht lange und spendete der Schule die iPad-Hüllen im Wert von 680 Euro.