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An diesem Donnerstag - Helmut und Hildegard Imbrich feiern in Seckach ihre diamantene Hochzeit

Rückblick auf 60 Ehejahre

Von 
L.M.
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Am Donnerstag feiern Hildegard und Helmut Imbrich in Seckach das Fest der diamantenen Hochzeit. © Liane Merkle

Seckach. Helmut und Hildegard Imbrich, geborene Hügel, feiern an diesem Donnerstag in Seckach das Fest der diamantenen Hochzeit. Seit ihrer frühesten Jugend eng mit den Begriffen Arbeit, Treue und Ehrlichkeit verbunden, wandelten die vergangenen 60 Ehejahre das Jubelpaar von einem anfänglichen Rohdiamanten zu einem wertvollen Juwel.

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Geboren wurden die Beiden in den unruhigen Jahren vor und während des zweiten Weltkrieges in Siebenbürgen/Sachsen. Beide Väter wurden nach dem verlorenen Krieg nach Russland zu Wiederaufbauarbeiten deportiert.

Helmut Imbrichs Vater überlebte die Strapazen und sah seine Familie nach fünf harten und entbehrungsreichen Jahren wieder. Hildegards Vater starb bereits im zweiten Jahr der Deportation an den Folgen des Nahrungsmangels in der Ukraine. Er hinterließ seine Witwe und sechs Kinder. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz nahmen Helmut und Hildegard Imbrich nicht nur ihr Schicksal an, sondern genossen den Zusammenhalt, der die Siebenbürger Sachsen ebenso ausmachte wie ihre schönen Bräuche.

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Die jungen Eheleute waren fleißig, sie hielten zusammen, hatten ein kleines Haus und freuten sich an ihren vier Kindern, die noch heute von ihrer finanziell armen, aber emotional reichen und wunderschönen Kindheit in Siebenbürgen schwärmen.

1990 wanderte die Familie nach Deutschland aus, dennoch ist ihnen die alte Heimat noch wichtig. Und darum sammeln sie zusammen mit ihrer Heimatgesellschaft für den Erhalt der Kirchenburg aus Taterloch.

In ihrer bescheidenen Art erzählen die Jubilare, dass ihnen hier nie Ausgrenzung oder Intoleranz begegnet seien. Sie hätten schnell und tief Wurzel geschlagen, sich gefreut, dass alle Kinder beruflich Erfolg und bald auch eigene Häuser hatten.

Die ersten 14 Jahre in Deutschland verbrachten Hildegard und Helmut Imbrich in Magstadt mit zwei ihrer Kinder in der Nähe. Beide sind praktisch veranlagt und als „Allrounder“ aufgewachsen. Entsprechend positiv wurde ihre Arbeitskraft aufgenommen.

Und als sie in Rente gingen, erfüllten sie sich mit einem kleinen Häuschen am Waldrand von Seckach einen großen Traum. Nun haben sie ihre anderen beiden Kinder in der Nähe und können ihnen bei Bedarf zur Hand gehen.

„Rückblickend waren die 60 Jahre sicher nicht immer leicht. Vier Kinder, das Haus, ein Weinberg und Tiere“, doch mit gegenseitiger Toleranz und Geduld sei es durchaus möglich, dem Eheversprechen „in guten wie in schlechten Tagen“ gerecht zu werden.

Den Glückwünschen zum Jubelfest von vier Kindern und ihren Partnern, sechs Enkelkindern, einem Urenkel, zahlreichen Freunden und Verwandten sowie Bürgermeister Thomas Ludwig schließen sich die Fränkischen Nachrichten gerne an. L.M.

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