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Förderkreis „Leben braucht Wasser“

In Peru sehr viel bewegt

Mitglieder erhalten einen Einblick in die Aktivitäten

Von 
L.M.
Lesedauer: 
Der Wasserkiosk (Wasseraufbereitungsanlage) in Peru steht endlich und die Dorfbewohner feierten ihn. © Förderkreis

Seckach. Im Klinge-Tagungshaus St. Raphael trafen sich Mitglieder und Sponsoren des Förderkreises „Leben braucht Wasser“, um zum einen Rückblick auf die Aktivitäten der letzten gut drei Jahre zu halten und sich zum anderen über die konzeptionelle Weiterentwicklung der Organisation im Sinne der Nachhaltigkeit zu unterhalten. Ein Punkt, der geklärt werden sollte, da der Vorstand nicht jünger wird und den Ärmsten von Peru auch über dessen Aktivenzeit hinaus geholfen werden sollte.

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Zunächst berichtete Vorsitzender Bernhard Heilig über die örtlichen Fundraising-Aktionen und die Projektentwicklungen in einer Zeit, in der er zunächst nicht nach Peru reisen und dann über ein halbes Jahr nicht mehr nach Hause kam. Die Zeit der Pandemie habe dafür viel in Sachen Kreativität bewirkt. Doch zunächst galt es, genügend Geld zusammenzubringen mit Spendenlosverkäufen auf Weihnachtsmärkten in Großeicholzheim, Adelsheim, Gerichtstetten, Seckach sowie bei Firmenfeiern, beim Seckacher Straßenfest oder durch Pfandbonsammelaktionen.

Neu hinzugekommen sei die Aktion „Spenden statt Schenken“. Und dann kümmerte sich der Förderkreis um die Beschaffung einer Bohrmaschine, einer Bohrausrüstung, eines Transportwagens und einer Transporteinheit zum Transportieren der Bohrrohre.

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Des Weiteren entwickelte Bernhard Heilig mit einem Projektteam einen Wasserkiosk mit einer Wasseraufbereitungsanlage für ein ganzes Dorf, für das man zwar erfolgreich nach Wasser gebohrt hatte, das aber ohne Aufbereitung nicht genießbar war.

Revisionsbesuch

Nachdem Bernhard Heilig endlich in Peru angekommen war, machte er zunächst einen Revisionsbesuch bei 28 Wash-Einheiten, wobei es einige Reparaturen und auch neue Erkenntnisse gab. Zu seinem Geburtstag hatte sich der Vorsitzende des Förderkreises „Leben braucht Wasser“ Geldspenden gewünscht, damit eine Familie endlich Betten bekommt. Es kam genügend Geld zusammen, dass man um die Betten herum sogar ein kleines Haus mauete.

Bevor die Wasseraufbereitungsanlage samt aller Präsente für Kinder, die Trockentrenntoiletten und diverse Wasserkanister vom Zoll freigegeben wurden, ließ Heilig mit seinem Vor-Ort-Team noch sechs Photovoltaik-Wasserpumpen und zwei Holzsparöfen installieren und testen. Dann verteilte er diverse Trockentrenntoiletten samt dazugehöriger Hygieneschulungen. Und endlich war der langwierige Aufbau der großen Wasseraufbereitungsanlage an der Reihe, der vom Dorf mit einer großen Party gefeiert wurde.

Damit kam Bernhard Heilig zum Bericht seiner Kassenwartin Gabriele Ehret, der die Prüferinnen Christa Parstorfer und Roswitha Aumüller eine einwandfreie und akribische Kassenführung bescheinigten. Auf Antrag von Bürgermeister Thomas Ludwig fiel die Entlastung seitens der Mitglieder für Kasse und Vorstand einstimmig aus.

Ludwig lobte den rührigen Verein mit seinem unermüdlichen Vorsitzenden, der in seinen Projekten eine rasante Entwicklung durchlaufen habe. Weiter gab er seiner Bewunderung Ausdruck für die Geduld der Verantwortlichen bezüglich der schwierigen Verhältnisse beim peruanischen Zoll und bei den mühseligen Hygiene-Schulungen der Ärmsten und Ungebildetsten dieses Landes.

In seinem Ausblick informierte Heilig über den geplanten Projekteinsatz in Peru, weiter wolle man Fertigungspartner für Holzsparöfen gewinnen, zur Vereinfachung von Reparaturen vor Ort Videos zur Wasseraufbereitungsanlage erstellen und für einfachere Hygiene-Erläuterungen Videos über Trockentrenntoiletten erstellen.

Die Aktion „Spenden statt Schenken“ soll ausgebaut, diverse Förderanträge nachgehakt, die Pfandbonsammelaktionen weiter ausgebaut und Spendenlosaktionen durchgeführt werden.

Besonders wichtig war Bernhard Heilig die Weiterentwicklung und die Verbesserung der Kommunikation innerhalb des Förderkreises „Leben braucht Wasser“ durch Informations- sowie Orientierungstreffen und die Konzeptionelle Weiterentwicklung der Organisation im Sinne der Nachhaltigkeit und in Vorbereitung der JHV 2022 mit Neuwahl des Vorstandes im Januar 2023. L.M.

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