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Am 1. Januar in Seckach - Bundesverdienstkreuzträgerin Maxi-Monika Thürl feiert ihren 80. Geburtstag

Engagiert für ein respektvolles Zusammenleben

Von 
L.M.
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Seckach. In der Flüchtlingsbetreuung und dem sozialen Engagement noch stärker verbunden, engagiert sich Maxi-Monika Thürl mehr denn je für ein gemeinsames, friedvolles und respektvolles Zusammenleben in der örtlichen Gemeinschaft. Am Samstag, 1. Januar, feiert die Bundesverdienstkreuzträgerin ihren 80. Geburtstag.

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Sicherlich half ihr ehemaliger Beruf als Lehrerin bei der Motivation für ihre Tätigkeiten in der Ehrenamtsarbeit, aber der Mensch und die Lösungen von Problemen bestimmten den bisherigen Lebensweg der Jubilarin.

Maxi-Monika Thürl feiert an diesem Samstag ihren 80. Geburtstag. © Merkle

Am Anfang hatte man zusammen mit dem Arbeitskreis soziales Netzwerk in Seckach, Bürgermeister Thomas Ludwig und weiteren Unterstützern mittels Informations-Veranstaltungen die Bürger mitgenommen und die Flüchtlinge nicht nur in Deutsch unterrichtet, sondern auch in bestimmte Ehrenämter einbezogen und so bei den Seckachern bekannt und beliebt gemacht.

Einer dieser ganz fleißigen und Heimatsuchenden war der Afghane Yaqoob, der unbedingt auch auf dem Bau sein Geld verdienen wollte und bei Huth-Haus Seckach nach einigen Irrwegen eine Anstellung fand, die beide Seiten noch heute zufriedenstellt. Nach ihrem 75. Geburtstag hat sie den jungen Mann mit Einverständnis ihrer Kinder sogar adoptiert, damit er bei der Härtefallentscheidung bessere Chancen hat.

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2017 erhielt sie den Ehrenamtspreis des Rotary Clubs Mosbach/Buchen. 2019 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Nachdem sie Hilfe für ihren großen Garten gesucht hatte und diese gute Hilfe privat nicht bezahlen durfte, gründete sie kurzerhand die Firma „Gartenhilfe für Senioren“ mit heute bereits acht Mini-Jobern, darunter vier Deutsche, ein Afghane, ein Iraker, ein Rumäne und ein Syrer, die gute Arbeit verrichten würden und bei vielen Senioren im Ort gern gesehen sind.

Seit 2008 genießt sie einmal wöchentlich ihre Fahrt zur ehrenamtlichen Arbeit bei der Stiftung Kulturwerk Schlesien, die ihr nicht nur einen liebenswerten Freundeskreis, sondern auch einen Jungbrunnen bietet. Sie fungiert dort nicht nur in Recherchen, sondern auch als Kassenprüferin und als Mitglied des Vereins der Förderer der Stiftung als Geburtstagsgratulantin für die 120 Mitglieder.

Während ihrer gesamten Lehrerinnentätigkeit wie auch in den 37 Jahren als Rektorin der Grundschule Großeicholzheim hat sie sich bis weit über die Gemeindegrenzen hinaus einen bleibend guten Ruf als Pädagogin und Mensch erworben. Denn sie hat nicht nur mit klarem Stil das Leben „ihrer“ Schule geprägt, sondern wurde besonders wegen ihres menschlichen Umgangs mit den Schülern, dem Lehrerkollegium und den Mitbürgern geschätzt.

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Geboren wurde sie am 1. Januar 1942 in Liegnitz als drittes Kind des Kaufmanns Max Wuttke und dessen Ehefrau Erika.

Schon drei Jahre später wurde die Familie vertrieben. Zunächst baute Vater Wuttke in Coswig (Sachsen) seine Firma neu auf, siedelt aber aufgrund der zunehmenden Repressalien 1948 mit den Seinen nach Niedersachsen um, und schließlich 1952 nach Karlsruhe.

Tochter Maxi-Monika legte 1962 am dortigen Fichte-Gymnasium ihre Reifeprüfung ab und nahm das Studium an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe auf. Nach der ersten Dienstprüfung für das Lehramt an Volksschulen verschlug es sie nach Sindolsheim als Klassenlehrerin für vier Jahrgänge mit 53 Kindern. 1966 heiratete sie Rudolf Thürl und wurde stolze Mutter von zwei Kindern.

Die Jubilarin wurde nach Altheim und Heidersbach versetzt bis zur zweiten Dienstprüfung 1968. Bereits ein Jahr später folgte die Ernennung zur Hauptlehrerin an Volksschulen, die Verbeamtung auf Lebenszeit und ihr Einsatz als Schulleiterin der Grundschule Großeicholzheim. 1989 wurde ihr der Titel Rektorin verliehen und von 1987 bis 1997 war sie Fachberaterin für Heimat- und Sachunterricht.

Ihre Mitgliedschaften im Frauen- und Kinderschutzhaus, im DRK Buchen, beim VdK Seckach, der Zeitbankplus Seckach, in den Fördervereinen für Grundschule Großeicholzheim sowie Hallenbad und Schule Seckach, Musikverein Seckach und Zoologische Gesellschaft Frankfurt sprechen für sich.

Und als Maxi-Monika Thürl im August 2006 den so genannten Ruhestand antrat, war sie bereits 25 Jahre als Mitglied und Mitarbeiterin im heutigen NABU Seckach- und Schefflenztal aktiv, Gründungsmitglied des 1995 gegründeten „Yellow Rabbits Square Dance Club Seckach“, von 1997 bis 2008 Kirchengemeinderätin der evangelischen Kirchengemeinde Bödigheim-Seckach mit den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen und von 1998 bis 2013 Chorsängerin der Bezirkskantorei Adelsheim-Boxberg gewesen.

Doch mit Eintritt des „Rentenalters“ gab Maxi-Monika Thürl ehrenamtlich „Vollgas“ - als Übungsleiterhelferin bei der Senioren-Wassergymnastik Seckach (DRK Buchen), als Mitarbeiterin der Stiftung Kulturwerk Schlesien in Würzburg und beim Verein „Großeicholzheim und seine Geschichte“ sowie im Seckacher Arbeitskreis „Soziales Netzwerk“. Hier engagiert sich die Jubilarin im örtlichen Fahrdienst, bei der Abteilung „Bus&Bahn“ sowie in der Sparte „Ämterhilfe“ und als Moderatorin.

Den sicherlich zahlreichen Glückwünschen zum 80. Geburtstag schließen sich die FN gerne an und wünschen weiterhin Gesundheit und Tatendrang. L.M.

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