AdUnit Billboard
Gemeinderat Seckach

Den Wert von Blutspenden betont

In der Sitzung wurden eifrige Spender geehrt. Hochwasserschutz war ein Thema

Von 
L.M.
Lesedauer: 
In der Gemeinderatssitzung wurden Blutspender geehrt. © Liane Merkle

Seckach. Erstmals seit Januar 2020 fanden im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung wieder Blutspenderehrungen statt. Bürgermeister Thomas Ludwig hob bei der Sitzung in der Seckachtalhalle hervor, wie wichtig gerade in Pandemiezeiten diese wertvollen Spenden sind. Er erläuterte die Anwesenheit von Winfried Heltewig als langjährigen Repräsentanten des Seckacher DRK-Ortsvereins und Günter Albrecht als Vorsitzenden des Osterburkener Ortsvereins, die kürzlich fusioniert hätten, indem Seckach nun eine Abteilung von Osterburken ist, und gemäß der 1965 proklamierten Grundsätze des Roten Kreuzes in vielfältigen Einsätzen zum Wohle der Gemeinschaft Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität bewiesen hätten und auch künftig beweisen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Zusammen mit den beiden Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes überreichte er als Dank und Anerkennung für zahlreiche freiwillige und unentgeltliche Blutspenden Ehrennadeln, Urkunden und ein Weinpräsent an Carolin Mayer, Kimberly Metz und Edeltraud Schleier für zehnmaliges Spenden sowie Axel Rother für 25 Blutspenden.

Für beachtliche 75 Blutspenden wurden Hildegard Klier und Rainer Hohmann geehrt, für unglaubliche 100 Blutspenden Stefan Henn, dessen beachtliche Leistung von Martin Schmitt mit 125 Blutspenden noch getoppt worden war.

Mehr zum Thema

Soziales Engagement

Stadt und DRK ehren 17 Blutspender

Veröffentlicht
Von
mb
Mehr erfahren
Haushaltsabschluss 2021

Schwarze Null übertroffen

Veröffentlicht
Mehr erfahren
Im Kreis

Folgen der Hitzewelle

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Dank sagte der Bürgermeister auch an alle Ehrenamtlichen im DRK-Ortsverein Seckach für die Durchführung der Blutspendetermine, zu denen im Pandemiejahr 2021 299 Frauen und Männer in die Seckachtalhalle gekommen waren.

Bereits seit den Jahrhunderthochwassern 1993 und 1995 befasst sich die Gemeinde mit dem Hochwasserschutz für die Ortsteile Seckach und Zimmern. Nach der Gründung des Zweckverbandes „Hochwasserschutz Einzugsbereich Seckach/Kirnau“ 1997 wurden zunächst die überörtlich wirkenden Hochwasserrückhaltebecken und danach die örtlichen Schutzmaßnahmen gebaut.

Alle örtlichen Hochwasserschutzmaßnahmen wurden im Oktober 2014 offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die Nachkontrolle vor Ablauf der Gewährleistung im Dezember 2018 ergab keine Mängel, aber bei einer Begehung im Mai 2020 wurden im Bereich des Hochwasserdammes in der Industriestraße das erste Mal kleinere Setzungen und Risse im Erdreich festgestellt.

Da sich die Risse und Setzungen weiter vergrößerten, wurden vom Zweckverband im September 2021 Vermessungsleistungen durchgeführt, welche die Bewegungen des Hochwasserschutzdammes aufzeigen und dokumentierten sollen. Der Gemeinderat nahm den Sachstandsbericht von Jörg Kettemann als technischem Leiter des Zweckverbands „Hochwasserschutz Einzugsbereich Seckach/Kirnau“ zum Schaden am Hochwasserschutzdamm, der sich um 40 bis 60 Zentimeter gesetzt hatte, zur Kenntnis und beauftragte das Ingenieur-Büro Sack & Partner aus Adelsheim mit Unterstützung des Ingenieur-Büros Wald + Corbe mit entsprechenden Planungen unter Einbeziehung des in diesem Bereich verlaufenden Abwasserkanals. Zwei Schürfungen waren bereits durchgeführt und müssen noch ausgewertet werden. Der bisherige Kostenstand lieht bei rund 67 000 Euro.

Weiter beschloss das Gemeindegremium in der Seckachtalhalle nach Erläuterungen der stellvertretenden Kämmerin Röderer, dass die Fremdreinigungsleistungen in den gemeindlichen Gebäuden für den Zeitraum 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2028 europaweit ausgeschrieben werden. Hierfür wurde das Institut für Reinigungsanalytik aus Tübingen beauftragt.

Im Rahmen der Gleichbehandlung wurden wie in den übrigen Gemeinden im Kreis auch, die Elternbeiträge für die Kindergärten auf Empfehlung der kirchlichen Landesverbände sowie des Städte- und Gemeindetages Baden-Württemberg ab dem kommenden Kindergartenjahr um 3,9 Prozent erhöht. Das Tee-, Spiel- und Essensgeld verbleibe bei einem monatlichen Betrag von fünf Euro.

Im weiteren Verlauf wurde auch der Jahresabschluss 2020 beim 2008 gegründeten Eigenbetrieb „Wasserversorgung Seckach“ festgestellt. Hierbei stehen den Erträgen von 548 532 Euro Aufwendungen in Höhe von 512 345 Euro gegenüber, was einen auf die neue Rechnung zu übertragenden Gewinn von 36 187 Euro bedeutet. Wie Kämmerer René Kordmann weiter mitteilte, deckt die Wasserversorgung Seckach derzeit den Wasserbedarf der Ortsteile Seckach und Zimmern durch den Bezug von Bodenseewasser sowie für Großeicholzheim durch die Förderung von Wasser aus dem eigenen Tiefbrunnen „Kohlplatte“. Der Tiefbrunnen „Berg“, welcher zuvor Zimmern mit Eigenwasser versorgte, dient als Notversorgung.

Wie Ludwig mitteilte, soll der Wasserbedarf für alle vier Ortsteile nach der kompletten Umsetzung der Wasserversorgungskonzeption durch eine Mischwasserversorgung aus dem Bezug von Bodenseewasser und der Förderung von Eigenwasser aus dem Tiefbrunnen „Kohlplatte“ sichergestellt werden. L.M.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1