Förderkreis zog Bilanz - "Leben braucht Wasser" sorgt in Peru bei den Menschen für echte Fortschritte Bernhard Heilig als Vorsitzenden bestätigt

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Seckach. Zur anstehenden Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder des Förderkreises "Leben braucht Wasser" in St. Rafael in der Seckacher Klinge, in deren Mittelpunkt neben dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden und Neuwahlen auch die Besprechung anstehender Aktivitäten stand.

Versorgung mit Wasserpumpen

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Als Prämisse des eingetragenen Vereins gilt, die Versorgung ärmerer Ortschaften in Peru mittels Einfachstpumpen sicherzustellen und dafür die notwendigen finanziellen Mittel zu beschaffen. Desweiteren kümmert man sich um sogenannte Wash-Projekte, bei denen Privathaushalte, aber auch Schulen und Kindergärten zu Wasserversorgung, Wasch- und Duschgelegenheiten und Trockentrenntoiletten eingehende Hygieneschulungen erhalten.

Zu Beginn der Versammlung dankte Vorsitzender Bernhard Heilig allen, die sich im Berichtszeitraum für die Belange des Vereins eingesetzt hatten.

In seinem anschaulichen Rechenschaftsbericht resümierte der Vorsitzende die zwei mehrwöchigen Installations- und Wartungsreisen nach Peru, die Losverkäufe mit Informationsstand auf den Weihnachtsmärkten in Großeicholzheim, Adelsheim und bei der Firma AZO, dem Familientag bei Braun und beim Seckacher Straßenfest und vieles weitere.

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Mittlerweile konnten in Chincha 1000 Personen in 254 Familien mit 99 Pumpen versorgt werden. Es wurden die ersten fünf Kabinen mit Trockentrenntoiletten in Chincha gebaut, wo auch das erste Wash-Projekt mit Pumpe, Hochbehälter, Dusche und Trockentrenntoilette samt Schulung realisiert wurde. Ansonsten wird man sich künftig hauptsächlich um Mocupe kümmern, wo Ende Oktober die 80. Pumpe installiert wurde und inzwischen 499 Personen eine Wasserversorgung genießen können.

Viel Hoffnung setzt man auf "Sede Vidas" als neuen Partner in Peru. Als besonders zuverlässige Einnahmequelle haben sich die mittlerweile etwa 15 Pfandbonkrüge erwiesen, die der Förderkreis im Neckar-Odenwald-Kreis, in Eberbach und bis Würzburg hatte installieren können.

Neuwahlen

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Gaby Ehret konnte in ihrer Funktion als Kassenwartin im Anschluss über zufriedenstellende Finanzen berichten und da die Kassenprüfer Christa Parstorfer und Peter Bussemer keinerlei Beanstandungen zu vermelden hatten, erteilten die Mitglieder dem gesamten Vorstand einstimmig Entlastung.

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Die Neuwahlen ergaben folgendes einstimmige Ergebnis: Vorsitzender Bernhard Heilig, stellvertretender Vorsitzender Manfred Glittenberg, Schatzmeisterin Gaby Ehret. In seinem Ausblick erläuterte Heilig den Sachstand der Trockentrenntoiletten als derzeit wichtigstes Neuprojekt, zusammen mit Firmen, die sich hier ehrenamtlich engagieren. So führte Peter Junk aus Schmitten/Taunus die Produktkonstruktion eines Toiletteneinsatzes für Kinder samt Toilettendeckel aus. Der Werkzeugbau Schubert GmbH aus Sinsheim-Dühren fertigt nach dieser Vorlage die Tiefziehwerkzeuge, mit deren Hilfe die Dallauer KEO GmbH bis Ende des Jahres ebenso kostenlos 200 Trockentrenntoiletteneinsätze, Kindereinsätze und Toilettendeckel produzieren wird. Der Projektstart in Peru ist für Anfang März 2018 geplant.

Heilig hält gerade die Kindereinsätze für besonders wichtig, weil die Kinder am lernfähigsten seien und ihr Wissen dann automatisch an die Eltern weitergeben. Zur Finanzierung wird man wieder diverse Spendenlosaktionen starten, die erste wird am 1. Adventswochenende auf dem Großeicholzheimer Weihnachtsmarkt gestartet und noch nie gab es so viele Gewinne wie in diesem Jahr. Man wird aber auch diverse Förderanträge stellen und die Pfandbonsammelaktion weiter ausbauen. Außerdem freut man sich auf die Lesung von Xenia Hügel am 11. Januar 2018 im Klösterle Buchen, da die Einnahmen des Abends ebenfalls dem Förderkreis zufließen werden.

Recherche geht weiter

Die Recherche nach einem nachhaltigen Verfahren zur Wasserreinigung geht ebenso weiter wie die Entwicklung der Toilettenhäuschen, Kleinstwasserhochbehälter und Duschen.

Schulungen in Wasserprüftechnik und zu den Wash-Projekten stehen ebenso auf der Agenda des Förderkreises wie die Weiterentwicklung der Organisation durch neue ehrenamtliche Fachleute beim Brunnenbau, Marketing und bei den Wash-Projekten. L.M.