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90. Geburtstag - Seine positive Lebenseinstellung und seine zupackende Art brachten dem Hirschlandener viele Freunde ein

Walter Blanasch war keine Arbeit zuviel

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Hirschlanden. Im hohen Alter hat Walter Blanasch, der am Sonntag, 5. September, seinen 90. Geburtstag feiert, seinen Humor nicht verloren. Denn wie er sagt, geht mit Humor alles besser.

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Als ältestes Kind der Familie in einem evangelischen Dorf in Südmähren geboren, musste der Jubilar schon früh Verantwortung tragen für die vier kleinen Geschwister, zumal der Vater bei seiner Arbeitsstelle tödlich verunglückte. Doch es gibt auch schöne Erinnerungen an fröhlich-freie Spiele mit Freunden an der Oder, an die sich Walter Blanasch gerne zurückerinnert.

Bereicherung für die Mitmenschen

Walter Blanasch feiert am Sonntag seinen 90. Geburtstag. © Helmut Frodl

Obwohl die Jahre vor dem Krieg bereits gekennzeichnet waren durch Entbehrungen, war die positiv denkende Wesensart des Jubilars stets eine große Hilfe und Bereicherung auch für die Mitwelt.

Walter Blanasch besuchte die Oberschule in Neutitschein, wo er durch seine Zeichnungen und sein musikalisches Talent besonders auffiel. Den Ordner, in dem er seine Zeichnungen abheftete, besitzt er noch heute. Als bereits von der Grenze her der Kanonendonner zu hören war, wurde eine sofortige Schnell-Konfirmation beschlossen. Der Pfarrer gab dem damals 15-jährigen Walter den Konfirmationsspruch mit auf den weiteren Lebensweg: „Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn – er wird’s wohl machen“.

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Das Hungerleiden danach während der einjährigen Lagerinternierung überstand Walter Blanasch mit dem festen Glauben an das Gute im Menschen, unterstützt von der tiefen Religiosität seiner Mutter. Die Vertreibung aus der Heimat endete in Seckach.

Neue zweite Heimat

Von dort aus ging es nach Hirschlanden, seiner neuen zweiten Heimat. Hier heiratete er im Jahre 1957 seine Frau Friedhilde. Zusammen führten die beiden den landwirtschaftlichen Betrieb der Schwiegereltern weiter. Im Gemeindeleben und den örtlichen Vereinen Hirschlandens war Walter Blanasch sehr aktiv. Im Jahre 1947 schloss er sich dem Fußballverein an. Dort war er, wie er schmunzelnd sagt, nur Ersatzspieler, aber: „Die Mannschaft brauchte mich und war auf mich angewiesen.“ Seine fußballerische Tätigkeit dauerte jedoch nicht allzu lang. Zudem war er ein besonderer Freund des Gesangs. Dem örtlichen Gesangverein trat er im Jahr 1946 bei. Nach 73 Jahren beendete er vor zwei Jahren seine aktive Sängertätigkeit.

In die Feuerwehr Hirschlanden trat der Jubilar im Jahr 1954 ein. Beim Feuerwehrfest im Jahr 2019 wurde er für seine 65-jährige aktive Tätigkeit in der Wehr ausgezeichnet. Heute ist Walter Blanasch noch immer in der Alterswehr aktiv.

Zudem engagierte er sich viele Jahre im evangelischen Kirchengemeinderat. Nach dem Zusammenschluss der damaligen Gemeinde Hirschlanden zur Gesamtgemeinde Rosenberg war der Jubilar von 1972 bis 1980 zwei Wahlperioden, der erste Ortsvorsteher des Dorfs.

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In seiner aktiven Zeit in den Hirschlandener Vereinen hat Walter Blanasch eine Vielzahl von Ehrungen erhalten. Er half tatkräftig bei der Vorbereitung und Durchführung von Festlichkeiten sowie bei allen Umbauten und Renovierungen von Gebäuden im Dorf mit. Keine Arbeit war ihm zu viel. Seine besondere Art zu kommunizieren und zu improvisieren brachte ihm viele Freunde im Dorf und der umliegenden Region ein.

Seine Hobbys sind die Arbeit in seiner Werkstatt, die Gartenarbeit und das Spazieren gehen. Schwerste Krankheiten hat Walter Blanasch in den vergangenen Jahren immer wieder gut überstanden. Dabei halfen ihm sein Humor, der Gesang, seine positive Einstellung, das Schreiben von Gedichten, auch in Mundart, und das Zeichnen. Die Ehefrau, die Tochter, der Schwiegersohn, die Enkel und die Pflegetochter freuen sich über die gute Vitalität des Jubilars in diesem hohen Alter und gratulieren zum besonderen Ehrentag mit dem Hirschlander Ausruf „Bleib gsuuuund“.

Heimatzeitung ist tägliche Lektüre

Der Geburtstag wird, wie Walter Blanasch sagt, am morgigen Sonntag im Kreise der Familie gefeiert. Ganz stolz ist der Jubilar auch darüber, dass sogar der Bürgermeister ihn besuchen wird, sagt er, und geht in seine Holzhalle, um weiter seine „Feggelie“ zum Anfeuern zu spalten.

Seine Heimatzeitung, die Fränkischen Nachrichten, die er täglich noch liest, schließt sich den guten Wünschen zum 90. Geburtstag gerne an. F

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