Erinnerung an den Ehrenbürger - Ehemaliger Bürgermeister war der Geburtsvater der Sportanlage Rosenberg / Viele kannten ihn nur als „den Arno“

Sporthalle in Rosenberg nach Arno Hagenbuch benannt

Die Sporthalle in Rosenberg wird in „Arno-Hagenbuch-Sporthalle“ umbenannt. Hagenbuch war ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde und hatte das Sportgelände mitentwickelt.

Von 
Helmut Frodl
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Ulrike Hagenbuch war zusammen mit ihrer Mutter Helma und Ehemann Christoph Mohr zur Feier gekommen, bei der die Sporthalle in „Arno-Hagenbuch-Sporthalle“ umbenannt wurde. Mit dabei waren auch Bürgermeister Ralph Matousek und seine Frau Heike (von links). © Helmut Frodl

Rosenberg. Arno Hagenbuch, langjähriger Bürgermeister und Ehrenbürger der Gemeinde Rosenberg war ein „besonderer Mensch“, denn auch die Kinder im Dorf kannten ihn schon als „den Arno“. Von 1976 bis 1999 leitete er die Geschicke der Gemeinde Rosenberg und setzte in der Fortentwicklung des Baulanddorfes entscheidende Maßstäbe. Viele bedeutende Projekte wurden in seiner mehr als 20-jährigen Dienstzeit angegangen und verwirklicht, so auch der Bau der Rosenberger Sporthalle, die im Juni 1988 eingeweiht wurde.

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Der Gemeinde war es ein Anliegen

Am vergangenen Sonntag, einen Tag vor Hagenbuchs 90. Geburtstag, wurde ihm – rund zehn Jahre nach seinem Tod – eine besondere Würdigung zu teil. Denn die Sporthalle am Rosenberger Sportgelände erhielt einen neuen Namen und wurde als „Arno Hagenbuch Sporthalle“ benannt.

Zu einer kleinen Feier in der Sporthalle begrüßte Bürgermeister Ralph Matousek neben der Familie Hagenbuch auch Gemeinde- und Ortschaftsräte sowie Altbürgermeister Gerhard Baar, der damals Nachfolger im Rathaus wurde. Wie Matousek sagte, war es der Gemeinde Rosenberg schon vor einiger Zeit ein Anliegen, der Sporthalle in Rosenberg einen neuen Namen zu geben und damit das Wirken des früheren Bürgermeisters Arno Hagenbuch zu würdigen. Es freue ihn besonders, dass man die Namensgebung zusammen mit Helma Hagenbuch sowie ihrer Tochter Ulrike und deren Ehemann Christoph Mohr vornehmen könne.

In Erinnerung an den Ehrenbürger Arno Hagenbuch sagte der Bürgermeister, dass dieser über 22 Jahre die Geschicke der Gesamtgemeinde Rosenberg geführt und dabei vieles bewegt habe. „Sein Augenmerk galt immer der Zukunftsfähigkeit und Entwicklung aller Ortsteile und er hat dabei die Weichen für viele wichtige Entscheidungen in der Gemeinde gestellt. Der legendäre Arno hat in Rosenberg seine Spuren hinterlassen. Viele herausragende Projekte wurden in der Zeit seines Wirkens realisiert. Er hat es auf seine Weise geschafft, Kräfte und Potenziale zu bündeln, zum Wohle der Gemeinde Rosenberg“, so Matousek.

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Große Visionen

Arno Hagenbuch war aber vor allem der Geburtsvater der Sportanlagen im Ortsteil Rosenberg. Gerade die alten Entwicklungspläne über dieses Gebiet zeigen, dass sich die Gemeinde damals viele Gedanken machte und große Visionen hatte. Als Sportkreisvorsitzender war ihm der Sport ein großes Anliegen und die Entwicklungsplanung sah neben zwei Sportplätzen, einem Festplatz, einem Spielplatz und Tennisplätzen auch eine große Sporthalle vor. Aber eine Realisierung wäre nicht möglich gewesen, hätte die Familie Kurt Albrecht nicht die notwendigen Flächen zur Verfügung gestellt. Für Arno Hagenbuch musste zum damaligen Zeitpunkt die größte Sporthalle im Neckar-Odenwald-Kreis gebaut werden, in der heute noch viele Kreisjugendturniere stattfinden.

Das bedeutende Bauwerk ist ein richtiges Schmuckstück und Aushängeschild für das Dorf geworden. Wenn man zurückblickt, hat Arno Hagenbuch in seiner Zeit vielfältige Verdienste erworben, welche man würdigen wolle. Es gibt noch viele Erinnerungen an ihn, die unvergesslich bleiben. „Er hat seine Spuren in Rosenberg hinterlassen und aus diesem Grunde ist es richtig, dass die Sporthalle nunmehr seinen Namen trägt“ sagte Bürgermeister Matousek.

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„Ich freu mich wie Bolle“

Damit möchte die Gemeinde das Wirken seines Ehrenbürgers für Rosenberg und den Sport anerkennen und an seinen verstorbenen Ehrenbürger mit Würde gedenken. Was würde Arno Hagenbuch zu dieser Namensgebung sagen, überlegte Matousek. Die Antwort würde lauten: „Es ist mir so lieb wie Bauchweh, aber ich freue mich wie Bolle“.

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Ulrike Hagenbuch überbrachte mit sehr persönlichen Worten, den Dank im Namen ihrer Familie. „Er war ein wahrhaftiger Typ, denn jeder in Rosenberg wusste, wer in dem grünen Opel sitzt, der immer ziemlich langsam, meist ,untertourig’ fuhr und nie wirklich geputzt war“, so Ulrike Hagenbuch.

Seinen Erfolg musste er sich aber erst verdienen. „Als kleiner Junge kam er von Möckmühl nach Rosenberg und war hier ein fremdes Kind, mit dem niemand Fußballspielen wollte“, erinnerte sie sich. „Diese Worte erzählte er immer beiläufig. Nicht ohne Stolz fügte er einmal hinzu: ,Und jetzt bin ich hier Bürgermeister.’“

Steiniger Weg

Ein herausragender Fußballer sei er nie geworden. Verdienste habe er sich aber als Sportkreisvorsitzender erworben. „Er hat alles dafür gegeben, dass diese Sporthalle vor Ort gebaut wurde. Der Weg war steinig und er musste viele Klinken putzen, bis er das Geld zusammen hat. Aber er hat es geschafft, denn er war zäh und unerschütterlich, auch wenn er ein sehr sensibler Mensch war“, so Ulrike Hagenbuch.

Sie bedankte sich bei ihrer Familie, die ihren Vater immer unterstütze und bei den „alten Freunden“ Kurt Breuer und Klaus Kistner, die vor vielen Jahren den ersten Anstoß dafür gegeben haben, die Sporthalle nach Arno Hagenbuch zu benennen. Es habe zwar etwas gedauert, aber die Familie fand, der 90. Geburtstag sei der ideale Anlass gewesen. Heute freue man sich darüber, dass es sie nun gibt: Die Arno Hagenbuch-Halle.

Die Feier wurde vom Posaunenchor Adelsheim-Osterburken unter der Leitung von Dieter Horn mit drei Musikstücken umrahmt und endete mit dem gemeinsam gesungenen Badner-Lied. Als Geburtstagslied spielten sie noch als Zugabe das Kirchenlied „Wenn die Last der Welt“. Gemeinsam stieß man dann mit einem Glas Sekt auf dieses große bedeutende Ereignis an.

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