Mehr Sicherheit im Ernstfall - Interessierte können Dose für drei Euro erwerben Rettungsdosen für den Notfall

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Hirschlanden. Bei der Jahresabschlusssitzung des Ortschaftsrates von Hirschlanden wurde auf Anregung von Brigitte Bernhardt die Funktion der Rettungsdosen durch Bernd Ebert, Vorsitzender des Kreisseniorenrates im Neckar-Odenwald-Kreis erläutert. Das Gremium beschloss 30 Exemplare zu erwerben, die von den Hirschlandern zum Selbstkostenpreis von jeweils drei Euro gekauft werden können.

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Das Konzept der Rettungsdose ist simpel und kann im Ernstfall Leben retten. In einer Kunststoffdose mit Schraubverschluss werden wichtige medizinische Unterlagen, wie zum Beispiel Informationen zu Vorerkrankungen, Medikamentenunverträglichkeiten, Allergien oder die aktuelle Medikation deponiert. Die einzelnen Dosen enthalten einen entsprechenden Vordruck, der von den Nutzern ergänzt wird sowie zwei Aufkleber, die zeigen, dass die Dose im Kühlschrank zu finden ist.

Die Initiatorin Brigitte Bernhard mit der neuen Rettungsdose. © Helmut Frodl

Nach Ausfüllen der Unterlagen wird die Notfalldose sichtbar im Kühlschrank deponiert. Das Anbringen von Hinweisschildern im Eingangsbereich weist auf die deponierte Rettungsdose hin. Tritt ein medizinischer Notfall ein, bei dem der Bewohner nicht mehr ansprechbar sein sollte, kann der Rettungsdienst die benötigten Informationen aus der Dose entnehmen.

Mittlerweile sind fast alle Feuerwehren, Notärzte und Rettungsdienste in Deutschland auf die Rettungsdose sensibilisiert. Da der Kühlschrank ein schnell zu identifizierender Ort in fast jeder Wohnung ist, wurden durch ein schnelles Auffinden der Rettungsdose bereits zahlreiche Patienten einer schnellen notfallmedizinischen Behandlung zugeführt. Wie die Initiatorin Brigitte Bernhard sagte,sei das Interesse der Bürger in Hirschlanden gering gewesen, was auch dem Umstand der derzeitigen Corona-Pandemie geschuldet sei. Sie hätte dieses neue Hirschlandener Projekt gerne bei einem Kaffeenachmittag im Dorfgemeinschaftshaus mit Bernd Ebert vom Kreisseniorenrat und den Senioren des Dorfes vorgestellt, was aber derzeit leider nicht möglich sei.

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Die Nachfrage nach den neuen Rettungsdosen ist zwischenzeitlich sehr groß geworden und die zur Verfügung stehenden Exemplare sind vergriffen. Um eine Nachbestellung zu organisieren, sollten sich Interessenten beider neuen Dorf-Koordinationskraft Sandra Steiner (412) und Ortsvorsteher Martin Herrmann (7159) melden. F