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Nussbaum-Stiftung - Im Sindolsheimer Wald wurden 2000 Bäume unterschiedlichster Art gepflanzt

Positives Zeichen für den Wald gesetzt

Von 
Helmut Frodl
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2000 Bäume wurden im Sindolsheimer Wald gepflanzt. Peter Jahn (von links), Bürgermeister Ralph Matousek und Markus Volk freuen sich, dass diese bereits prächtig wachsen. © Helmut Frodl

Sindolsheim/Rosenberg. „100 000 Bäume für Baden-Württemberg will die Nussbaum-Stiftung gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald bis zum Jahre 2030 pflanzen. Es ist damit eines der größten und bedeutendsten Projekte der Stiftung, die sich dem Klimaschutz und damit der Gesellschaft verpflichtet fühlt“, sagte Peter Jahn, Repräsentant der Stiftung, an der Waldhütte im Sindolsheimer Wald, in der Nähe der Pflanzfläche. In „kleiner Runde“ übergab er an Rosenbergs Bürgermeister Ralph Matousek und Büroleiter Markus Volk von Fachbereich Forst des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis das Spenderschild „ZukunftsWald“ der Nussbaum-Stiftung, das an der Waldhütte gut sichtbar angebracht werden soll.

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„Für das Jahr 2022“, so Jahn weiter, „lautet das Ziel: 10 000 Bäume zu pflanzen.“ Dieses Ziel wird sogar übertroffen, denn in der Gemeinde Rosenberg wurde 2000 Bäume gepflanzt. „Ich finde es eine hervorragende Sache, dass die Gemeinde Rosenberg mit der Bereitstellung einer Waldfläche diese gelungene Pflanzaktion unterstützt. Der Erhaltung des Waldes gilt zurzeit unsere ganze Sorge.“

Doppelte Sinnhaftigkeit

Mit dieser beiderseitigen Kooperation haben alle Beteiligten ein positives Zeichen für den Wald gesetzt. Peter Jahn zeigte sich zudem von der Pflanzaktion begeistert: „Wir fühlen uns der Heimat sehr verbunden und wollen deshalb in der Region Verantwortung übernehmen. Dabei liegt uns das Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit besonders am Herzen.“ Für die Stiftung ist die Pflanzung von doppelter Sinnhaftigkeit: „Wir kommen unserem Stiftungsauftrag nach, in Gemeinwohl zu investieren, und leisten gleichzeitig einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz“, so Jahn.

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Bürgermeister Ralph Matousek stellte kurz seine Baulandgemeinde vor, die eine Gemarkungsfläche von 4100 Hektar umfasst. „Davon ist ein Drittel Wald – und davon die Hälfte wiederum Kommunalwald.“ Die vergangenen Jahre hätten auch in Rosenberg, durch fehlenden Niederschlag und die damit verbundene Trockenheit, ihre Spuren hinterlassen.

„Rosenberg hat mehr Regen erhalten als Sindolsheim, wo nur wenig angekommen ist. Somit hatte man in den letzten Jahren alljährlich einen Komplettausfall im Wald von rund vier Hektar, bedingt auch durch den Borkenkäfer und fehlenden Regen“, so Matousek, der hinzufügte: „Sindolsheim ist hierbei etwas prägend, denn hier gibt es viel Privatwald – aber auch mit dem Untergrund im Wald Probleme und der damit verbundenen Wasserspeicherung, was man deutlich am Waldbild sehen kann.

Derzeit ist man am Umbau des heimischen Waldes, was eine Herausforderung ist, der man sich aber stellen muss.“

Büroleiter Markus Volk informierte über die Pflanzung der 2000 Bäume unterschiedlichster Art im Kommunalwald Rosenberg. Dieser hat eine Fläche von 650 Hektar und befindet sich im Wuchsgebiet Bauland, geologisch gesehen, so Volk, befinde man sich hauptsächlich im Muschelkalk.

Durch die Klimaerwärmung und besonders durch die Niederschlagsdefizite in der Vegetationsperiode sowie gehäuft anfallende Hitzetage habe der Wald bei den Baumarten Fichte, Buche, Kiefer und Lärche sehr gelitten. Konkret seien insbesondere bei der Fichte großflächige Gebiete ausgefallen. „Der Borkenkäfer hat die Ausfälle zudem noch beschleunigt, zum Teil sind aber Bäume schlichtweg vertrocknet.“

Die „Baumspende“ wurde im Waldort „Holich“ in Sindolsheim angepflanzt, wo es in den Jahren 2018 bis 2021 massive Dürreschäden gab und der Schadholzanfall bei 1500 Festmeter lag. Der Bestand wurde aus ökologischen Gründen und auch als Schutz nicht geräumt und mit klimaangepassten Baumarten wie Baumhasel, Roteiche, Spitzahorn, Elsbeere, Mehlbeere, Vogelkirsche, Europäische Lärche und Douglasien angebaut.

Volk dankte der Nussbaum-Stiftung als auch der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, welche im Rahmen des aufgelegten 100 000- Bäume-Programmes sowohl den Anbau als auch den Schutz und die Klimasicherung von insgesamt 2000 klimaresistenten Bäumen vor Ort abgedeckt hat – und dies gerade vor dem Hintergrund eines desolaten Holzpreises in den vergangenen Jahren, welcher die anfallenden Kosten bei weitem nicht refinanzieren konnte.

Gemeinsam überzeugten sich dann Peter Jahn, Bürgermeister Ralph Matousek sowie Markus Volk davon, dass die kleinen Waldbäume bereits prächtig wachsen.

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