AdUnit Billboard
Verbandsversammlung in Osterburken - Auch der Landkreis will das Projekt mit der Frankenbahn unterstützen / Firmenzubringer kostet den RIO voraussichtlich 9325 Euro

Mehr Pendler auf die Schiene bringen

Von 
F
Lesedauer: 

Osterburken. Über die weiteren Punkte in der Verbandsversammlung (Artikel siehe oben), welche die Bebauungspläne RIO II b und II a sowie zum Stand Bebauungsplan RIO III betrafen, informierte Michael Reinhard vom Büro IFK Ingenieure aus Mosbach.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Erweiterung der Firma Pandur

Wie er beim ersten Punkt sagte, plant die Firma Pandur, die bereits für spätere Erweiterungszwecke das betreffende Grundstück erworben hatte, eine Erweiterung der Glasveredelungsanlagen. Sowohl die Stadt Osterburken als auch der Zweckverband RIO unterstützen dieses Vorhaben. Das Bauvorhaben macht dabei die Änderung des bisher gültigen Bebauungsplans erforderlich, dass die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Realisierung des Bauvorhabens schaffen soll.

Die Verbandsversammlung hat am 27. November 2019 die Einleitung eines solchen Bebauungsplanverfahrens beschlossen sowie dem Planentwurf zugestimmt und diesen für die weiteren Verfahrensschritte freigegeben. Bei der Offenlegung gingen keine Anregungen oder Bedenken der Öffentlichkeit ein. Durch die von den Behörden eingegangenen Stellungnahmen wurden in den Planunterlagen Anpassungen vorgenommen, die Reinhard dem Gremium erläuterte. Die Versammlung beschloss einstimmig die Behandlung und Abwägung der während der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen entsprechend dem Behandlungsvorschlag des Ingenieurbüros IFK.

Beim Bebauungsplan des RIO IIa war die zweite Änderung des bisher gültigen Bebauungsplanes erforderlich. Anlass ist die mittlerweile nahezu vollständige Erschließung dieses Bereichs. Für die momentan noch ungenutzte letzte größere Teilfläche im Nordosten des RIO ist die Ansiedlung der Firma Reisser Schrauben-technik beabsichtigt.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

„Die Stadt Osterburken und auch der Zweckverband RIO unterstützen dieses Vorhaben ausdrücklich“, sagte Bürgermeister Jürgen Galm. Die Änderung des Bebauungsplanes solle die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Realisierung eines zusammenhängenden Gebäudekomplexes der Firma Reisser schaffen. Somit werde auf den konkreten Bedarf nach zusätzlichen Erweiterungsmöglichkeiten des regionalen Wirtschaftsunternehmens reagiert, „was auch die Zukunft, den Standort als auch die Bedeutung des „RIO“ als interkommunalen Industriestandort stärkt und sichert“, so der Vorsitzende. Die Verbandsversammlung des RIO habe am 15. November 2018 die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens beschlossen, dem Planentwurf zugestimmt und diesen für die weiteren Verfahrensschritte freigegeben.

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung wurden die Planunterlagen 2019 öffentlich ausgelegt. In der Verbandsversammlung 2020 wurden die eingegangenen Stellungnahmen behandelt, der Bebauungsplanentwurf gebilligt und zur erneuten Offenlegung freigegeben. Die neuerlich eingegangenen Stellungnahmen der Behörden wurden in das Planwerk aufgenommen und nochmals vom Büro IFK Ingenieure eingearbeitet.

Mit den notwendig einstimmig getroffenen Beschlüssen machte das Gremium jetzt endlich einen „Knopf“ an die Angelegenheit und die zweite Änderung des Bebauungsplans „RIO IIA“ wurde beschlossen. Ingenieur Michael Reinhard informierte die Verbandsmitglieder über den Stand des Bebauungsplans RIO III und legte die erste grobe Entwurfsplanung der über 38 Hektar umfassenden Erweiterungsfläche vor. Schlussendlich würden 28 Hektar als reine Baufläche ausgewiesen werden.

In drei Bauabschnitte gegliedert

Das Gelände sieht eine „Haupterschließungsachse“ sowie eine Anbindung zum RIO II vor. Die Erschließung ist in drei Bauabschnitten vorgesehen, in denen auch kleinteiligere Grundstücke enthalten sind.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Weitere Ausführungen galten der geplanten Entwässerung und dem Bau eines notwendigen Regenüberlaufbeckens im westlichen Teil des Gewerbegebietes an der L 515. Im vergangenen Jahr, so Galm, seien erste Grundstücksgespräche geführt worden, die durch Corona ins Stocken geraten sind. Nun will man sich verstärkt den weiteren Gesprächen widmen. Die Mitglieder nahmen die Ausführungen zur Kenntnis.

„Die Frankenbahn soll gestärkt werden, weshalb man in der Rö-merstadt versucht, mehr Pendler auf die Schiene zu bringen“, sagte Jürgen Galm bei der Vorstellung des nächsten Punktes. Neben den Angebotsausweitungen seien auch Gespräche mit im Einzugsbereich der Frankenbahn liegenden Betrieben geführt worden und das neue Angebot ausgiebig dargestellt, aber auch weitere Möglichkeiten zur Stärkung der Bahnstrecke besprochen worden, so zum Beispiel auch die Alternative ÖPNV in Verbindung einer Jobticket-Lösung für die Betriebe.

In Osterburken waren es die Betriebe AZO und Bleichert, welche durch die Beschäftigten der Land-kreisverwaltung besucht worden sind. Darüber hinaus fand auch im RIO eine Mitgliederversammlung statt, bei welcher der Landkreis die Ideen und weiteren Planungen feststellte. Eine Mitarbeiterbefragung bei der Firma AZO lieferte zudem konkrete Nachfragezahlen, die ein Jobticket-Angebot annehmen möchten, sofern es der Stadt Osterburken und dem Landkreis gelinge, einen notwendigen Buspendelverkehr einzurichten. Der Landkreis hat einen Fahrplan konzipiert und beim Verkehrsunternehmen BRN ein Angebot für die Verkehrsleistung eingeholt. Der Landkreis könnte sich die Einrichtung eines Angebotes vorstellen. Grundlage dafür sei aber eine „übliche“ Mitfinanzierung der Kommune. Das wirtschaftlichste Angebot bezifferte Galm auf 74 600 Euro. Der Kreis würde 75 Prozent der Kosten (= 55 955 Euro) übernehmen und auf die Stadt entfielen 18 651 Euro. „Es scheint angebracht, dass die fünf RIO Gemeinden die Hälfte der für die Stadt anfallenden Kosten in Höhe von 9325 Euro übernehmen“, sagte Galm. Die Kosten werden in üblicher Form anhand der Einwohnerzahl-Verhältnisse umgelegt. Der Zweckverband RIO stimmte der Einführung des Firmenzubringers zu und beteiligt sich zu 50 Prozent an den nicht vom Landkreis übernommenen Kosten in Höhe von voraussichtlich von rund 9325 Euro, befristet auf drei Jahre.

„Sinnvolle Initiative“

Im Zuge der überfälligen Weiterentwicklung des RIO Industrieparks sagte Seckachs Bürgermeister, dass diese sinnvolle Initiative nur zu begrüßen sei. Sowohl Bürgermeister Jürgen Galm als auch Wirtschaftsförderin Marlies Ebel-Walz berichteten über die künftigen Planungen im Gewerbegebiet RIO und dem Skulpturen-Radweg. In den letzten beiden Jahren herrschte dort eine rege Bautätigkeit, wobei sich namhafte Betriebe ansiedelten. Bis auf ein Grundstück seien alle vorhandenen Flächen aufgebraucht. Durch die Corona-Pandemie konnten keine Veranstaltungen am Skulpturen-Radweg stattfinden. In diesem Jahr ist allerdings eine Ferienaktion geplant. Ebel-Walz bat die Mitgliedsgemeinden, sich an dieser Aktion zu beteiligen. F

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1