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Ortschaftsrat tagte - Größtes Projekt im neuen Jahr wird der Umbau des Kindergartengeländes / Begegnungspavillon für Jung und Alt

Hirschlanden macht 215 000 Euro Förderung für Tierpädagogik locker

Im kommenden Jahr wird das größte Projekt des Dorfes der Umbau des Kindergartengeländes sein.

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Bei der letzten Ortschaftsratssitzung in diesem Jahr verkündete Ortsvorsteher Martin Herrmann im Dorfgemeinschaftshaus, dass man sich für das Kindergartenprojekt „Tierpädagogik verbindet Groß und Klein“ beworben und eine nicht erwartete Förderzusage von 215 000 Euro erhalten habe. © Helmut Frodl

Hirschlanden. Bei der letzten Ortschaftsratssitzung in diesem Jahr verkündete das Ortsvorsteher Martin Herrmann im Dorfgemeinschaftshaus, denn man habe das Kindergartenprojekt „Tierpädagogik verbindet Groß und Klein“ beworben und eine nicht erwartete Förderzusage von 215 000 Euro erhalten. „Wir werden mit diesem Projekt, das zur Realisierung im kommenden Jahr vorgesehen ist, landesweit für Aufsehen sorgen“, ist sich der Ortsvorsteher sicher.

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Denn vermutlich werde man von vielen Institutionen besucht und die Umsetzung des Projektes werde auch zudem pressetechnisch begleitet werden, sagte Herrmann zu Beginn seiner Erläuterungen. Zudem habe er sich „unglaublich“ gefreut, als er erfahren habe, dass der Förderantrag, der auf Initiative von Dekan Rüdiger Krauth und Kindergartenleiterin Jennifer Kaufmann gestellt, und nun genehmigt wurde.

Wie er weiter sagte, war die Antragstellung sehr zeitaufwendig und mit erheblichem Engagement der beiden verbunden. Man habe sich zunächst wenig realistische Chancen ausgerechnet. Umso erfreulicher war es, als im Oktober die Förderzusage eintraf. „Die Umsetzung des Projektes wird den Kindergarten ,Unterm Regenbogen’ weiter voranbringen“, ist sich der Ortsvorsteher sicher. Wie Dekan Krauth sagte, habe man für die heutige Sitzung eine Präsentation vorbereitet. Die Ausschreibung trug den Namen „Träger spezifischer innovativer Projekte“ des Landes Baden Württemberg, das einen großen Fördertopf auslobte, in dem Kindergärten gesucht werden, die etwas Außergewöhnliches machen, als Vorbilder oder Leuchtturmprojekte für andere Einrichtungen.

Guten Mutes habe man sich der Sache angenommen. Es geht bei diesem Projekt nicht um das Kindergartengebäude, sondern rein nur um die Tierpädagogik, worauf man bei der Antragstellung den Schwerpunkt legte. Dieses Angebot macht nicht jeder Kindergarten und somit rechnete man sich, wenn auch nur eine kleine Chance aus, sagte Dekan Krauth. Dass man vom Land Fördermittel bekommen habe, sei ein großes Lob und spreche für das richtig angewandte Konzept der Tierpädagogik im örtlichen Kindergarten.

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„Zudem gibt es jetzt die Chance der Weiterentwicklung und Jennifer Kaufmann ist die richtige Frau dafür“, sagte Dekan Krauth. Mit einfachen Mitteln wurde das neue Konzept im Jahre 2013 begonnen und hat sich bisher sehr gut weiterentwickelt. Mit der Vorstellung des neuen Projektes wolle man, so die Leiterin des Kindergartens, Jennifer Kaufmann, bei der heutigen Sitzung einen ersten Impuls setzen. Sie erinnerte an den Anfang des Projektes. Zu den angehenden Maßnahmen gehört die Optimierung des Tiergeheges und die Umzäunung des Ziegengeheges. Zudem soll ein Begegnungspavillon für Jung und Alt geschaffen werden. Das Projekt wird im Förderprogramm „Trägerspezifische innovative Projekte“ des Landes Baden-Württemberg umgesetzt und aus Mitteln des Bundes im Rahmen des Gute-KiTa-Gesetzes gefördert. Der Kindergarten in Hirschlanden gehört zu den 50 Kindergärten in der Bundesrepublik, die eine Förderzusage erhielten, die nicht nur alleine für die baulichen Maßnahmen des Außengeländes gewährt werden, sondern zudem auch die Kostenstellen Projektbegleitung, Fortbildungsmaßnahmen und die Anschaffungskosten für verschiedene Materialien beinhalten. Das Projekt hat Anfang September 2021 begonnen und soll bis Ende des Jahres 2022 abgeschlossen sein.

Wie Kaufmann darauf hinwies, werden lediglich Ausgaben übernommen, die bei der Umsetzung eines innovativen pädagogischen Konzeptes entstehen. Hundert Prozent der Ausgaben dieses Projektes sind durch Fördermittel abgedeckt und keine Eigenleistungen des Trägers oder der Kommune sind während der Umsetzungsphase notwendig. Nach Abschluss des Projektes entstehen die gewöhnlichen Instandhaltungskosten, die jedoch die Ausgaben eines normalen Kindergarten-Spielplatzes nicht übersteigen werden.

Jennifer Kaufmann stellte noch die erarbeiteten Projektpläne mit den neuen geplanten Maßnahmen vor, zu denen neben neuen Stallungen auch Sitzbänke und Sandkasten gehören. Wie Ortsvorsteher Martin Herrmann einfügte, handele es sich bei den jetzt vorgelegten Planungen lediglich um Vorentwürfe, die noch nicht „fix“ sind und die durchaus noch geändert werden können. Je nach Wetterlage, so Herrmann weiter, soll im Frühjahr mit den Arbeiten begonnen werden. Sie müssen zum Jahresende beendet sein.

Wie Dekan Rüdiger Krauth anmerkte, könne man sich riesig freuen, dass der Kindergarten „Unterm Regenbogen“ eine solche Maßnahme umsetzen darf. „Dies ist eine hervorragende Geschichte, denn die jetzt erhaltene Chance, der Weiterentwicklung des Kindergartens, so Herrmann, sollte man nutzen. Mit dem eingeschlagenen Weg des tierpädagogischen Konzeptes sei man auf dem richtigen Weg in die Zukunft. Bürgermeister Ralph Matousek findet es, wie er sagte, toll, dass sich der Kindergarten für dieses zukunftsweisende Projekt beworben und eine Förderung erhalten habe. Diese Chance bedeute auch einen Mehrwert für den Kindergarten.

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