AdUnit Billboard
Bezirksfrauentag - Pfarrer Dr. Landau sprach in Sindolsheim

Geschichten rund um den Glauben

Lesedauer: 
Der Bezirksfrauentag fand in Sindolsheim statt. © A. Stahl

Sindolsheim. Zum Bezirksfrauennachmittag nach zweieinhalb Jahren Coronapause trafen sich 100 Frauen, um Geschichten vom Glauben und Zweifeln von und mit Pfarrer Dr. Landau und vielen Gesangbuchliedern dazwischen zu singen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Pfarrer Dr. Landau, ehemaliger Gemeindepfarrer für Schwabhausen und Schillingsstadt, freute sich, an seinem alten Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg von den Frauen eingeladen worden zu sein.

Liebe ohne Wenn und Aber

Er begann seinen Vortrag mit dem Gesangbuchlied: „Liebe die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht“. Am Beispiel eines seiner unzähligen Taufkinder veranschaulichte er, was damit gemeint sei, dass Gottes Liebe unendlich ist, egal wie man aussieht. Das erwähnte Taufkind sei wahrlich keine Schönheit gewesen, die Mutter aber meinte, wir lieben es schön, ja auch Gott liebe uns so, wie wir seien, auch ohne Wenn und Aber. Mit dem Lied „Wohl denen die da wandeln“ leitete er über zum Punkt zwei seiner Glaubensgeschichten, in denen es um Treue ging, um Gottes Treue zu uns. Ein ehemaliger Nachbar war so ein treuer Geist, der einen offenen ehrlich Blick und viel Gottvertrauen hatte, dem nichts so schnell aus der Bahn warf, weil er glaubte, was er in der Bibel las. Als seine Tochter plötzlich starb, konnte er es annehmen, unverständlich für den damals noch jungen Pfarrer Landau.

So auch ein Mann, dessen Frau jahrelang bettlägerig und krank war, er zeigte dem Pfarrer bei dem Trauergespräch die große alte Familienbibel, in der er täglich las, er lebte so in Gottes Wort und der Tod seiner Frau konnte die Treue zu seinem Gott nicht erschüttern.

Abschnitt drei erzählte vom im Glauben bestehen, was meint beständig bleiben. Er dachte darüber nach, dass wir Christen viel mehr von unseren erlebten Geschichten mit Gott erzählen sollten und nicht so viel darüber schweigen dürften. Als er einer 86-Jährigen zum Geburtstag gratulierte, fragte er sie danach, welche Geschichten sie ihren Enkeln erzählen wolle. Sie überlegte kurz und meinte dann, dass sie nie von ihrem Heiland enttäuscht worden sei, ja das wolle sie weitergeben, dass sie immer Geborgenheit bei ihrem Heiland hatte. Bestimmt, sinnierte der Redner, habe die 86 jährige schon viel erlebt, was nicht immer gut war, aber das sei ihr geblieben: die Treue zum Herrn und des Heilands zu ihr.

Schuld und Vergebung

Im Teil vier seiner Überlegungen ging es um Schuldverstrickung und Vergebung. Dazu wählte er das Lied 341 im evangelischen Gesangbuch aus. Vergebung der Schuld könne man nur erlangen, wenn wir unseren Nächsten vergeben und nicht erwarten, dass dieser zuerst auf uns zu kommt. Ein einfaches „Vergib mir“ helfe darüber hinweg. Beim Abendmahl erhalte man die Vergebung, jedoch wäre es dazu nötig, selbst zu vergeben, damit man die Vergebung auch erfahren könne. Teil fünf beschäftigt sich mit dem Ende allen Seins, ist nach dem Tod alles aus oder dürfe man sich getrost in seine Hände auch im Todeskampf fallenlassen? Jesus sagte am Kreuz „es ist vollbracht“, ja das heißt, du darfst leben! Ein Beispiel berichtete von einem Mann, welcher vor einer schweren OP darüber nachdachte, was sein wird, ja und er meinte danach: Er sei noch nicht gerufen worden, sondern habe den Auftrag erhalten des Herrn Güte zu verkündigen.

Pfarrer Dr. Landau hat die Teilnehmerinnen mitgenommen in einen Reigen voller lebendiger Geschichten rund um den Glauben und das Zweifeln und das geführt werden als lebendige Christen.

Der ehemalige Bezirkskantor Hanel begleitete die Lieder in gekonnter Weise und der eine Weltladen sowie die Bücherecke aus Boxberg waren nach so langer Coronazeit wieder mit im Boot. Eine Kollekte wurde für das Mehrgenerationenhaus in Buchen, welches sich für die ukrainischen Flüchtlinge starkmacht, gesammelt.

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1