AdUnit Billboard
Jubiläum gefeiert - Rosenberg und Bronnacker schlossen sich vor 50 Jahren zusammen / Eichenbaum wurde gepflanzt

„Gemeinsam an Visionen arbeiten“

Von 
F
Lesedauer: 
Rosenbergs Ortsvorsteher Sven Baumann und seine Kollegin Katrin Wölfl aus Bronnacker planzten gemeinsam mit Bürgermeister Ralph Matousek (von links) die Säuleneiche. © Helmut Frodl

Den Zusammenschluss der Gemeinden Bronnacker und Rosenberg feierten die Orte mit einer Baumpflanzung.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Rosenberg. 1971, also vor 50 Jahren, sind die beiden früheren selbstständigen Gemeinden Rosenberg und Bronnacker eine „gemeinsame Ehe“ eingegangen und sie leben heute noch glücklich zusammen. Die sprichwörtliche „Goldene Hochzeit“ wurde jetzt im Beisein vieler Bürger bei einer Baumpflanzaktion an der Landstraße gefeiert. In seiner Ansprache blickte Bürgermeister Ralph Matousek auf die Gemeindereform der 1970-er Jahre, mit der sich der Zusammenschluss zur heutigen Gemeinde Rosenberg zum 1. Juli 1972 abzeichnete. Mit der Pflanzung eines Baumes wolle man an diesen Tag erinnern. Der Bürgermeister begrüßte neben den Bürgern die Ortschafts- und Gemeinderäte sowie den Ehrenbürger, Altbürgermeister Gerhard Baar.

Wie Ralph Matousek betonte, ging die Reform von der damaligen Landesregierung aus und hatte zum Ziel, leistungsfähige Gemeinden zu bilden und damit die Verwaltungskraft für die Bürger vor Ort zu stärken. „Die Leistungsfähigkeit der kleinen und Kleinstgemeinden entsprach schlicht nicht den Anforderungen der Zukunft“, sagte Matousek. „Die Gemeindereform war absolut notwendig und muss heute als erfolgreich beurteilt werden.“ Was aber auf dem Papier logisch erscheint, muss aber auch menschlich zusammenpassen und zusammenwachsen. Denn die Menschen sind die tragende Säule dieser Gemeinschaft und sie muss von den Menschen gelebt werden.

Den ersten Schritt zur heutigen Einheitsgemeinde Rosenberg machte die Gemeinde Bronnacker. Es fanden mehrere Besprechungen statt, bis am 7. Mai 1971 zwei zeitgleiche Gemeinderatssitzungen in Bronnacker und Rosenberg abgehalten wurden. Am gleichen Abend unterzeichnete man die Vereinbarung. Die Genehmigung durch das Regierungspräsidium Nordbaden erfolgte mit Verfügung am 14. Juni 1971.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

„Wenn man den Zusammenschluss mit einer Ehe vergleicht, hat man bereits vor 1971 zusammengelebt und sich ,ungefiltert’ getestet“, so Matousek. Sei es beim Schulbesuch, in den beiden Rosenberger Pfarreien, beim Lagerhaus, dem Bahnhalt, den Handwerks- und Lebensmittelbetrieben und nicht zuletzt den vielen persönlichen Verbindungen, all das hatte für die Bürger von Bronnacker eine große Bedeutung. Das Dorf besaß auch nie einen eigenen Friedhof und bestattete seine Verstorbenen in Rosenberg. Wenn man heute zurückblicke, war es eine richtige Entscheidung für die Bürger, wie der Bürgermeister sagte. Wenn diese Verbindung ohne Krach und Streit auch noch 50 Jahre hält, dann kann man durchaus auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. Die letzten 50 Jahre waren schöne und gute Jahre berichten Zeitzeugen.

Menschen sind tragende Säule

„Mit der heutigen Baumpflanzung, einer Säuleneiche, zwischen den beiden Ortsteilen soll das Band neu geknüpft werden, oder anders gesagt – das Eheversprechen soll erneuert werden“, meinte der Bürger-meister Ralph Matousek. „Die tragende Säule unserer Gemeinschaft sind die Menschen und diese füllen die Gebäude und die Gemeinschaft mit Leben. Dazu gehört Mut, Begeisterung und viel Liebe etwas in unseren Dörfern zu erreichen und das nicht mit einem persönlichen Antrieb, sondern für das Gemeinwohl.“ Die Eiche steht symbolisch für die Standfestigkeit, wie ein Fels in der Brandung, damit dieses Band zwischen den beiden Ortsteilen bestehen bleibt. „Das Leben der Menschen für Bronnacker und Rosenberg ist ihre Heimat. Um die Zukunft ist es ihm nicht bange“, so Matousek. Er schritt mit Ortsvorsteherin Katrin Wölfel (Bronnacker) und Sven Baumann (Rosenberg) zur Tat, um den neuen Baum zu pflanzen.

Bei den Ortschaftsräten von Bronnacker und Rosenberg, welche die Veranstaltungen rund um dieses bedeutende Erlebnis organisierten, bedankte er sich. Ebenso bei allen Personen, die sich mit kreativen Ideen und helfenden Händen an diesem Jubiläum beteiligten.

Rosenbergs Ortsvorsteher Sven Baumann richtete in seiner Ansprache einen Blick ins Jahr 2051 und ging mit einem Augenzwinkern auf die Tagesordnung des Ortschaftsrates ein, auf der dann Punkte wie der Bau des Zentralflughafens „Golan“, das Klinikum Bauland oder der Stadionneubau des TSV stünden und begrüßte im Namen seiner Kollegin Katrin Wölfl die vielen Bürger. Er wünschte sich eine weitere gute Zusammengehörigkeit. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringen werde. „Ein Blick in die Glaskugel zeigt mir, dass jeder von uns an der Zukunft durch seine Mithilfe und seinen Umgang mit und untereinander Einfluss nehmen kann“, so Baumann. Die bereits sehr lange bestehende Harmonie der Ortsteile soll nicht verlorengehen.

AdUnit Mobile_Pos4
AdUnit Content_3

Durch die Verbindung zu Kindergarten und Schule entstehen auch weiterhin neue private Kontakte, die sicherlich über Jahrzehnte hinweg Bestand haben werden. Wie in den letzten 50 Jahren soll es auch gemeinsam weiter vorangehen. „Heute feiern wir gemeinsam, zusammen entwickeln wir weitere Projekte, denn wir müssen heute schon an morgen denken, die guten Verbindungen weiter hegen und pflegen“, sagte Baumann. „Visionen kann und darf man haben, aber an Visionen kann und soll man auch arbeiten, und zwar gemeinsam. Beginnen wir gleich heute damit.“

Die Feier wurde musikalisch durch den Posaunenchor Adelsheim/Osterburken unter Dirigent Dieter Horn umrahmt. Sie fand mit dem gespielten „Badner-Lied“ ihren Abschluss. Mit einem Glas Sekt stieß man auf den historischen Tag im Bauland an, an den sich die Anwesenden in 50 Jahren sicherlich gut erinnern werden, denn dann wird auch die gepflanzte Eiche zu einem großen „Erinnerungsbaum“ gewachsen sein. F

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1