TSV Rosenberg - Zaunanlage an beiden Spielfeldern erneuert / Kosten in Höhe eines Mittelklassewagens Die Gefahrenquelle wurde beseitigt

Von 
Helmut Frodl
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Nach über 40 Jahren und nach mehreren Reparaturen wurden die beiden alten Ballfangzäune am Sportgelände des TSV Rosenberg ausgetauscht. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer des Vereins beteiligten sich an den Arbeiten. © Helmut Frodl

Die coronabedingte Pause im Fußball nutzte der TSV Rosenberg, um die beiden Ballfangzäune an den Sportplätzen zu erneuern.

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Rosenberg. Nach momentanem Stand zu urteilen, wird die erste Mannschaft des TSV Rosenberg in der derzeit ausgesetzten Rückrunde der Landesliga kein Fußballspiel mehr auf dem heimischen Rasen bestreiten.

Die Planungen für die neue Verbandsrunde laufen bereits, wobei jedoch noch unklar ist, wann diese beginnt.

Anlage bereits über 40 Jahre alt

In dieser zwangsverordneten fußballfreien Zeit ist der TSV die Erneuerung der beiden Ballfangzäune an den Sportplätzen angegangen. Die derzeitige Zaunanlage wurde zur Einweihung des Sportgeländes im Jahre 1978 erstellt und ist mittlerweile in die Jahre gekommen.

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Kleinere Beschädigungen wurden in der Vergangenheit immer wieder repariert. Während eines Sturmes im Jahre 2016 ist dann ein Baum auf den Zaunteil am Trainingsplatz gefallen und hat diesen erheblich beschädigt. In den anschließenden Diskussionen im Vorstand gestaltete sich die weitere Vorgehensweise als schwierig. Es stand die Frage im Raum, ob die Reparatur des vorhandenen Zaunes in Auftrag gegeben werden oder aber eine neue Anlage errichtet werden sollte.

Gefahrenquelle erkannt

Nach einer im vergangenen Jahr erfolgten Besichtigung und Analyse wurde festgestellt, dass auch die Fundamente und Haltestangen marode sind und eine Reparatur nicht mehr möglich ist. Aufgrund der Beschädigungen konnte auch die Standsicherheit der Zaunanlage nicht mehr gewährleistet werden, so dass der Zaun eine Gefahrenquelle darstellt. Das zwang den Vorstand mit zunehmender Dringlichkeit zum Handeln.

Rundumerneuerung

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In der Folge fassten die Verantwortlichen im September 2019 den Beschluss, die Erneuerung der kompletten Zaunanlagen an beiden Spielfeldern vorzunehmen. Nach der Planung und Koordinierung des Großprojektes wurde das Ingenieurbüro Sack aus Adelsheim damit beauftragt, eine Kostenschätzung vorzunehmen. Zusätzlich führte man viele konstruktive Gespräche mit der Gemeindeverwaltung und dem Badischen Sportbund.

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Schnell wurde dem Vorstand klar, dass diese Maßnahme die Vereinsfinanzen stark beanspruchen würde und nur mit erheblichen Eigenleistungen und Zuschüssen zu realisieren sein würde. Die Gesamtkosten liegen im Bereich eines Mittelklassewagens.

Zuschüsse über insgesamt rund 25 000 Euro wurden sowohl bei der Gemeinde Rosenberg als auch beim Badischen Sportbund beantragt.

Der Auftrag gab man an den Partner des TSV Rosenberg, den FDZ Springauf aus Giebelstadt, welcher das preisgünstigste Angebot machte. Der eigentlichen Umsetzung gingen umfangreiche Baumfällarbeiten voraus, jedoch erst nachdem eine eingehende Beurteilung durch Rosenbergs Revierförster Christoph Hilgersim erfolgt war. Nach der Entfernung der Wurzelstöcke durch die Firma Klaro wurde das Gelände eingeebnet. Die nachfolgenden Arbeiten, koordiniert von Karlheinz Volk, führten die Mitglieder des TSV, darunter auch viele Fußballer, ehrenamtlich aus.

So bauten die Helfer die alte Zaunanlage ab und entsorgte diese. Beim Ausgraben der Fundamente für die neuen Haltestangen stieß man auf sehr felsiges Gelände, welches den Einsatz eines Baggers notwendig machte. Ausgeführt wurden die Arbeiten durch die Baufirma Bernhard Beckmann.

Ehrenamtliche Helfer

Nachdem die Fundamente betoniert waren, errichtete man die Haltestangen. Die unteren Elemente der Anlage erneuerten und montierten abermals ehrenamtliche Mitglieder. Das Gelände wird jedoch nochmals eingeebnet. Unter der Anlage müssen auch Betonplatten verlegt werden.

Die Arbeiten sollen bis Sommer planmäßig abgeschlossen sein. Das Projekt stellt nach mehreren Jahren der Konsolidierung die erste große Baumaßnahme für den Verein dar. Das Vorhaben war unumgänglich, wenn auch eine weitere finanzielle Durststrecke durch den unverhofften Einbruch bei den Vereinsfinanzen zu verkraften ist. Wie Vorstand Christof Geiger sagte, sei der TSV allen tatkräftigen Helfern und beteiligten Firmen sowie den Zuschussgebern zu großem Dank verpflichtet.