Gemeinderat Rosenberg

Bildung und Betreuung bleiben im Fokus

Wie Bürgermeister Matousek in seiner Haushaltsrede erklärte, ist die Finanzausstattung in der Gemeinde aktuell zufriedenstellend

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F
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Rosenberg. Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag den Haushaltsplan für 2023 beschlossen. Bürgermeister Ralph Matousek betonte in seiner Haushaltsrede, dass die Finanzausstattung in der Gemeinde aktuell zufriedenstellend sei. Luft nach oben gebe es aber immer.

Die Baulandgemeinde nehme in diesem Jahr den Spitzenplatz im Ranking der Steuerkraft im Neckar-Odenwald-Kreis ein. Ein seltenes Ereignis, das auf ein sehr steuerstarkes Jahr 2021 zurückzuführen sei. Die Kehrseite seien geringere Zuweisungen von Landesseite und gestiegene Kreis- und Finanzausgleichsumlagen, die eigentlich zu einem negativ Ertragshaushalt geführt hätten.

Ein erhöhtes Aufkommen der Gewerbesteuer in 2023 gleiche dieses jedoch aus, „so dass wir wohl auch in den kommenden Jahren, im Vergleich zur Steuerkraft der Gemeinden im Neckar-Odenwald-Kreis, im oberen Drittel verweilen werden.“

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Diese „Luft“ bedeute aber auch, die regelmäßigen Unterhaltungsarbeiten an den öffentlichen Einrichtungen vornehmen zu können und den Bestand zu sichern. „Rosenberg bleibt aber eine Flächengemeinde mit einer umfangreichen Infrastruktur.“

Man möchte den diesjährigen Haushalt gerne dazu nutzen einige Akzente in der Gemeinde zu schaffen. Dazu gehört auf der Investitionsseite der Baubeginn des neuen Feuerwehrgerätehauses in Rosenberg, womit erstmals Räumlichkeiten geschaffen werden, die dem heutigen Stand entsprechen und auch eine zukünftige Entwicklungsmöglichkeit bei der Feuerwehr ermöglicht.

Ein weiterer Baubeginn wird durch die Schaffung neuer Sozialräume im Bauhof stattfinden. Bildung und Betreuung bleiben auch 2023 laut Matousek im Fokus. Mit der Erneuerung der Außenanlagen im Kindergarten Rosenberg soll ein weiterer Meilenstein geschaffen werden.

Viele Dächer der Gemeindegebäude wurden für Photovoltaikanlagen genutzt. Damit leiste die Gemeinde einen erheblichen Beitrag zur Energiewende.

Das im Haushalt vorgesehene Bauprogramm enthalte auch eine „Aufdimensionierung“ des Abwasserkanals unterhalb des alten Friedhofes entlang der Bahnlinie und im Kreuzungsbereich des Dörrhöferweges/Hauptstraße.

Was lange währt, soll 2023 umgesetzt werden: Dies betrifft die erstmalige Herstellung der Straße im Baugebiet Eichgarten im Ortsteil Hirschlanden. Die Straßenbeleuchtung wird auf ein neues Leuchtmittel umgestellt. Zum anderen habe die Gemeinde die Möglichkeit, im nördlichen Neckar-Odenwald-Kreis ein „Car-Sharing“ zu nutzen.

Das Investieren in die Infrastruktur sei das eine, aber das eigentliche Kapital einer Gemeinde sind die Menschen. Die Corona-Pandemie habe dem gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde viel abverlangt, deren Rückgrat die Vereine sind, welche die örtliche Kultur tragen und mit Veranstaltungen und Festen lebendig halten.

„Das funktioniert aber nur, wenn sich die Menschen engagieren. Corona hat uns bequem gemacht“, so der Bürgermeister, und weiter: „Rosenberg muss mit seinen Ortsteilen lebendig sein. Hierzu ist auch eine Stabilisierung der Einwohnerzahl sehr wichtig. Nach dem Verlust an Einwohnern in den letzten 20 Jahren konnte man in 2020 den Abwärtstrend stoppen. Es muss gelingen, diesem Ausbluten des ländlichen Raumes entgegenzutreten, denn das Bauland ist schön und lebenswert und es gibt vor allem Kindergartenplätze.“

Der Haushalt 2023 schließe im Ertragshaushalt mit einem Plus von 117 000 Euro ab und ist damit ausgeglichen. Es werden keine Schulden neu aufgenommen, der Schuldenstand werde sich sogar deutlich reduziert.

Mit dem Investitionsvolumen im Finanzhaushalt nutze die Gemeinde die Chancen und Möglichkeiten, die Zukunft für Rosenberg zu gestalten. Ihm sei auch bewusst, so der Bürgermeister weiter, dass es wieder anderen Zeiten in der Gemeinde geben werde. F