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Sitzung des Gemeinderates

Vor dem Bau ziehen die Eidechsen um

Vergabe für gesamtstädtebauliches Entwicklungskonzept

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Merchingen. In der ersten Sitzung nach der Sommerpause arbeitete der Gemeinderat eine 13 Punkte umfassende Tagesordnung ab, auf der neben Bauanträgen auch mehrere Auftragsvergaben standen. Das Gremium vergab Aufträge von fast vier Millionen Euro. Zur Sitzung im unteren Schlosssaal in Merchingen begrüßte Bürgermeister Ralf Killian zahlreiche interessierte Zuhörer.

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Bauantrag vertagt

Der Bauantrag zum Neubau eines Mehrfamilienhauses in Merchingen stand erneut auf der Tagesordnung. Er wurde bei der letzten Sitzung im Juli abgelehnt. Nach eingehender Diskussion folgte der Gemeinderat in der Sitzung dem Vorschlag von Clemens Walz, den Punkt zu vertagen und der Gemeinderat solle sich in einem Vor-Ort-Termin die Bausituation anschauen. In der nächsten Sitzung solle erneut beraten und ein endgültiger Beschluss gefasst werden.

Eine Auftragsvergabe war die Vergabe der Regel-, Mess- und Steuerungsanlagen der abwassertechnischen Außenanlagen der Stadt Ravenstein. Wie Bürgermeister Killian erläuterte, bestehe hier eine gesetzliche Verpflichtung, dass diese Ausrüstung bis Ende des Jahres 2024 erfolgen muss. Im Zusammenhang mit der geplanten Erweiterung der Technik sollen auch die bestehenden Pumpwerke und Regenbecken mit der neuen Technik erweitert werden. Zudem soll die Vorortüberwachung der Bauwerke (Entfernung bis zur Kläranlage bis zu 24 Kilometer) über ein Notebook mit Zugriff auf die Daten der Zentralkläranlage des Abwasserzweckverbandes ermöglicht werden.

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Die Stadt habe einen Antrag auf Bezuschussung gestellt, der bereits beschieden wurde. Der Auftrag wurde nach einem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates an die Firma Kuhn aus Höpfingen zum Angebotspreis von rund 286 292 Euro vergeben, den Laptop liefert die Firma Maier aus Alpirsbach zum Preis von rund 1955 Euro. Es ist aber mit einer längeren Lieferzeit der Teile und der Ausführung zur Umrüstung zu rechnen, sagte Killian abschließend und leitete zur Vergabe eines gesamtstädtischen Entwicklungskonzeptes über.

Nachdem der vorgelegte Antrag über die städtebauliche Erneuerung der Ortsmitte Merchingen vom Regierungspräsidium abgelehnt wurde, da das vorgeschriebene gesamtstädtebauliche Entwicklungskonzept der Gesamtstadt nicht vorlag, befasste sich der Gemeinderat er-neut mit diesem Thema. Nachdem ein neuer Antrag zum 1. November gestellt werden soll, ist es erforderlich, ein gesamtstädtisches Entwicklungskonzept mit vorzulegen. Die Landsiedlung Baden-Württemberg habe hierfür ein Angebot zum von 19 500 Euro abgegeben, das aber deutlich über dem Planansatz von 7000 Euro liege. Der Gemeinderat stimmte der Auftragsvergabe sowie der über-planmäßigen Ausgaben zu.

Eine weitere Auftragsvergabe betrag die Feldwegsanierungsmaßnahmen in Ravenstein. Wie Killian erläuterte, sind in diesem Jahr Maßnahmen in den Stadtteilen Unterwittstadt, Oberwittstadt und Erlenbach (Restarbeiten aus dem Jahr 2021) vorgesehen. Die Auswahl der zur Sanierung vorgesehenen Feldwege wurde mit den Ortsvorstehern abgestimmt. Der Auftrag zur Sanierung der ausgewählten Feldwege wurde zum Angebotspreis von rund 53 783 Euro an die Firma Keßler aus Waldbrunn vergeben. Ein Teil der notwendigen Arbeiten werde auch vom städtischen Bauhof ausgeführt. Der im Haushalt angesetzte Planansatz von 75 000 Euro werde eingehalten.

Inzwischen sind 23 ukrainische Flüchtlinge in der Stadt untergebracht, so der Bürgermeister weiter. Da mit einer starken Zunahme zu rechnen ist, werde weiterer Wohnraum in der Stadt gesucht. Weiterhin gab der Bürgermeister bekannt, dass ein Gemeindevollzugsbeamter nunmehr beim Gemeindeverwaltungsverband eingestellt wurde, der auch die Stadt Ravenstein stundenweise betreuen wird.

Eidechsen ziehen um

Der Bau des Lebensmittelmarktes ist, so Bürgermeister Killian noch kein „heißes“ Thema. Die in den letzten Tagen dort durchgeführten Arbeiten haben noch nichts mit dem geplanten Bau zu tun, es wurden nur die im dortigen Bereich befindlichen Eidechsen „umgesiedelt“. F

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