Jahreshauptversammlung der Kreisjägervereinigung Buchen - Beitragserhöhung und Sonderumlage / Auf komplexes Jahr zurückgeblickt Ein neues Vorstandsteam wird gesucht

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Ehrungen für langjährige Mitglieder und wegen besonderer Verdienste standen auf der Tagesordnung der Kreisjägervereinigung.

© Bernhard

Merchingen. Bei der Jahreshauptversammlung der Kreisjägervereinigung Buchen sollte ein neuer Vorstand gewählt werden - was fehlte waren die Kandidaten.

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160 Jägerinnen und Jäger der Kreisjägervereinigung Buchen füllten den Saal des Schlosses Merchingen. Doch nicht einer von diesen war bereit, ein Amt in der neu zu wählenden Vorstandschaft zu übernehmen. Deshalb vertagte man die Wahl auf Juni. Außerdem erhöhten die Jäger den Jahresmitgliedsbeitrag und beschlossen eine Sonderumlage zugunsten der Renovierung der Schießanlage.

"Das Jahr 2015 war in seiner Komplexität für uns Jäger einzigartig", betonte Kreisjägermeister Wolfgang Brand in seinem Jahresrückblick. Er kritisierte die Novellierung des Landesjagd- und des Wildtiermanagemengesetzes. "Das Gesetz bevormundet Jäger durch Bürokratie und Verbote!", sagte Brand. Er forderte deshalb von der neuen Landesregierung, das Gesetz zu korrigieren. Außerdem wies der Kreisjägermeister auf die zertifizierte Jagdschule der Kreisjägervereinigung hin. Im vergangenen Jahre hätten von 24 Teilnehmern 21 die Jägerprüfung bestanden. Erfolgreich sei auch die Aktion "Lernort Natur" gewesen, die sich an Kinder und Erwachsene richte. Die Jagdhornbläser spielten in drei Gruppen und hätten 42 Auftritte gestaltet sowie 135 Übungsabende bestritten. Brand dankte den Musikern für ihren Einsatz. Der Vorsitzende ging auch auf die Bedeutung des Schießstands ein, den die beiden Kreisjägervereinigungen Buchen und Mosbach unterhielten. "Der Schießstand ist kein Prestigeobjekt", betonte er. Man benötige diesen zum Einschießen von Waffen, zum Üben und zur Ausbildung von Jungjägern. Ein Gutachten habe ergeben, dass der Stand zwar saniert werden müsse, aber durchaus zukunftsfähig sei. Insgesamt hatten die 42 Jägerinnen und 492 Jäger im vergangenen Jahr mehr als 3700 Stück Rehwild und mehr als 1800 Wildschweine erlegt sowie über 1200 Füchse und 185 Feldhasen.

Da der gewählte Kassier von seinem Amt zurückgetreten war, musste Brand dessen Funktion kommissarisch übernehmen. Gemeinsam mit dem langjährigen Kassenführer Norbert Dieterle habe er zahlreiche Fehlbuchungen korrigiert, so dass Dieterle in seinem Bericht einen Überblick über die finanzielle Situation des Vereins und seiner Zweckbetriebe geben konnte. Dem zurückgetretenen Kassenführer wurde die Entlastung von der Versammlung nicht erteilt. Dennoch sind nicht alle ausstehenden Forderungen eingegangen, die durch dessen Verschulden liegengeblieben waren.

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Anschließend diskutierte die Versammlung über die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge von 75 auf 100 Euro. Diese wurde notwendig, da der Landesjagdverband seinerseits die Beiträge pro Mitglied auf 61 Euro erhöht hatte. Letztlich stimmten die Anwesenden der Erhöhung einstimmig zu.

Zu einem ausführlichen Meinungsaustausch führte der Vorschlag des Vorstands, von jedem Mitglied einen einmaligen Sonderbeitrag in Höhe von 50 Euro zu erheben. Dieser soll für die Sanierung des von den beiden Kreisjagdverbänden seit über 40 Jahren betriebenen Schießstands in Osterburken verwendet werden. Nach einem Gutachten müsste man dafür rund 80 000 Euro investieren. Schließlich beschloss die Versammlung die Umlage in der vorgeschlagenen Höhe.

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Da der Kreisjägermeister und sein Stellvertreter nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren und der Posten des Schatzmeisters derzeit unbesetzt ist, waren für die Jahresversammlung Neuwahlen angesetzt. Doch es fanden sich keine Kandidaten. Deshalb setzte der Vorstand für den 17. Juni eine außerordentliche Jahreshauptversammlung an.

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Im Rahmen der Jahreshauptversammlung ehrte Kreisjägermeister Wolfgang Brand Jägerinnen und Jäger für ihre langjährige Mitgliedschaft sowie für besondere Verdienste um den Verein. 25 Jahre: Karl-Anton Breunig (Hardheim), Norbert Dieterle (Osterburken), Christian Girg (Buchen), Theodor Goos (Walldürn), Karl-Ludwig Hemberger (Osterburken), Arno Kaiser (Höpfingen), Stefan Klotzbücher (Hardheim), Klaus Knörzer (Walldürn), Wolfgang Schmidt (Hardheim), Thomas Trunk (Höpfingen), Wolfgang Walz (Ravenstein). 40 Jahre: Reiner Edelmann (Adelsheim), Werner Schmidberger (Bischofsheim), Fridolin Schwab (Mudau), Horst Weber (Ravenstein); 50 Jahre: Kurt Bundschuh (Walldürn), Horst Gehrig (Walldürn), Oswald Gremminger (Buchen), Heinz Huber (Höpfingen). 60 Jahre: Ottmar Hettinger (Bofsheim); 70 Jahre: Heinz Gärtner (Hardheim).

Die DJV-Verdienstnadel in Bronze erhielten Egon Bermayer (Osterburken) und Stefanie Hofmann (Mudau); die DJV-Ehrennadel in Silber: Thomas Scheuermann (Walldürn) und Günter Rudolph (Buchen). Christian Schäfer (Möckmühl) wurde mit dem Abzeichen für Verdienste um das Jagdgebrauchshundewesen geehrt.

Bei der Jahreshauptversammlung der Kreisjägervereinigung Buchen ehrte Kreisjägermeister Wolfgang Brand besonders treue Jagdhornbläser. Für zehn Jahre Mitgliedschaft Michael Fiedler aus Rosenberg, für 40 Jahre Bernhard Löhr aus Berolzheim, Albrecht Ballweg aus Hainstadt und Engelhard Ballweg aus Hainstadt, für 50 Jahre Rolf Stetter aus Hirschlanden und für 60 Jahre Bernhard Meixner aus Hettigenbeuern. mb