Bezirkssynode tagte in Hirschlanden - 52 der 57 Stimmen gingen an den Amtsinhaber / Doppelhaushalt des Kirchenbezirks vorgestellt Dekan Krauth mit großer Mehrheit wiedergewählt

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Dekan Rüdiger Krauth wurde in der Bezirkssynode am Samstag mit großer Mehrheit für weitere acht Jahre wiedergewählt. Das Bild zeigt (von links) Prälat Professor Dr. Traugott Schächtele, Dekan Rüdiger Krauth, Landesbischof Professor Dr. Cornelius-Bundschuh sowie den Vorsitzenden der Konferenz, Pfarrer Karl Kreß.

© Frodl

Hirschlanden. Die Bezirkssynode des Evangelischen Kirchenbezirks Adelsheim-Boxberg tagte am Samstag im evangelischen Gemeindehaus in Hirschlanden. Im Mittelpunkt stand die Wahl von Amtsinhaber Rüdiger Krauth, der sich für eine dritte Amtszeit beworben hatte und mit großer Mehrheit für weitere acht Jahre wiedergewählt wurde.

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Mit einem Gottesdienst wurde die Synode eröffnet. Prälat Professor Dr. Traugott Schächtele aus Schwetzingen hielt die Predigt, Dekan Rüdiger Krauth übernahm die liturgische Gestaltung sowie die Feier des Abendmahls.

Nach der Feststellung der Beschlussfähigkeit durch den Synodalenvorsitzenden Pfarrer Karl Kreß (Walldürn) begründete der badische Landesbischof Professor Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh seinen Wahlvorschlag. Er habe Dekan Krauth bei der Bezirksvisitation im vergangenen Jahr als engagiert und kompetent erlebt. "Es sei wohl die vornehmste Aufgabe eines Dekans, die ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden im Bezirk zusammenzuhal-ten", sagte Cornelius-Bundschuh. Das sei Dekan Rüdiger Krauth bisher gelungen.

Dekan Krauth erinnerte in seiner anschließenden Rede an die großen Veränderungen der vergangenen 16 Jahre seiner Amtszeit und benannte die Herausforderungen, denen sich der Kirchenbezirk in der Zukunft zu stellen habe. Er plädierte für eine stärkere Konzentration auf die Kernaufgabe der Kirche. Verwaltung und Gremienarbeit dürften nicht den Hauptamtlichen die Zeit für den Dienst der Seelsorge und der Verkündigung rauben. Im Gegenteil, jeder Haushalt und jede Verordnung solle den eigentlichen Dienst der Kirche unterstützen.

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Wie Krauth erwähnte, sei in der Kirchenmusik Neues an Kooperationen gewachsen, wobei sich Kantonist Park sehr engagiert einbringt. Ein weiteres neues Projekt sei die geplante Käserei, die das Ziel habe, zu einem Integrationsunternehmen zu wachsen. Im Frühjahr könne mit dem Bau der neuen Käserei in Sindolsheim begonnen werden.

Das vielfältige soziale Engagement werde derzeit auch in der Flüchtlingsarbeit deutlich. In allen Orten, wo Flüchtlinge untergebracht sind, gebe es ehrenamtliche Helferkreise. Die Arbeit in den Kindergärten und Kindertagesstätten seien sehr anspruchsvoll geworden. In kurzer Zeit hätten viele Kleinkind- und Krippengruppen aufgebaut werden müssen.

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Im Kirchenbezirk gebe es aber auch Probleme und Herausforderungen. So stelle man seit Jahren einen Rückgang an Gemeindegliedern und Gottesdienstbesucher fest. Ein zunehmender Arbeitsdruck und der allgemeine Relevanz- und Bedeu-tungsverlust der Kirche in der Gesell-schaft - auch in unserem ländlichen Raum - sei festzustellen. Man werde aber auf die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen reagieren.

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Bei der Wahl waren 57 Stimmberechtigte anwesend. Zum Wahlkörper gehörten die gewählten Bezirkssynodalen, die Kirchengemeinderäten der Kirchengemeinden aus Eubigheim, Hirschlanden und Hohen-stadt, für die Rüdiger Krauth auch Gemeindepfarrer ist, und schließlich auch die beiden Patronatsherren von Hohenstadt und Hirschlanden.

Während des Wahlvorganges hatten die Anwesenden die Gelegenheit, Fragen zur Kirchenarbeit zu stellen, die der Landesbischof teilweise zur Kenntnis nahm und auch beantwortete.

Pfarrer Kreß gab dann das Ergebnis der Wahl bekannt. 52 Stimmberechtigte gaben ihre Stimme für den amtierenden Dekan ab, der damit mit großer Mehrheit in seine dritte Amtszeit starten kann und für das in ihn gesetzte Vertrauen dankte.

Pfarrer Jehle gratulierte Dekan Krauth zu seiner Wiederwahl und wünschte viel Kraft bei der Ausübung seines Amtes.

Nach der Mittagspause wurde der Doppelhaushalt des Kirchenbezirks vorgestellt. Die Verantwortlichen für die Budgets der Kirchenmusik, der Erwachsenenbildung, der Bezirksjugend und des Dekanats ließen die nüchternen Zahlen lebendig werden, indem sie schilderten, für was das Geld des Haushaltes konkret ausgegeben werden soll. Der Doppelhaushalt wurde anschließend einstimmig beschlossen. F