Ballenberger Ortschaftsrat - Im Haushaltsetat wurden verschiedene Vorschläge des Gremiums aufgenommen, darunter die Neugestaltung des Zehntscheune-Vorplatzes Leerstehende Gebäude ein Thema

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Helmut Frodl
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Der Vorplatz der Zehntscheune soll neu gestaltet werden. © Helmut Frodl

Ballenberg. Erstmals in diesem Jahr, auch bedingt durch die Corona-Krise, fand eine Sitzung des Ballenberger Ortschaftsrates statt. Dazu konnte Ortsvorsteher Clemens Walz eine große Anzahl interessierter Zuhörer begrüßen, darunter Bürgermeister Ralf Killian sowie Gemeinderat Karlheinz Schaller.

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Dann informierte Walz über Neuigkeiten aus dem Bürgerhaus. So wurde die Beleuchtung neu eingestellt, ein neuer Router und ein Wandtelefon installiert. Zudem habe man als Spende von der Volksbank Krautheim einen neuen Beamer erhalten, worüber man sich sehr freue.

Einstimmig wurde der Antrag zum Neubau eines Wohnhauses mit Garage genehmigt. Dadurch wird eine Baulücke in der Stadtstraße geschlossen, was der Ortsvorsteher als sehr erfreulich bezeichnete.

Weiterer Punkt war der Haushaltsetat 2020 der Stadt. Verschiedene Vorschläge des Ortschaftsrates seien aufgenommen worden, so erneut die seit mehreren Jahren geplante Renovierung der König-Albrecht Straße (70 000 Euro). Die Ausschreibung soll im Herbst erfolgen, die Realisierung 2021 erfolgen.

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Die geplante Platzgestaltung vor der Zehntscheune fand ebenfalls Berücksichtigung. Man hoffe darauf, Zuschüsse zu erhalten, was auch der Bürgermeister für möglich hielt, allerdings liege noch keine konkrete Planung vor. Diese solle nun zügig unter Einbindung der örtlichen Teilnehmergemeinschaft (TG) vorangetrieben werden, so dass er gute Chance sehe, dass das Bauvorhaben alsbald realisiert werden kann.

Der Eingangsbereich des Falkenberger Hauses soll neu gestaltet werden. Zudem sind für die weitere Er-schließung eines Neubaugebietes Mittel eingestellt, wie auch für die weitere Planung des Radweges von Ballenberg nach Unterwittstadt, für Renovierungsarbeiten am Bürgerhaus, am Rathaus und an der Blockhütte, sowie für den Landerwerb des geplanten Teiches, der jetzt in Richtung Unterwittstadt gebaut werden soll, und für die Wasserführung im Weinbergweg.

200 000 Euro an Investitionen

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Die gesamten geplanten Investitionen bezifferte Walz auf rund 200 000 Euro. Allerdings könne man heute noch nicht sagen, ob alle geplanten Maßnahmen realisiert werden können. Durch die Corona-Pandemie sei nicht vorhersagbar, wie sich zukünftig die Steuereinnahmen der Stadt entwickeln werden.

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Der Ortschaftsrat hatte in seiner Sitzung am 13. Dezember 2019 einen neuen Grenzverlauf zwischen den Flurstücken 258 und 259 beschlossen. Nach einem Vor-Ort-Termin wurde der Grenzverlauf sinnvollerweise neu festgelegt und der damalige Beschluss aufgehoben. Der Ortschaftsrat stimmte zu.

Weiteres Thema, das umfassend besprochen wurde, war die Aufstellung von Ruhebänken im Ballenberger Flur und die damit verbundene Überprüfung der aktuellen Standorte. Ortsvorsteher Walz erläuterte den Sachverhalt und betonte, dass man neue Vorschläge für die Aufstellung der Ruhebänke im Flur erarbeitet habe, die er dem Gremium vorstellte. Es sei zudem geplant, dass zwei vorhandene Holzbänke durch Metallbänke ersetzt werden sollen. Die vorgestellten Standorte wurden vom Ortschaftsrat als sehr gut befunden.

„Historisches“ für die Schilder

Schon seit mehr als acht Jahren befasse man sich mit dem nächsten Thema, so der Ortsvorsteher. Unter den bestehenden Straßennamen-Schildern im Stadtteil Ballenberg sollen historische Informationen angebracht werden. Ein erstes Muster stellte Walz dem Gremium und den Zuhörern vor. Nach einer Bestandsaufnahme und einer Kostenberechnung will der Ortschaftsrat Ende des Jahres einen Beschluss fassen und das Projekt endlich umsetzen.

Ein offener Gedankenaustausch erfolgte beim nächsten Thema, der Nutzung öffentlicher und leerstehender Gebäude in Ballenberg. Eines davon ist das ehemalige Rathaus, wo die Volksbank Krautheim einen Raum nutzt. Drei Räume stünden noch zur Verfügung. Darüber sollte man sich Gedanken machen, sagte Walz. So könnte ein Sitzungssaal für den Ortschaftsrat entstehen, ein Archiv für die Vereine oder gar ein Museum eingerichtet werden. Umfangreiche Renovierungsarbeiten wären aber notwendig.

Die anschließende Diskussion führte bei diesem Projekt zu keinem endgültigen Ergebnis. Auf Vorschlag des Ortsvorstehers soll ein Vor-Ort-Termin mit dem Ortschaftsrat erfolgen. Dabei sollen auch die örtlichen Vereine mit eingebunden werden sollen.

Weiterhin wurde die zukünftige Verwendung des ehemaligen Schulgebäudes angesprochen. Auch hier kam man zu keinem Ergebnis wie eine zukünftige Verwendung aussehen könnte. Schließlich wurde angeregt, das seit mehreren Jahren leerstehende Gebäude zum wiederholten Verkauf anzubieten.

Wie Bürgermeister Killian ergänzte, habe die Stadt mit den leerstehenden Gebäuden ein Problem. Deshalb sei ein Gebäudenutzungskonzept der Stadt in Planung, worin geklärt werden soll, welche städtischen Gebäude zukünftig noch genutzt werden sollen. Derzeit bestünden Raumprobleme im Zentralkindergarten in Oberwittstadt und alsbald auch in der Grundschule in Merchingen. In erster Linie sollten sich die Ortschaftsverwaltungen hierüber auch mit Gedanken machen, welche Gebäude man „abschiebt“ und welche man noch umnutzen kann.

Nach den Informationen aus dem Gemeinderat sowie den Anfragen aus dem Ortschaftsrat schloss Ortsvorsteher Clemens Walz die Sitzung.