In Oberwittstadt - Rekordumbauzeit von 18 Monaten fristgerecht eingehalten / Erste Bauabhnahme erfolgte kurz vor Weihnachten / Neue Räume werden am 7. Januar belebt Kosten belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro

Von 
Helmut Frodl
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Der Umbau der Grundschule Oberwittstadt zum neuen viergruppigen Zentralkindergarten der Stadt ist nach einer „Rekordumbauzeit“ von rund 18 Monaten termingerecht zum Jahresende fertiggestellt.

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Oberwittstadt. Der Kindergartenbetrieb in Oberwittstadt wird am Montag, 7. Januar, in den neuen Räumen aufgenommen. Der Umzug ist bereits erfolgt. Eine erste Bauabnahme am Gebäude erfolgte kurz vor Weihnachten durch die planende Architektin Alexandra Wolfram (Buchen) sowie Vertretern der Stadt mit dem stellvertretenden Bürgermeister Thomas Hornung, Ratschreiber Anton Friedlein sowie dem Leiter des Bauhofes, Bernhard Kappler.

Arbeiten begutachtet

Bei ihrem gemeinsamen Rundgang wurden die ausgeführten Arbeiten begutachtet. Kleinere festgestellte Mängel wurden aufgenommen, damit diese noch behoben werden können. Hierbei wiesen die Beteiligten auf die gute Qualität der verwendeten Materialien und der Einrichtungsgegenstände hin. Die am Bau beteiligten Firmen habe eine sehr gute handwerkliche Arbeit geleistet. Die Zufahrt zum Kindergarten ist soweit fertiggestellt wie auch die Parkplätze. Die Restarbeiten des Außenspielplatzes sollen bis zum Frühjahr abgeschlossen werden.

Die jetzt umgebaute Grundschule von Oberwittstadt wurde im Jahre 1956 erbaut. Zwei Sanierungsmaßnahmen erfolgten in den Jahren 1970 und 2000. Zum Ende des Schuljahres 2014/2015 wurde die Einrichtung geschlossen. Seitdem besuchen alle Grundschüler die Grundschule in Merchingen.

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Danach konnte intensiv an den Umbauplänen zum Zentralkindergarten gearbeitet werden. In der Gemeinderatssitzung am 27. Juli 2016 im Gemeinschaftshaus von Oberwittstadt wurden die Weichen für den Umbau gestellt. Alexandra Wolfram vom gleichnamigen Architekturbüro aus Buchen stellte damals die Pläne vor. Die Planungsgrundlagen sahen einen viergruppigen Kindergarten für 100 Kinder, sowie eine Kleinkindgruppe für zehn Kindern unter drei Jahren vor.

Zudem besteht für alle Kinder der Einrichtung die Möglichkeit, ein warmes Essen einzunehmen. In dieser Sitzung wurden bereits verschiedene Ingenieurleistungen vergeben. Mitte des vergangenen Jahres war es dann soweit. Mit den ersten Bauarbeiten für dieses Großprojekt wurde im Sommer 2017 durch die Baufirma Mackmull begonnen. In fast allen Sitzungen des Gemeinderates wurden Gewerke für den An- und Umbau vergeben, um das sehr ehrgeizig gesetzte Ziel des Fertigstellungstermins Herbst 2018 zu erreichen.

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Vom Gemeinderat wurde auch immer wieder ins Gespräch gebracht, dass zwischen der Ausschreibung, Submission und Ausführung der Arbeiten relativ wenig Zeit verblieben ist, was aber auch dem geplanten Fertigstellungstermin Herbst 2018 geschuldet gewesen war. Jetzt ist fast eine „Punktlandung“ gelungen, denn zum Jahresende konnten die Bauarbeiten des Innenausbaus fertiggestellt werden.

Neuer Anbau

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Der neu erstellte Anbau für die Kleinkindgruppe enthält im Untergeschoss einen Mehrzweck- sowie einen Personalraum. Im ersten Obergeschoss wurden Material und Sanitärräume, ein Besprechungsraum, ein Spielraum mit modernen Spielgeräten und ein Ruheraum eingerichtet. Zudem wurde eine Terrasse und ein Spielbereich mit einer Fläche von rund 200 Quadratmetern angebaut. Das Gebäude dort ist über einen behindertengerechten Zugang vom Parkplatz aus zu erreichen. Ein „Spielflur“ verbindet den neuen Anbau mit dem Altbau, in den ehemaligen Schulräumen befinden sich jetzt vier Gruppenräume, jeweils zwei im Erd- und zwei im Obergeschoss. Zudem stößt man im Untergeschoss auf einen großzügigen Eingangsbereich mit Foyer. Die Garderoben der Kinder sind in den Fluren eingebaut.

Im Obergeschoss befindet sich neben den beiden Gruppenräumen und dem Sanitärbereich ein Büro. Beide Stockwerke sind mit einem Treppenhaus verbunden. Außerdem wird an der Außenwand des oberen Stockwerkes noch eine Rettungsrutsche angebaut werden werden, die aber noch nicht geliefert ist.

Im Untergeschoss des Altbaues befinden sich neben den Technikräumen ein Speiseraum mit Küche, ein weiterer Ruheraum und sanitäre Anlagen. Der Gesamteindruck des neuen Gebäudes ist hervorragend.

Beim zweitägigen Umzug vor Weihnachten, an dem sowohl die Erzieher, die Eltern und die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes tatkräftig mitgeholfen haben, waren auch diese von der Qualität des Gebäudes mit dieser modernen Ausstattung beein-druckt.

Zuschüsse gewährt

In den hellen und modern gestalteten Räumen werden sich die Kinder sicherlich wohl fühlen. Die Gesamtkosten für dieses Großprojekt der Stadt, zu welchem auch Zuschüsse in größerem Umfang gewährt wurden, belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. Die Einweihung ist mit einem großen Programm für den Monat April vorgesehen.