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Jubiläumsfeier

Gelungenes Fest zum Jubiläum

Viele Bürger feierten 50 Jahre Ravenstein. Historische Gemeinderatssitzung

Von 
Helmut Frodl
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Beim Festakt wurde eine historische Gemeinderatssitzung aufgeführt. Die Akteure bekamen viel Applaus. © Helmut Frodl

Ravenstein. Dieses Jubiläumsfest „50 Jahre Ravenstein“, das unter dem Motto „Aus 6 Dörfern wurde eine Stadt“ stand, wird in der Geschichte der Stadt einen mehr als würdigen Platz einnehmen. Überaus viele Bürgerinnen und Bürger aus allen Stadtteilen sowie aus dem Bauland und dem Jagsttal kamen am Wochenende auf den „Rabenstein“ nach Ballenberg, der auch Namensgeber für die neue Stadt gewesen ist, um dieses würdige und einmalige Fest gemeinsam und bei bester Stimmung zu feiern.

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Viele Besucher im Festzelt

Beim Festakt am Samstagabend waren rund 1000 Bürgerinnen und Bürger ins festlich geschmückte Festzelt gekommen, um diesen bedeutenden Festabend beizuwohnen. Das dreistündige Programm mit Ansprachen, Musik, Gesang und einem lustigen Theaterstück war sehr kurzweilig. Landrat Dr. Achim Brötel war noch nicht an seinem Ehrenplatz angekommen, da spielte bereits die Trachtenkapelle aus Hüngheim das Eröffnungslied des Festaktes mit dem von Adolf Hügel komponierten „Ravensteinlied“, bei dem kräftig mitgesungen wurde.

Bürgermeister Ralf Killian begrüßte eine große Anzahl von Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben, ganz besonders jedoch die Herren der „Geburtsstunde“ der Stadt, Ehrenbürger Siegfried Hornung und Richard Zipf. Der Bürgermeister ging in seiner fast einstündigen Festansprache zum Jubiläum auf die damalige Gründung der neuen Stadt Ravenstein ein, die im Zuge der damaligen Gebietsreform von Baden-Württemberg am 1. Dezember 1971 aus der Taufe gehoben wurde.

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Denn die bisherigen selbstständigen Gemeinden Ballenberg, Erlenbach, Hüngheim, Merchingen, Oberwittstadt und Unterwittstadt schlossen sich zur neuen Stadt Ravenstein zusammen, der das Stadtrecht im Jahr 1974 von der damaligen Stadt Ballenberg übertragen wurde.

Engagierter Festausschuss

Fast still und heimlich ist im letzten Jahr das Jubiläum verstrichen, das dem Corona-Virus zum Opfer gefallen ist, sagte Bürgermeister Killian, jedoch durch das Engagement von Gemeinde- und Ortschaftsräten sowie der Verwaltung hatte sich ein Festausschuss zusammengefunden, der dieses heutige Jubiläumsfest organisierte.

Killian stellte dann die Frage, was sich hinter dem Wort Ravenstein verbirgt, das sich aus zehn Buchstaben zusammensetzt. Jeder einzelne Buchstabe habe eine gewisse Aussagekraft, so das beginnende „R“ (wie Ravenstein), denn zur Entwicklung der Stadt haben viele beigetragen. Aller Anfang („A“) war schwer, sagt der Bürgermeister, denn das Zusammenfinden zu der Zweckgemeinschaft Ravenstein hat von den damaligen kommunalen Vertretern der einzelnen Ortschaften und Einwohnerschaft einiges abverlangt. Jeder der sechs Ortsteile hatte seine Eigenschaften und Bedürfnisse mit in die Ehe gebracht und wollte das Bestmögliche für sich erzielen.

Die 60 Vereine „V“ und Institutionen haben zur bedeutenden Entwicklung von Ravenstein nicht unwesentlich beigetragen, denn sie leisten eine hervorragende Arbeit. Mit dem Buchstaben „E“ bezeichnete der Bürgermeister eine aufgeschlossene, hilfsbereite und engagierte Einwohnerschaft. Sie sei das Zünglein an der Waage. Die anfänglichen Schwierigkeiten und das Ortsteildenken haben sich zum Positiven entwickelt. Hierfür wurden im Laufe der letzten 50 Jahre grundlegende Weichen zur Zusammenführung gestellt.

Die Nachhaltigkeit „N“ beruhe auf drei Säulen, wie Ökologie, sozial und ökonomisch. Auch der Buchstabe „S“ wie Sehenswertes hat in der Stadt eine besondere Bedeutung. Neben Museen, Kapellen und Kirchen seien das Schloss, der Golfplatz und die Brauerei eine Besichtigung wert und runden das Angebot ab.

Auf Tradition „T“ wird in Ravenstein viel Wert gelegt, was in einer Vielzahl von Veranstaltungen zum Ausdruck gebracht wird. Die Entwicklung „E“ bezeichnete der Bürgermeister in den letzten 50 Jahren zum Teil als sehr beeindruckend. Mit einem großen Wandel habe sich Ravenstein seit seinem Zusammenschluss verändert und auch in den Stadtteilen hat sich viel getan.

Auch in der Industrie „I“ konnten viele kleine Firmen aus bestimmten Gründen ihren Betrieb nicht aufrecht erhalten, andere Firmen haben sich entwickelt oder neu angesiedelt. Beim Buchstaben „N“ blickte der Bürgermeister in die „nahe Zukunft“ und nannte eine Vielzahl von geplanten Investitionen und Projekten, die zur weiteren Entwicklung der Stadt beitragen werden.

Für diese Ausführungen gab es spontanen Beifall. Der Bürgermeister sagte auch deutlich, dass man über Ravenstein hinaus vor großen Herausforderungen in vielen Bereichen, wie Klimawandel, demographischer Wandel und auch Energiegewinnung stehe. Mit den Worten „es gibt noch viel zu tun, gehen wir es gemeinsam an, wobei jeder Einzelne hierzu einen Beitrag leisten kann“ beendete Bürgermeister Killian seine beeindruckende Festansprache für die es langanhaltenden Beifall gab.

Gesamtchor trat auf

Der für das Fest aus allen Ravensteiner Chören zusammengeführte Gesamtchor Ravenstein mit rund 60 Sängerinnen und Sängern sang dann unter der Leitung des Dirigenten Josef Stahl und Dirigentin Annemarie Moser die Lieder „Wir lieben das Leben und den Chorgesang“ sowie „Glückliche Stunden“, bevor die sehr lustige Aufführung einer historischen Gemeinderatssitzung „Anno Dazumal“, aus der Feder von Autor Jörg Appel (Boxberg) folgte.

Da wurden unter anderem Punkte wie Einstellung eines Gemeindedieners, die Mitgliedschaft im Tourismusverband, die Vatertierhaltung, eine neue Satzung für das Schlachthaus und die Gestaltung eines neuen Stadtwappens besprochen. So oder es so ähnlich soll es in einer der ersten gemeinsamen Sitzung nach der Gründung zugegangen sein. Da gab es doch schon so manche Differenzen untereinander, aber der „schlitzohrige“ Ratsschreiber sorgte immer für einstimmige Beschlüsse. Für ihren sehr gekonnten Auftritt gab es öfters spontanen Beifall für die Akteure.

Am Ende des Festaktes angekommen bedankte sich Bürgermeister Ralf Killian in seinem Schlusswort bei allen, die zum Gelingen des ersten Ravensteiner Gesamtfestes beigetragen haben.

Darunter dem Organisationsteam, dem höchste Anerkennung gebühre, denn in zahlreichen Stunden musste das Fest bis ins tiefste Detail geplant und vorbereitet werden, denn die Maßgabe war gewesen, dass alle Ravensteiner von diesem Jubiläumsfest etwas haben sollten, was Silvia Zipf, Peter Maurer und Clemens Walz mit ihrem Team bestens gelungen ist. Alle Mitwirkenden erhielten zudem ein Präsent der Stadt.

Mit dem „Badnerlied“ gespielt von der Trachtenkapelle Hüngheim unter der Leitung von Dirigent Walter Stahl, klang dann dieser beeindruckende Festakt aus und ein gemütliches Beisammensein mit Unterhaltungsmusik schloss sich an.

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