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Auf dem Schlossplatz - „Oberbrogge“ erinnern an viel „Kurioses“ / Langjährige Mitglieder geehrt

Fastnachtseröffnung der „Brogge“ im Jubiläumsjahr

Von 
Helmut Frodl
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Die „Merchemer Brogge“ eröffneten am Samstag bei strömendem Regen die Fastnacht. © Helmut Frodl

Merchingen. Der „Merchemer Brogge“ hatte sich die diesjährige Fastnachtseröffnung im „44. Jubiläumsjahr“ am späten Samstagnachmittag bei nasskaltem Wetter und strömendem Regen sicherlich anders vorgestellt. Der abgesperrte Schlossplatz war umgeben von einem aufgestellten Bauzaun und Mitarbeiter einer Security Firma kontrollierten am Eingang den Impfstatus der Besucher. Alles neu also auch bei den Fastnachtlern in Zeiten von Corona.

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All diese „Nebenwirkungen“ taten aber der närrischen Stimmung keinen Abbruch. Nach dem gespielten Brogge-Marsch durch die „Hofkapelle“ unter der Leitung von Diri-gentin Katharina Schwab eröffneten hoch oben auf dem „Umzugswagen“ Vorsitzender Denis Beikirch und Sitzungspräsident „Maxi“ Maurer, flankiert von den Gardemädchen aus „Merchene“ und“ Hünge“ vor zahlreich gekommenen Närrinnen und Narren die fünfte Jahreszeit in Ravenstein.

Wie „Maxi“ sagte, könne er sich nicht mehr daran erinnern, dass die „Brogge“ jemals bei einer Eröffnung der Faschenacht so im Regen gestanden sind. Er begrüßte Armin Antoni, den Sitzungspräsidenten der „Schleufer“ aus Hünge, die zum 44. Jubiläum der Brogge gekommen waren. Weitere Grußworte galten Ravensteins Bürgermeister Ralf Killian sowie Ortsvorsteherin Anne-Kathrin Kämmer die anschließend ein närrisches Grußwort an die anwesende Narrenschar richtete.

Nach den „aufwärmenden“ Liedern der Musikkapelle erinnerten die beiden „Oberbrogge“ an das Gründungsjahr zurück, wo beim MfV die ersten Korken knallten. Beide stellten auch klar, dass der MfV sich auf seine Aktiven, die Tanzgruppen und die große Brogge-Schar immer verlassen könne.

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Sie stellten dann fest, dass in diesem Jahr in Merchingen viel „Kurioses“ geschah. Der „fleißige“ Ortschaftsrat stellte vor dem Haus der Grasecks eine neue Bank auf. Infos zum neuen Edeka-Markt konnte der Ortschaftsrat nicht geben, damit muss der Brogge wohl leben, denn auch die Ortsvorsteherin hat nichts über den neu geplanten Markt mitbekommen, die Info hat der Brogge dann aus der Gemeinderatssitzung vernommen. Da läuft was wirklich nicht rund, den Ortschaftsrat gibt es bestimmt – aus welchem Grund?

Am 4. Dezember wird Ravenstein 50 Jahre, der Brogge rauft sich jetzt schon die Haare. Jede Ortschaft soll feierlich unter sich Ravenstein hochleben lassen, das ist bei einem gemeinsamen „Wir“ in Ravenstein echt nicht zu fassen. Über die Organisation besser keinen Ton und für heute gabs über die Gemeinde genug Hohn.

Die beiden „Brogge“ forderten weiterhin, eine Polizeiwachemuss her, damit die Kriminalität nicht noch weiter steigt. Bernd Otterbach – der den Dirigentenstab der Hofkapelle abgab – setzt sich jetzt nicht zur Ruh, er kümmert sich gerade um den Umbau der Toiletten im Schloss, sagte Denis Beikirch. Vielleicht sollte er sich auch mit dem Brandschutz im Schloss als Bauleiter befassen, denn vom Rathaus gib es keine Info, ob es irgendwann mal weitergeht. Beide freuten sich: „Beim Geras wird es langsam voll“, ein Altenheim in Merchingen ist schon toll. Die Bauzeit war sehr schnell, auf dem Multifunktionsweg nach Oberkessach passiert aber derzeit nichts aktuell. Ein Eier- und Wurstautomat steht jetzt beim C + C. Möhler auf dem Gelände, da hat Hungern in Merchingen Sonntags ein Ende. Zum Schluss gaben die beiden das Motto der diesjährigen Kampagne bekannt, das lautet: „Der MfV schaut stolz zurück auf 44 Jahre Brogge Glück“.

Mit närrischen Reimen überbrachte der Sitzungspräsident Armin Antoni die besten Grüße der benachbarten „Hüngemer Schleufer“ zur Jubiläumskampagne des „Brogge“: „Jetzt beginnt wieder die Faschingszeit, lasst und Schunkeln und Feiern. Lange hat man auf diese neue Zeit verzichtet, mit Corona war es halt nichts“, sagte Antoni. Er hoffe dass alles wieder gut wird. Auf den Merchinger „Brogge“ gab es zum Schluss den Hüngemer Schlachruf: „Messer – Schere – schleif“. Eine Abordnung der „Alleze Gässwärmer“ gratulierten zum Jubiläum und überreichten ein Präsent.

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Maxi Maurer bedankte sich für die guten und närrischen Worte und meinte, dass er befürchte, dass man in dieser Kampagne nicht mehr viele Veranstaltungen machen werde. Man sehe der Zukunft aber positiv entgegen. Beendet wurde das närrische Spektakel mit Ehrungen langjähriger und verdienter Vereinsmitglieder.

Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft wurden Steffen Möhler und Barbara Oschmann geehrt. Für 30 Jahre Monika und Horst Weber und für 40 Jahre Klaus-Dieter Reiff. Trotz schlechtem Wetter wurde anschließend im aufgestellten Festzelt beim „Jubiläums-Warm-Up“ der Beginn der fünften Jahreszeit ausgiebig gefeiert.

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