Preisverleihung in Oberwittstadt - Kreis zeichnet Jugendtreffs aus Oberwittstadt, Adelsheim und Schloßau aus / Einsatz und Kontinuität gewürdigt Farrenstall ist „Jugendhaus des Jahres“

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Die Auszeichnung „Jugendhaus des Jahres“ errangen in die Jugendtreffs aus Oberwittstadt, Adelsheim und Schlossau. Das Bild zeigt die drei Preisträger zusammen mit Landrat Dr. Brötel, den drei Bürgermeistern, Ortsvorsteherin Tanja Schneider sowie Ortsvorsteher Erhard Walz (Oberwittstadt) sowie Kreisjugendreferent Rainer Wirth bei der Preisverleihung in Oberwittstadt. © Helmut Frodl

Die Sieger des Vorjahres im Wettbewerb „Jugendhaus/Treff des Jahres“ standen bei der Preisverleihung im Dorfgemeinschaftshaus Oberwittstadt erneut auf dem Siegertreppchen.

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Oberwittstadt. Einen schönen Erfolg gab es für den Jugendraum „Farrenstall“ aus Oberwittstadt, der den ersten Platz belegte, gefolgt vom Jugendhaus Adelsheim und dem Drittplatzierten, dem Jugendkeller aus Schloßau. Die drei erfolgreichen und stolzen Sieger wurden für ihr jahrelanges Engagement in dieser Feierstunde durch Landrat Dr. Achim Brötel öffentlich gewürdigt und erhielten neben einer Ehrenurkunde und einem Geldbetrag von jeweils 200 Euro noch eine Sachspende.

„In die Gesellschaft einbringen“

Ortsvorsteher Erhard Walz begrüßte die Gäste. Die vom Landkreis ins Leben gerufene Verleihung des Titels „Jugendraum des Jahres“ sei eine Anerkennung für die Arbeit der Jugendräume, die sich „vorbildlich für ihren Jugendraum, aber auch für die Gesellschaft einbringen“, verdeutlichte er. Für diese Anerkennung und Unterstützung sprach Walz dem Landkreis seinen persönlichen Dank aus. Er animierte die Jugendlichen, ihre erfolgreiche Arbeit weiter fortzusetzen und betonte, dass er sich speziell auch für seinen Stadtteil Oberwittstadt freue, dass der örtliche „Farrenstall Oberwitt-stadt“ unter den Preisträgern ist und diesmal sogar mit dem Titel „Jugendhaus des Jahres“ ausgezeichnet wurde.

Landrat Dr. Achim Brötel betonte, dass die derzeitige Corona-Pandemie den ursprünglich geplanten Verleihungstermin im März gründlich „verhagelte“. „Selbst das fieseste Virus kann aber nicht dauerhaft verhindern, dass der Landkreis traditionell die besten Jugendhäuser des Jahres auszeichnet“, unterstrich er. Für ihn sei es nach wie vor einer der schönsten Anlässe im gesamten Jahr, weil großer persönlicher Einsatz und eine hervorragende Arbeit der Jugendlichen somit belohnt werde.

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Derzeit bestehen im Kreisgebiet 45 aktive Jugendhäuser oder Jugendtreffs. Die Auszeichnung, welche in diesem Jahr bereits zum 15. Mal erfolgt, ist inzwischen ein regelrechter Selbstläufer, was ihn persönlich auch sehr freue. „Denn es war nicht immer so gewesen, dass die Arbeit der offenen Jugendhäuser tatsächlich auch allgemein anerkannt wurde, was aber zwischenzeitlich längst überwunden ist“, so der Landrat. Städte und Gemeinden seien deshalb sicher gut beraten, wenn sie die Arbeit der Jugendhäuser nach Kräften unterstützen. „Denn eine lebendige Dorfgemeinschaft ist auf Dauer ohne die Jugend nämlich gar nicht denkbar“, hob Brötel hervor. Diese Auszeichnung der würdigen Preisträger solle natürlich auch belohnt werden. Er überreichte jeweils eine Ehrenurkunde, ein Geldpräsent und jede Menge Tüten Chips „als Beitrag für eine gesunde Ernährung“ bei den Treffs.

Speziell würdigte der Landrat dann in einer kurzen Laudatio die einzelnen Jugendtreffs. Der Jugendtreff Oberwittstadt hat seine Ursprünge im alten Rathaus der Gemeinde. Von dort erfolgte 1998 der Umzug in den ehemaligen „Farrenstall“, nachdem dieser nach aufwendiger Renovierung dafür fit gemacht worden war. Dies war nur durch außergewöhnliche Eigenleistungen möglich.

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Zwischenzeitlich hat er sich in seinem nun schon jahrzehntelangen Bestehen als eine feste Größe und als wichtige Ergänzung und Bereicherung des Vereinsangebots im Stadtteil etabliert. Die Aktiven der Vereine unterstützen sich jeweils gegenseitig bei den verschiedensten Anlässen, eine gelebte Dorfgemeinschaft. Dr. Brötel dankte dem neuen Bürgermeister Ralf Killian wie auch Ortsvorsteher Erhard Walz für die stete Unterstützung.

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Das Jugendhaus Adelsheim belegte in diesem Jahr den zweiten Platz. „So langsam wird es eng und es geht mir als Laudator für das Jugendhaus Adelsheim der Stoff für die Würdigung aus“, sagte der Landrat in seiner Laudatio über die Einrichtung. Bereits zum sechsten Mal überreiche er eine Urkunde, in diesem Jahr für den zweiten Platz. Die Jury wurde überzeugt durch die konstante und sehr gewissenhafte Vereinsführung und im besonderen und immer wieder durch die Bereitschaft neuer Jugendlicher, welche sich im Vorstand und den Aktionsteams und bei vielfältigen Aktivitäten engagierten.

Eine besonders kreative, aber auch arbeitsintensive Idee war 2019 die „Carwash-Aktion bei der Reinigung und Pflege der Fahrzeuge von Bürgern. „Auch in Adelsheim geht es nun, mit der bestimmt gewährten Rückendeckung für das Jugendhaus durch Bürgermeister Wolfram Bernhardt positiv gestimmt und motiviert in die nächsten Jahrzehnte“, sagte der Landrat abschließend und leitete zum Drittplatzierten, dem Jugendkeller Schloßau über. Besonders wichtig war im Wettbewerb 2019 die Tradition, die Eingebundenheit in der und die Aktionen für die Gemeinde.

Knapp 200 Mitglieder

Ebenso überzeugt habe die konstante und gewissenhafte Vereinsführung und die allgemeine Anerkennung des Jugendkellers in Schloßau. In nunmehr 27 Jahren habe sich der Jugendkeller in der Gemeinde einen festen Platz im Vereinsspektrum gesichert und sei nicht nur für die Ju-gend des Dorfes eine Größe mit Angeboten für Sportinteressierte oder auch mit kirchlichem Engagement.

Aktuell knapp 200 Mitglieder des Vereins Jugendkeller seien Beweis für dessen Attraktivität, sagte Landrat Dr. Brötel. Damit ist der Jugendtreff der zweitgrößte Verein im Stadtteil.

Ravensteins Bürgermeister Ralf Killian fand es „klasse, dass der ,Farrenstall’ Wittscht erneut unter den Preisträgern ist und den ersten Platz belegte“. Er bedankte sich dafür, dass sich die Mitglieder des Jugendraumes sehr stark für die Belange der örtlichen Jugend einsetzen und wünschte auch für dieses Jahr noch alles Gute. Bür-germeister Dr. Norbert Rippberger (Mudau) überbrachte in seinem Grußwort die Glückwünsche auch im Namen der anwesenden Ortsvorsteherin Tana Schneider und beglückwünschte die Jugendlichen aus Schloßau für ihren erneuten Erfolg beim Wettbewerb.

Den Reigen der Grußwortredner ergänzte Adelsheims Bürgermeister Wolfram Bernhardt, der sich bei den Mitgliedern seines Jugendraumes für die alljährlichen Aktivitäten über das gesamte Jahr bedankte. Den zweiten Platz bezeichnete er als einen großen Erfolg.

Zum Abschluss des offiziellen Teils der Preisverleihung bedankte sich der ehemalige Vorsitzende des Jugendhauses Oberwittstadt, Florian Stern, im Namen der Preisträger für die erhaltene Anerkennung und den einzigartig erhaltenen Preis. Es ist aus seiner Sicht sehr erfreulich, dass das Engagement der Jugendraumvorstände und dessen Mitglieder mit diesem Preis des Landratsamtes honoriert wird.

Zudem stelle der Wettbewerb eine große Motivation dar, welche die nachfolgende Generation anlockt und aktive Mitglieder darin bestärkt, den Jugendraum als attraktives Angebot von und für Jugendliche zu gestalten und weiterzuentwickeln. Sein Dank galt auch Kreisjugendreferent Rainer Wirth für die stets gute Zusammenarbeit und immerwährende Unterstützung. Im Anschluss an den Stehempfang folgte ein Besuch des Jugendraumes Oberwittstadt. F