GTO

Wie man moderne Computerspiele entwickelt

Professor gab Einblick in aktuellen Stand der Technik

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Osterburken. Das Ganztagsgymnasium Osterburken (GTO) wurde im Jahr 2020 mit der Auszeichnung „MINT-freundliche Schule“ geehrt, die das Engagement des Ganztagsgymnasiums in den Bereichen „Mathematik“, „Informatik“ und „Naturwissenschaften“ unterstreicht und anerkennt. Ein Baustein ist dabei auch der Blick in die Berufswelt und der Austausch mit Bildungspartnern und Hochschulen. Im Zuge dieser Bemühungen gab Professor Dr. Tim Reichert am von der Hochschule Heilbronn am Ganztagsgymnasium Osterburken einen Vortrag zum Thema „Fortnite und Co. - wie entwickelt man moderne Games?“. Er gewährte darin allen Schülern, die am Ganztagsgymnasium das Fach Informatik gewählt haben, einen Blick über den schulischen Tellerrand hinaus in die professionelle Entwicklung von Software.

Während die Anfänge der Computerspiele in den 1970-er Jahren noch beim Bau von Spielautomaten lagen und einen Lötkolben als wichtigstes Werkzeug erforderte, wandelte sich dieses Bild in den 1980-er und 90-er Jahren deutlich: Reichert zeigte anhand von Beispielen, wie sich Computerspiele entwickelt haben – und mit ihnen die Werkzeuge, um sie zu erstellen.

Spiele für damals gängige Konsolen mit einfachen Bildern bis hin zu heutigen Anwendungen, in denen man eine umfangreiche Spielwelt in drei Dimensionen erkunden kann – und das meist sowohl auf einer Spielekonsole, als auch auf einem Mobiltelefon.

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Der Professor begeisterte dabei auf mehrere Arten die Schüler: Er gab Einblick in die moderne Entwicklung von Spielen in der virtuellen Realität, zeigte praktisch, was eine Entwicklungsumgebung für Spiele leisten muss und warum die Entwicklung moderner Spiele den Einsatz von vielen Arbeitsstunden und Geld bedeutet.

Ein Ausblick auf Projekte der Hochschule Heilbronn rundete den Vortrag ab. Denn nicht jeder Spielentwickler arbeitet später an einem Computerspiel, sondern mancher erstellt stattdessen virtuelle Schulungsumgebungen, simuliert Verkehrssituationen für autonom fahrende Autos oder nutzt die umfangreichen Werkzeuge, um die Forschung an künstlicher Intelligenz und deren Anwendungen voranzutreiben.

Im Anschluss an den Vortrag nahm sich Reichert Zeit, um Fragen einzelner Hörer zu beantworten und einen Blick auf ein Informatikprojekt einiger Schüler aus der Jahrgangsstufe 1 zu werfen. Dabei sparte er nicht mit guten Ratschlägen und Anekdoten aus seiner eigenen Zeit als Entwickler beziehungsweise als Hochschuldozent.