Bofsheimer Ortschaftsrat tagte

Wichtige Maßnahmen noch einmal in Erinnerung gerufen

Gremium blickte auf die vergangenen drei Jahre zurück

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Bofsheim. In der Halle der Astrid-Lindgren-Schule fand die gut besuchte Jahresabschlusssitzung des Bofsheimer Ortschaftsrates statt. Im Mittelpunkt stand der Jahresrückblick der vergangenen drei Jahre, verbunden mit einem Bildervortrag von Ortsvorsteher Werner Geiger, sowie eine Ehrung durch den Gemeindetag Baden-Württemberg.

Nach der Anerkennung der Niederschrift der letzten Ortschaftsratssitzung wurde die Altenfeier am Dreikönigstag besprochen. Daran anschießend wurde Ortschaftsrat Ralf Senk von Bürgermeister Galm für seine zehnjährige kommunalpolitische Tätigkeit mit der Ehrennadel und einer Urkunde des Gemeindetags ausgezeichnet (die FN berichteten).

Bei den Bekanntgaben teilte der Ortsvorsteher mit, dass der Funkmasten zur Verbesserung des Mobilfunks in Bofsheim, kurz vor Weihnachten, in Betrieb genommen wurde. Des Weiteren bedankte er sich bei den Schülern der Astrid-Lindgren-Schule, die zusammen mit Pfarrer Schnücker die diesjährige Sammlung für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge durchgeführt haben.

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In seinem Rückblick auf die vergangenen drei Jahre führte Ortsvorsteher Geiger aus, dass diese vor allem wegen der Corona-Pandemie und zuletzt dem Krieg in der Ukraine in vielen Bereichen zu Beeinträchtigungen führte. Trotzdem wurde auf breiter Ebene versucht, das Beste aus der Situation zu machen.

Es gab einige wichtige Maßnahmen und Geschehnisse, die er dabei ansprach. So konnte die „Dorfentwicklungsmaßnahme Brückenstraße/Gemeindehaus“ nach einer längeren Planungs- und Bauphase erfolgreich abgeschlossen werden. Mit dieser Maßnahme können alte Überfahrtsrechte entfallen und es ist eine öffentliche Fußwegverbindung vom alten Ortskern in das Neubaugebiet geschaffen worden. Bei einer Stadtteilbegehung informierte sich der Gemeinderat im Beisein von Ortschaftsräten über diese gelungene Maßnahme..

Eine weitere bedeutende Maßnahme im Dorfgebiet war das Leader-Projekt der evangelischen Kirchengemeinde. Durch die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zur Kirche sowie eines Verweilbereichs wurde auch der Vorplatz der Kirche attraktiver gestaltet. Ergänzt wurde diese Maßnahme durch eine E-Bike- Ladestation sowie der Einrichtung einer Toilette. Mit der noch anstehenden Neugestaltung beziehungsweise Oberflächenerneuerung des „Kirchwegs“ wird dieser Bereich des alten Ortskerns eine weitere Aufwertung erfahren, stellte der Ortsvorsteher hierzu fest.

Als wichtige und noch laufende Maßnahme nannte er des Weiteren die Sanierungsarbeiten in der Astrid-Lindgren-Schule, die, wie er hoffe, 2023 ihren Abschluss finden werde.

Mit der Anlegung von weiteren Urnengrabstätten im Friedhof und der Ergänzung der Spielgeräte beim Spielplatz, konnten weitere kleine, aber wichtige Maßnahmen durchgeführt werden. Im Rahmen des Förderprogramms zur Sanierung multifunktionaler Feldwege wurde der „Hormelweg und Römerweg“ ausgebaut.

Die Einweihungsfeier des Leader-Projekts bei der Kirche, das Kartoffelfest der Feuerwehr und die gemeinsame Einweihung der sechs im Kreis angelegten Römerpfade fand auf dem überwiegend auf Bofsheimer Gemarkung verlaufenden „Merkurpfad „ im Beisein politischer Prominenz statt. Die Fortführung des Regionalplans und die Planung weiterer Baugebiete waren weitere Punkte, mit denen sich der Ortschaftsrat befasste.

Für die im Frühjahr durchgeführte Aktion „Saubere Gemarkung Bofsheim“ waren wieder zahlreiche freiwillige Helfer im Einsatz, einschließlich der Jugend.

Ein Dauerthema, mit dem sich der Ortschaftsrat beschäftigt hat und weiter beschäftigen wird ist die Verkehrssituation, mit den starken Belastungen der Anwohner, im Bereich der Ortsdurchfahrt. Anträge auf eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h, unterstützt mit einer Unterschriftenaktion, sind bislang gescheitert. Über die vom Ortschaftsrat geforderten Blitzersäulen wurde bislang noch nicht entschieden. Der Ortschaftsrat wird sich in Kürze mit dem Ergebnis der letzten Verkehrsschau und den durchgeführten aktuellen Zählungen und Messungen erneut beschäftigen – dies auch im Hinblick auf einen Antrag auf Ansiedlung eines DHL-Paketzentrums auf Gemarkung Osterburken, mit nicht auszuschließenden weiteren zusätzlichen hohen Verkehrsbelastungen der Ortsdurchfahrten in unserem Raum. Lobend sprach sich der Ortsvorsteher über die jüngsten Aktionen und Initiativen des Ortschaftsrates, der örtlichen Vereine sowie auch privater Personen aus. Als Beispiel nannte er die „Aktion Bänkle“, den Bofsheimer Adventskalender mit den drei Glühweinabenden, die Winterwanderung sowie dem „1. Bofsheimer Winterzauber“ des Sportvereins. Darüber hinaus fand eine Christbaumaktion der Familie Mosch, eine ebenso große Resonanz in der Bevölkerung. Der Erlös wurde den Vereinen, dem Kindergarten und der Astrid-Lindgren-Schule gespendet.

Ortsvorsteher Geiger dankte allen Beteiligten für die Durchführung dieser Veranstaltungen und Aktionen. „Sie stärken unseren Zusammenhalt, gerade in schwieriger Zeit“, betonte er. In seinem Bildervortrag ließ er die einzelnen Maßnahmen und Geschehnisse Revue passieren.