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Gewerbegebiet Rio

Spatenstich für Reisser-Großprojekt

Das Unternehmen investiert 45 Millionen Euro in ein Logistikzentrum und ein Verwaltungsgebäude

Von 
Helmut Frodl
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Beim Spatenstich (von links) Alois Wimmer, Geschäftsbereichsleiter Würth-Gruppe, Matthias Essig, Bereichsleiter Lagerlogistik Reisser-Schraubentechnik, Alexander Kimmerle, Geschäftsführer Reisser-Schraubentechnik, Michael Dartsch, Geschäftsführer Reisser-Schraubentechnik, Jürgen Galm, Bürgermeister Osterburken, Norbert Haas, TMG Projektleitung, Heide Lochmann, stellvertretende Bürgermeisterin Adelsheim, Ralph Matousek, Bürgermeister Rosenberg, Peter Maurer, stellvertretender Bürgermeister Ravenstein. © Frodl

Osterburken. Die Sonne lachte vom blauen Himmel, die Firmenvertreter waren bester Laune, als nun der Spatenstich für das neue Logistikzentrum der Firma Reisser Schraubentechnik im Regionalpark Osterburken erfolgte. Mit diesem Projekt setzt das Unternehmen, beheimatet in Criesbach und zu Würth gehörend, ein positives Signal für die heimische Wirtschaft.

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Bauzeit von 18 Monaten

„Wir gehen von einer Bauzeit von 18 Monaten aus“, sagte Projektleiter Matthias Essig, denn auf einer Fläche von vier Hektar werde am neuen Standort eine Lagerhalle mit 20 000 Quadratmetern entstehen. „Das neue Gelände im RIO bewegt sich in einer ähnlichen Größendimension wie der derzeitige Haupt- und Produktionssitz in Criesbach“, so Essig weiter. Das Unternehmen habe sich vorsorglich ein Vorkaufsrecht für zusätzlich acht Hektar gesichert, um weitere Wachstumspotenziale erschließen zu können.

Am neuen Logistikstandort wird neben der Lagerhalle auch ein modernes Verwaltungsgebäude errichtet. Die beiden Geschäftsführer von Reisser, Michal Dartsch und Alexander Kimmerle, blicken positiv in die Zukunft. Beide wissen, dass das neue Logistikzentrum ein Meilenstein für das Unternehmen sei, um den Servicegrad im Logistikbereich für die Kundschaft zukunftsfähig aufzustellen und dabei auch nachhaltige Ziele zu verfolgen. „Die Investition ist die größte in der Firmenhistorie. Wir sind uns sicher, dass das Investitionsvolumen von 45 Millionen Euro sehr gut angelegt ist“, bekräftigte Michael Dartsch.

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Von
Michael Weber-Schwarz
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Die Erweiterung ist für Alexander Kimmerle ein logischer Schritt, der mit Weitblick geplant worden sei. Die räumlichen Kapazitäten am Hauptsitz in Criesbach seien im digitalen Zeitalter für die ambitionierten Strategiepläne und Wachstumsziele des Herstellers von qualitativ hochwertigen Befestigungs- und Verbindungselementen zu begrenzt.

„Die frei werdenden Flächen in Criesbach können wir für die Erweiterung unseres Maschinenparks nutzen. Dadurch gewährleisten wir den weiteren Ausbau unserer Fertigung und setzen den Wachstumskurs fort“, meinte der Geschäftsführer.

Längere Durchlaufzeiten

„Die Durchlaufzeiten und die Prozesszeiten sind in den vergangenen Jahren immer länger geworden. Künftig wird durch das neue Logistikzentrum alles aus einer Hand kommen“, erklärte Alexander Kimmerle weiter. Für den neu gewählten Standort spreche auch der Autobahnanschluss, zudem sei Osterburken ein Eisenbahnknoten. „Mit dem neuen Logistikzentrum bleiben wir in der Region und stärken den Standort“, betonte Michael Dartsch, der hinwies, dass 60 Mitarbeiter vom Hauptsitz nach Osterburken umziehen.

Erstmals in der Firmenhistorie werden auch autonom fahrende Hochregalstapler eingesetzt. „In der neuen Lagerhalle werden die fertig verwogenen und verkaufsfähigen Schraubenpäckchen in über 75 000 Autostorebehälter gelagert. Über 18 000 Palettenstellplätze sind vorgesehen“, ergänzte Michael Dartsch.

Beim Bau der Lagerhalle und des Verwaltungsgebäudes setzt Reisser auf eine moderne und nachhaltige Bauweise. Beim Verwaltungsgebäude wird die Hybridbauweise Holz-Beton die tragende Rolle spielen. Auch die besonderen Anforderungen beim Brand- oder Schallschutz werden berücksichtigt. „Betonkerntemperierung, Photovoltaikanlagen auf den Hallendächern und Wärmepumpen sind nur ein paar Beispiele für Energiemaßnahmen, die wir realisieren werden. Auch ein Parkhaus mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge ist fest eingeplant“, bekräftigt Projektleiter Matthias Essig, der den Standort auch führen wird.

Osterburkens Bürgermeister Jürgen Galm sagte, dass man es nicht so richtig glauben könne, dass es noch gute Nachrichten gebe. Der Spatenstich sei ein „schlagender“ Beweis dafür. Die Investitionssumme von 45 Millionen Euro sei bisher die größte Summe, die bei einem Neubau in der Geschichte des RIO durch ein Unternehmen investiert werde. Dieses Projekt sei ein Meilenstein für den RIO – auch mit dem Bestreben, Arbeitsplätze für die Menschen im ländlichen Raum zu schaffen.

In Übereinstimmung mit den Bürgermeisterkollegen stellte Galm fest: „Heute ist ein schöner Tag für den Zweckverband RIO“. Möge der Bau wie geplant und vor allem unfallfrei vonstatten gehen, so Galm abschließend, bevor man zur Tat schritt und den obligatorischen Spatenstich für dieses Großprojektr vollzog.

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