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Regio-Box

Seit 1000 Tagen Produkte rund um die Uhr

Die Nachfrage ist erfreulich. Jeder Verkauf unterstützt die Schlierstadter Vereine

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Seit 1000 Tagen gibt es in Schlierstadt die Regio-Box. Mit jedem Verkauf werden die Vereine unterstützt. © Münch

Schlierstadt. Neugierig und gespannt warteten am 14. Dezember 2019 rund 100 Schlierstadter Bürger auf die feierliche Eröffnung einer neuen Einkaufsmöglichkeit. Da einige Jahre zuvor der letzte Einkaufsladen geschlossen hatte, sollte mit einem ehrenamtlich betriebenen Lebensmittelautomaten dem notwendigsten Lebensmittelbedarf im Ort Abhilfe geschaffen werden. Die Vorteile dafür lagen auf der Hand: statt im herkömmlichen Laden braucht es für den Automatenbetrieb kein festes Verkaufspersonal. Zugleich kann sich die Kundschaft über ein Zahlmodul rund um die Uhr mit frischen Lebensmitteln am Automat bedienen.

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„Fasziniert und stolz“

Dass dieses Konzept durchaus auch skeptisch gesehen wurde erinnert sich Tobias Münch, der gemeinsam mit seinen beiden Kollegen aus dem Ortschaftsrat Michael Schwebler und Philipp Sack, den Lebensmittelautomat ins Leben rief. „1000 Tage nach Verkaufsstart sind wir immer noch fasziniert und stolz darauf, dass das regionale Angebot im Automat so gute Nachfrage erfährt und die allernötigste Grundversorgung sichergestellt ist. Damit hätten wir in dem Umfang sicher nicht gerechnet“, freut sich Tobias Münch.

Mittlerweile sei man ein gut eingespieltes Team, wobei die drei Automatenmänner gemeinsam mit ihren Familien täglich für Nachschub sorgen. „Quasi alle Produkte haben eine konstante Nachfrage. Das macht wirklich Freude“, sagt Michael Schwebler, welcher sich vor allem um die Abrechnung kümmert. Neben der Bereitstellung einer Grundversorgung war es den Verantwortlichen auch immer wichtig, ein regionales und saisonales Angebot bereitzustellen.

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Von
Nicola Beier
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„Abzüglich des Schlachtwegs von etwa 20 Kilometern ist es vom Stall bis zum Automat gerade einmal ein guter Kilometer“, erläutert der Schlierstadter Landwirt Philipp Sack, welcher den Automat in der Ortsmitte mit Dosenwurst, Schinken, Cabanossi und über den Sommer mit Grillgut bestückt. Eben nicht nur die Regionalität sondern auch die Wertschätzung und Wertschöpfung liegt dem Schlierstadter Automaten-Team am Herzen. „Mit jedem verkauften Produkt wird dauerhaft Schlierstadter Vereinsarbeit unterstützt und regelmäßig beteiligen wir uns an saisonalen Aktionen“, so Tobias Münch.

So gibt es im Schlierstadter Automat seit kurzem auch das „Odenwälder Genusstäschle“, welches einige Köstlichkeiten aus der Region beinhaltet und sich als Mitbringsel prima eignet und das Sortiment des Automaten um ein weiteres Produkt bereichert.

Als konstante Verkaufsschlager gelten nach wie vor Eier aus Bödigheim, Bratwurst von Schweinen der Familie Sack, Grünkern aus Altheim, Käse aus Sindolsheim und Joghurt aus Marlach. Gerade über den Sommer sind aber auch kühle Getränke aus Osterburken und Müsli-Riegel aus Buchen nicht nur bei Radfahrern beliebt. „Bisher klappt der Betrieb gut und weitestgehend reibungslos. Durchaus kann es aber gerade wie in der aktuellen Urlaubszeit aber auch mal passieren, dass ein Produkt ausverkauft ist, dies erfahren wir per Handyapp und handeln dann schnell. Kommt es am Automat zu Problemen ist unter der angegebenen Telefonnummer quasi immer einer von uns erreichbar und eilt selbstverständlich zur Hilfe“, so die Verantwortlichen Münch, Sack und Schwebler.

Gewinn für die Ortschaft

Auch Ortsvorsteher Jürgen Breitinger sieht wie viele Schlierstadter Bürger in dem Automat einen Gewinn für die Ortschaft und einen guten Kommunikationspunkt. Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass auch in Zukunft viele Menschen aus nah und fern das regionale Angebot nutzen und der Automat weiter von Vandalismus verschont bleibt.

Im Jahr 2019 wurde der Schlierstadter Lebensmittelautomat „Regio-Box“ unter Federführung der „Schlierstadter Vereine GBR“ als erster seiner Art in Baden-Württemberg durch das Regionalbudget der Leader-Aktionsgruppe badisch-franken mit einem Zuschuss in Höhe von 80 Prozent der Nettokosten bezuschusst.

Den verbleibenden Anteil in Höhe von etwa 5000 Euro übernahm die Stadt Osterburken zur Stärkung der Kommunikation und Nahversorgung im Stadtteil Schlierstadt.

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