Sozial-Audit nah SMETA-Richtlinien - Osterburkener Unternehmen AZO stellt sich der Bewertung durch zertifizierte Prüfer Partner legen Wert auf soziales Verhalten

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Rainer Zimmermann, Geschäftsführender Gesellschafter von AZO (rechts) Klaus Bachmann mit dem neu erhaltenen SMETA-Zertifikat. © AZO

Osterburken. Wahrung und Achtung der Menschenrechte, regelkonforme Arbeitsbedingungen, Umweltmanagement und Geschäftsethik – all das sind Themen, deren Umsetzung man in deutschen Unternehmen aufgrund der umfangreichen deutschen Gesetzgebung eigentlich als Selbstverständlichkeit erwartet. Dass dem nicht so ist, zeigen die Nachrichten über Vorgänge in der Bekleidungsindustrie und der Fleischverarbeitung.

Ethisch vertretbare Produktion

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„Die Firma AZO hat es sich zum Grundsatz gemacht, ihren Kunden Lösungen für innovative Rohstoffautomatisierung zu liefern, die von ihren Mitarbeitenden auf verantwortungsbewusste und ethisch vertretbare Weise hergestellt werden“, teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. Im Mittelpunkt stehe dabei eine nachhaltige Entwicklung auf der Basis von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten. Nachhaltiges Wachstum und Wertsteigerung sollen die Firma als eigenständiges Familienunternehmen für kommende Generationen erhalten.

Dazu hat sich AZO durch die unabhängige Organisation Bureau Veritas nach den SMETA-Richtlinien (Sedex Members Ethical Trade Audit) seine ethische und soziale Nachhaltigkeit bestätigen lassen. Das durch zwei zertifizierte Prüfer an vier Tagen durchgeführte Audit gewährleistet eine objektive Bewertung des Unternehmens. SMETA ist eines der am meisten verwendeten Auditverfahren für soziales und ethisches Verhalten in Geschäftsverhältnissen. Das Zertifizierungsverfahren über die vier Säulen Arbeitsbedingungen, Arbeitsschutz, Umweltmanagement und Geschäftsethik ist eine Zusammenstellung aller bewährten Praktiken der Audittechnik und bezieht die gesamten Prozesse der Wertschöpfung und der Lieferkette eines Produktes ein.

Aufgrund der stetig steigenden Wahrnehmung des Themas Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit, legen alle Marktteilnehmer, neben dem ressourcenschonenden Umgang mit Rohstoffen, auch Wert auf ethisches und soziales Verhalten von Unternehmen.

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Die Partnerunternehmen von AZO aus der Lebensmittelindustrie fordern für eine zukünftige erfolgreiche und dauerhafte Zusammenarbeit, dass sich ihre Lieferanten den Herausforderungen des SMETA-Audits stellen. Aber auch von den Kunden aus anderen Branchen kommt immer häufiger die Aufforderung, ein Sozialaudit nachzuweisen.

Im Rahmen der Auditdurchführung wurden vom Auditor neben dem Betriebsrat auch Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen auf freiwilliger und vertraulicher Basis befragt. Da geht es zum Beispiel um die Frage, ob der Arbeitsplatz sicher ist und keine Gesundheitsgefahren für den Beschäftigten bestehen. Oder um die Frage: „Sind Sie frei, sich einer unabhängigen Gewerkschaft anzuschließen, und können Sie mit Ihrem Managementteam über Ihren Lohn und Ihre Arbeitsbedingungen verhandeln?“ Und es geht darum, ob die Mitarbeiter, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer ethnischen Gruppe, ihrer Religion oder ihren politischen Meinungen frei von Belästigung am Arbeitsplatz sind, gerecht behandelt werden und gleichermaßen gefördert werden.

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Positiv überrascht war der Auditor, dass die sonst üblichen Kritikpunkte wie Gehalt, Arbeitszeiten und mangelnde Informationen überhaupt nicht erwähnt wurden.

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Neben den Mitarbeitergesprächen wurden auch die Arbeitsbedingungen am Standort Osterburken genauestens unter die Lupe genommen. Die gesammelten Erkenntnisse wurden dem Management in einem detaillierten 150-seitigen Report bei einem Abschlussgespräch präsentiert. Nach dem erfolgreich bestandenen Audit ist AZO als Mitglied berechtigt, den Auditbericht in die SEDEX-Datenbank einzustellen und das SMETA-Logo auf der Unternehmenswebseite zu zeigen. SEDEX steht dabei als Abkürzung für „Supplier Ethical Data Exchange“ und ist die weltweit größte, unabhängige Online-Plattform für den transparenten Austausch zu sozialem und ethischem Verhalten von Unternehmen und deren Lieferanten.

Bei der weltweit tätigen AZO-Gruppe ist man fest davon überzeugt, dass sich Ökonomie, Ökologie, unternehmerisches Handeln und soziale Verantwortung vereinbaren lassen. Das werde von den Mitarbeitenden gelebt.