Gemeinderat tagte - Puchta plant mit Gewinn von rund 9300 Euro / Dürre und fehlender Niederschlag machen den Pflanzen zu schaffen / Prognose nur schwer möglich Forstwirtschaftsplan für das kommende Jahr vorgestellt

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nb
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Osterburken. Jörg Puchta, Leiter der unteren Forstbehörde des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis, und Revierleiter Dietmar Heid stellten dem Gemeinderat am Montag den Forstwirtschaftsplan der Stadt für 2021 vor. Dabei ging es auch um die Auswirkungen des zunehmend trockenen Klimas.

Es sollte mehr regnen

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Zunächst stellte Puchta die Niederschlagswerte der vergangen Jahre vor. Es sei deutlich zu erkennen, dass es in den letzten Monaten und Jahren zu wenig geregnet habe. Außerdem falle der meiste Niederschlag in den Wintermonaten. Daraus ergibt sich, dass die Pflanzen im Durchschnitt zu wenig Wasser erhalten und gerade im Sommer mehr Niederschlag benötigten. So seien die Bäume laut Statistik des Helmholtzzentrums für Umweltforschung auch jetzt noch einer schweren Dürre ausgesetzt.

Das Schadholz habe 2020 ebenfalls zugenommen, wie Puchta erklärt. Gerade der Sturm „Sabine“ anfang des Jahres und Insekten machten den Bäumen zu schaffen.

Für 2021 geht Puchta von einem planmäßigen Einschlag von rund 8000 Festmetern Holz aus. Außerdem sollen rund zwei Hektar Wald neu bepflanzt werden. Dabei sind rund 4000 Douglasien und ebensoviele Fichten in einer Mischwaldkultur vorgesehen. Auch wenn die Dürre gerade der Fichte zu schaffen macht und man die Entwicklung des Holzpreises für das Holz nicht absehen könne, wird diese Baumart weiter angepflanzt. Puchta rechne damit, dass die Fichte in den kommenden Jahren auf die rote Liste gesetzt werde, womit der Holzpreis wieder ansteigen und ein höherer Ertrag erzielt werde.

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Für das kommende Jahr plant er mit einem Überschuss aus der Holzernte von knapp 192 000 Euro. Rechnet man dann die anfallenden Ausgaben für beispielsweise Bestandspflege und Erschließung sowie Betriebssteuern hinzu, ergibt sich ein errechneter Gewinn von rund 9300 Euro.

Dieses Ergebnis sei im Vergleich zu den Jahren 2016 oder 2011 eher gering. Damals plante man mit einem Ergebnis von rund 125 300 beziehungsweise 154 700 Euro und übertraf dieses am Ende noch. Dennoch seien die rund 9300 Euro besser als in den Jahren 2018 und 2019. Damals machte man unter dem Strich noch Verlust.

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Klaus Vogel (SPD) stellte die Frage in den Raum, ob man mit dem Forst als Einnahmequelle in den kommenden Jahren überhaupt noch rechnen könne, seien die Prognosen doch eher schlecht. Puchta stimmte zu, auch wenn er keine genauen Aussagen zu den Entwicklungen in den nächsten Jahren machen könne. „Wir stecken nicht drin und wissen nicht, wie sich der Holzpreis in den nächsten Jahren entwickeln wird“, erklärt er.

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Man plane aber neben der Douglasie auch auf die Zeder, Baumhasel, Heimbuche oder den Feldahorn zu setzen. nb