Gemeinderat Osterburken - Vier bis fünf innerörtliche Bauplätze in Bofsheim sollen entstehen / Ingenieurbüro Sack & Partner mit Planung beauftragt Erschließungsprobleme beheben

Von 
Nicola Beier
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Auf diesem Areal in Bofsheim sollen die neuen Bauflächen entstehen. © Stadtverwaltung Osterburken

Um den Ortskern attraktiver zu gestalten, sollen in Bofsheim neue Bauplätze entstehen. Dafür müssen bereits vorhandene Grundstücke zum Teil neu erschlossen werden.

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Osterburken. Die Stadt Osterburken plant im Rahmen des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) eine Dorfentwicklungsmaßnahme in Bofsheim. Der Antrag dazu wurde bereits 2018 genehmigt. Dafür fertigte das Bauamt der Stadt einen ersten Entwurf an. Dieser wurden im Rahmen des ELR genehmigt.

Es geht um ein Areal beim Gasthaus „Krone“, auf welchem vier bis fünf innerörtliche Bauplätze entstehen sollen, so Bauamtsleiter Matthias Steinmacher. Dazu erwarb die Stadt bereits 2017 ein leerstehendes, früher landwirtschaftlich genutztes, Anwesen, welches dann abgerissen wurde.

Ersten Entwurf überprüfen

Der erste Entwurf soll nun mit Blick auf die Erschließung im nächsten Schritt von einem Ingenieurbüro nochmals überprüft und gegebenenfalls abgeändert werden. Dazu können auch neue Varianten der Erschließung entwickelt und dem Gremium anschließend vorgestellt werden. Dafür sollte der Gemeinderat der Vergabe der ingenieurtechnischen Leistungen nun zustimmen.

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Nach den ersten Planungen der Stadt soll das Areal von der Brückenstraße aus erschlossen werden. Margaret Horb (CDU) machte mit Blick auf die Pläne deutlich, dass auch die mögliche Erschließung über die Straße „Am Bild“ geprüft werden solle.

Dies könne laut Angaben von Bauamtsleiter Matthias Steinmacher jedoch schwierig werden, da in Richtung dieser Straße ein Höhenunterschied von rund sieben Metern besteht. Dennoch werde das Ingenieurbüro den Plan auf solche Maßnahmen hin überprüfen.

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Die im Rahmen des Vorhabens erfolgende Grundstücksneuordnung bringt für die angrenzenden Eigentümer positive und negative Effekte mit sich. Bisher stehen die Gebäude zum Teil auf der Grundstücksgrenze oder wurden über diese hinaus gebaut. Außerdem kommen einige Anwohner nur durch Überquerung fremder Grundstücksgrenzen an ihr eigenes heran. Durch die Neuordnung werden diese Probleme gelöst.

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Dr. Xaver Nafz (CDU) äußerte ebenfalls seine Bedenken zum Vorhaben. Bei ihm ging es primär um die anfallenden Erschließungskosten für angrenzende Anwohner. Wenn eine Erschließungsstraße mit Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Stellplätzen geplant wird, fallen für die erschlossenen Grundstücke und die Eigentümer der angrenzenden Grundstücke zur Erschließungsstraße Kosten an. Diese können jedoch über den Zuschuss des ELR abgemildert werden, betonte Bürgermeister Jürgen Galm. Dennoch bat Dr. Nafz um eine weitere Anhörung der Anwohner.

Auf Dauer kein Zustand

Ortsvorsteher Werner Geiger (FWV) begrüßte dagegen die Maßnahme. Die Überquerung von fremden Grundstücken, um auf das eigene zu gelangen sei auf Dauer kein Zustand, weshalb er sich ausdrücklich für das Projekt und die damit verbundene Neuordnung aussprach. Mit der Maßnahme würde der Ortskern von Bofsheim attraktiver gestaltet werden.

Vom Ingenieurbüro Sack & Partner aus Adelsheim liegt ein Angebot für die durchzuführenden ingenieurtechnischen Leistungen über rund 31 375 Euro vor. Diese beinhalten die Überprüfung des bisherigen Entwurfs sowie die Umwandlung in eine Ausführungsplanung.

Die Kostenschätzung für die Erschließungsarbeiten liegen bei rund 298 000 Euro. Der dann angefertigte Plan soll dem Gemeinderat anschließend erneut vorgestellt werden. Die Vergabe durch das Gremium an das Büro Sack & Partner erfolgte einstimmig.

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