Gemeinderat Osterburken - Jahresbilanz der Feuerwehr vorgestellt / Mitgliederzahlen der Kinder- und Jugendwehren gestiegen Corona erschwerte den Übungsbetrieb

Von 
Nicola Beier
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Osterburken. Das vergangene Jahr hatte es auch für die Feuerwehren der Gemeinde in sich, nicht zuletzt weil das Corona-Virus den Betrieb erschwerte. „Dennoch war die Gewährleistung des Einsatzdienstes jederzeit gegeben“, so Stadtkommandant Peter Schmitt am Montagabend in der Gemeinderatssitzung der Römerstadt.

99 Einsätze

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Insgesamt 13 Brände galt es zu löschen – davon zwei Großbrände. Zu 42 technischen Hilfeleistungen musste ausgerückt werden, 15 Fehlalarmierungen wurden verzeichnet, 29 sonstige Einsätze galt es zu erledigen– darunter fiel 2020 noch die Sicherung des Fastnachtsumzugs. Somit waren die Wehren insgesamt 99 mal im Einsatz. „Drei Personen konnten gerettet werden. Eine war leider nur noch tot zu bergen“, so Schmitt. Die Einsatzzahlen gingen im Vergleich zu den Vorjahren leicht zurück, wie anhand einer Grafik deutlich wurde. Auch bei den aktiven Mitgliedern war ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu erkennen. So waren in Osterburken und den Ortsteilen 129 Frauen und Männer in der Feuerwehr aktiv, 2019 waren es noch 132. Positiv entwickelte sich hingegen die Mitgliederzahl in den Jugend- und Kinderfeuerwehren. Hier engagierten sich 62 Floriansjünger und somit zehn mehr als im Jahr zuvor.

Seminare und Weiterbildungen konnten hingegen fast gar nicht besucht werden, da aufgrund von Corona viele Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Lediglich ein Maschinistenlehrgang und die Grundausbildung fanden statt. Daran nahmen acht Mitglieder der Wehren teil. Außerdem wurden jeweils ein Führerschein- und Atemschutzseminar besucht, welche unter den damaligen Hygienevorschriften durchgeführt wurden.

Wie der Stadtkommandant ausführte, wurden wieder zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Treue geehrt. Sonst machte das Virus das interne Engagement, aber auch jenes in der Gemeinde unmöglich. Die geplante Abschlussübung bei der Firma Magna in Rosenberg musste abgesagt werden.

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Auch in der Zeit von März bis Juli und im Zeitraum von November bis Februar waren Übungen verboten. In den Zeiten dazwischen fanden diese nur unter Einhaltung strikter Regeln statt. So durften maximal zehn Feuerwehrmitglieder in fest vorgeschriebenen Gruppen zusammen üben. Abteilungsübergreifende Übungseinsätze waren untersagt, um die Einsatzfähigkeit zu gewährleisten.

Zwei neue Fahrzeuge erhalten

Entsprechend dem Feuerwehrbedarfsplan erhielten die Abteilungen in Bofsheim und Schlierstadt jeweils einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW). Die Autos wurden in Eigenregie umgebaut und im Dezember eingewiesen. Die Umstellung auf Digitalfunk ist ein Thema, welches man in diesem Jahr angehen möchte. Bürgermeister Jürgen Galm bezeichnete die Einsatzfelder als „beeindruckendes Spektrum“ und bedankte sich im Namen der Stadt bei den Abteilungen für den selbstlosen Einsatz: „Wir sind dankbar, dass wir euch haben und stolz, dass ihr so gut seid.“

Großbrand in Schlierstadt

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Abschließend informierte Stadtkommandant Schmitt noch über den Großeinsatz am Dreikönigstag. Dort ist eine Scheune in Schlierstadt vollkommen abgebrannt. Insgesamt waren an diesem Tag 108 Personen mit 25 Fahrzeugen im Einsatz. Die Feuerwehren aus Schlierstadt, Osterburken, Buchen und Walldürn waren vor Ort. Der Einsatz dauerte von circa 17.40 Uhr bis 2 Uhr am nächsten Morgen.

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